Piz Sesvenna 3204 m - Aufstieg von Süden


Publiziert von Ivo66 Pro , 29. August 2009 um 18:35.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Unterengadin
Tour Datum:19 August 2009
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: L
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Sesvenna-Gruppe   CH-GR   I 
Zeitbedarf: 8:15
Aufstieg: 1500 m
Abstieg: 1500 m
Strecke:S-charl - Val Plazér - Cruschetta (S-charljoch) - italienischer "Sesvennaweg" - P. 3081 - Südostgrat - Piz Sesvenna
Kartennummer:1:25'000 - S-charl

Ein herrlicher Berg, der wohl eher von Italien (Südtirol) aus begangen wird, als aus der Schweiz (S-charl). Aber zunächst die entscheidende Frage: Muss auf dem Vadret da Sesvenna (Sesvennagletscher) angeseilt werden? Meine telefonische Anfrage auf der Sesvennahütte ergab, dass am Gletscher keine Spaltengefahr bestehe, aber es dennoch besser sei, sich anzuseilen... Wie bitte??? Keine Spaltengefahr und Anseilen? Nun: Es waren keine zuverlässigen Informationen zu bekommen, weshalb wir uns entschieden auf den Spuren von Bulbiferum die Besteigung des Piz Sesvenna von S-charl und dann von Süden aus anzupacken. Sein Bericht ist sehr informativ: http://www.hikr.org/tour/post15534.html.

Vom S-charljoch (Cruschetta) entschieden wir uns, nicht weiter dem Wanderweg hinunter zu folgen, um dann den vom Südtirol hinaufführenden Steig zu erreichen, sondern querten ziemlich mühsam etwas unterhalb der Cruschetta auf der italienischen Seite durch Sträucher und Geröll, später angenehmer durch Alpweiden direkt und ohne Höhenverlust - leicht aufsteigend, bis wir den gut markierten (weiss-rot) Pfad erreichten. Dieser wird gegen oben enorm steil und führt zu P. 3081 auf dem Grat hinauf.

Und hier oben erhielten wir von selbst die Antwort auf die Frage nach dem Anseilen auf dem Sesvennagletscher: Das Mitführen eines Seils ist purer Luxus - schade um die Mühen für das zusätzliche Gewicht (besser etwas mehr Wasser mitführen...). Die wenigen kleinen Spalten auf dem Mitte August praktisch aperen Gletscher sind von weitem sichtbar und bilden keine ernsthafte Gefahr. Dies wurde uns auch von anderen Bergsteigern auf dem Gipfel dann bestätigt - diese führten das Seil wohl zur Sicherung auf dem zum Teil ausgesetzten Grat mit.

Schlussaufstieg über den Ostgrat:

Die geeigneteste Route ist gut markiert (weiss-rot). Einige Stellen sind etwas ausgesetzt und erreichen häufig den Schwierigkeitsgrad II. Der Fels ist aber von sehr guter Qualität und die Kletterei machte uns grossen Spass. Es findet sich immer wieder ein Durchschlupf, wenn ein Weiterkommen schwierig erscheint.

Entsprechend der Höhe dieses fantastischen Berges ist die Gipfelschau dann überwältigend: Vom Berninamassiv bis zum Ortler; von der Weisskugel mit dem Südtirol über das halbe Bündnerland.

Tourengänger: Ivo66, Lena

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Kommentare (2)


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bulbiferum Pro hat gesagt:
Gesendet am 30. August 2009 um 19:33
Hallo Ivo & Lena

Wie ich sehe konntet ihr schöne Touren in euren Ferien machen. Die Sesvenna haben wir trotz des mühsamen Geröllkessels gut in Errinnerung. Die Aussicht ist wirklich überwältignd und der Ostgrat entschädigt für das viele Geröll.

Liebe Grüsse, Markus

Ivo66 Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 30. August 2009 um 22:46
Hallo Markus

Die Ferien waren wunderschön, mit bestem Wetter! Auf dem einen oder anderen Gipfel (Piz Cristanas, Piz Rims, Piz Sesvenna) haben wir auch Deinen Eintrag gesehen.

Nochmals herzlichen Dank für den Tip der Südbesteigung des Piz Sesvenna!

Viele Grüsse

Ivo und Lena


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