"Man vergesse nicht, dass die grossen Berge lediglich den Wert haben, den der Mensch ihnen zumisst. Ansonsten bleiben sie nur ein Haufen Steine."
Walter Bonatti W W W
Vorbelastet durch unzählige Wanderferien mit den Eltern, mehrere Jahre OL und ausgiebige eidgenössische "Studienaufenthalte" in der schönen Schweizer Bergwelt, hat's bei mir Ende der 90er Jahre so richtig angefangen mit der Wanderei. Zuerst mit einfachen Tageswanderungen kreuz und quer durch den Baselbieter Jura. Als dann allmählich keine freien Flecken mehr übrig waren, dehnte sich das Gebiet den ÖV-Linien entlang aus. In den Ferien durften es auch mal längere Touren werden, wie Teile der Alpenpassroute, des Jurahöhenwegs oder eine dreiwöchige Basel-Chiasso Schweizquerung.
Mit dem Umstieg auf den (Ultra)-Leicht-Dampfer ergaben sich neue Ideen für Mehrtages-Touren mit Biwak-Übernachtungen. Nachdem ich das Konzept mehrfach im Jura getestet habe, formt es nun auch Teil meines Wanderrepertoirs in den Alpen. In den Sommerferien gibt's meist eine 3-wöchige Wandertour; mal in der Schweiz, mal in der Bretagne, den französischen Alpen und zuletzt in den Pyrenäen.
Seit ich hikr entdeckt habe, habe ich eine besondere Vorliebe für anspruchsvollere Routen abseits der ausgelatschten Wege entwickelt. Mit dem dadurch gewonnenen Know-How eröffnen sich mir nun auch im heimischen Jura wieder neue und anspruchsvolle Touren.
Das sammeln von Gipfeln oder anderen Trophäen und Rekorden widerstrebt mir hingegen vollkommen.
Meine Touren müssen abwechslungsreich sein, dürfen auch sehr anstrengend sein, nur wenn's genug ist, ist's genug, dann nehm ich den Bus. Ich muss niemandem etwas beweisen, schon gar nicht mir selbst.
***
Querdenken verbreitert den Horizont.
Develop your skills, not your gear closet.
(Kevin Sawchuk)
Daneben geht meine wertvolle Zeit noch für die Basler Fasnacht, ornithologische Exkursionen und nicht zuletzt den FCB drauf, sodass ich leider nicht gar so oft z'Berg gehen kann, wie ich mir das anfangs Jahr als so wünsche.