Rendezvous


Publiziert von Berglurch , 22. März 2009 um 22:52. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Bregenzerwald-Gebirge
Tour Datum:21 März 2009
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Ski Schwierigkeit: WS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1900 m
Strecke:Schetteregg - Untere Falzalpe - Hohe Kirche - Bullerschkopf - Hohe Kirche - Winterstaude - Sonderdach - (Bergbahn) - Niedere - Andelsbuch
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Schetteregg, Postbus von cff logo Bregenz
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Andelsbuch, Postbus von cff logo Bregenz

Hikr goes East ! Zwei Hikrs auf "Abwegen" im Bregenzerwald.

Wie in meiner Tour vom Freitag beschrieben, war ich am Wochenende "gezwungenermaßen" im "Kanton Übrig" unterwegs. Als marmotta mich darauf aufmerksam machte, dass ossi einen Tourenpartner für Samstag suchte. Deswegen schrieb ich ihn an, obwohl ich keine großen Hoffnungen hatte, dass er eine solch weite Reise auf sich nehmen würde. Aber siehe da, er kam und fand's dann auch ganz gut...
An der Bushaltestelle in Egg war's da wie beim ersten Date: Mein erstes Treffen mit einem hikr. Zu erkennen war er an dem Pflaster auf der Stirn recht leicht ;-)

Unsere Tour startete in Schetteregg. Der Plan war, auf die beiden Modegipfel Bullerschkopf und Winterstaude und von beiden die recht steilen Nordflanken abzufahren. Also marschierten wir zur Unteren Falzalpe und von dort auf den Verbindungsgrat zwischen Bullerschkopf und Winterstaude zu. Beim Aufstieg sahen wir im Wald unterhalb der Bullerschkopf Nordflanke einen recht stattlichen Lawinenabgang (hatte nicht jemand gesagt "gering"?). Da es so aussah, als ob das Ding spontan abgegangen wäre (keine Menschen weit und breit), setzten wir unseren Anstieg fort. Am Verbindungsgrat angekommen, sahen wir, dass wir uns besser weiter links gehalten hätten. Nun ja, waren wir schon mal dort, dann gingen wir auch auf den Bullerschkopf. Für eine Skibegehung war der Grat zu steil, also Planänderung und Skidepot. Weglos über die Hohe Kirche und dann im Prinzip dem Sommerweg folgend, erreichten wir den Gipfel des Bullerschkopfes nach ca 25min, fluchten kurz, dass wir keine Skier dabeihatten, als wir die Idealhänge sahen (LSCH) und gingen den selben Weg zurück. Beim Abstieg von der Hohen Kirche dann mein kleines Malheur. Ausrutscher und auf dem brettharten Firn und dem Hosenboden Fahrt aufgenommen - auf einen Felsen zu. Als ich noch dachte: "Oje, das könnte ZSCH oder gar SSCH ausgehen", konnte ich die Fahrt dann mit meinem Pickel bremsen. Den anschließenden Aufstieg zum Skidepot musste ich dann noch zwei Mal machen: Als ich oben war, kullerte mein Helm den Hang hinab (LSCH). Dann die letzten Meter zum Winterstaude Gipfel. Ging ganz gut: Ossi mit Skiern, ich mit selbigen auf dem Rücken - meine Felle waren nass geworden. Anfängerfehler und WSCH-. Oben angekommen prüften wir eingehend die Nordflanke und waren uns einig: S- und ein wunderschöner Hang. Ein Local, der mit uns oben angekommen war, riet uns wegen Triebschnee ab und wir glaubten es ihm, angesichts der Lawinensichtung. Oben noch ein kurzer Plausch mit ossi darüber, dass er seine Mütze und ich meine Sonnenbrille im Bus vergessen hatte (WSCH-) und dann ab in die top aufgefirnten Südhänge zur Mittelstation Sonderdach der Bezauer Bahnen. 4,20 Euro investiert und hoch auf die Niedere gegondelt und dann eine Abfahrt über die Skiroute nach Andelsbuch: Immerhin 1100 Hm am Stück. Wann kann man bitte mal Ende März auf Naturschnee bis auf 600 m ü. N. N. abfahren? Dieser Winter machts möglich.

Fazit: Schöne Skitouren/Freeride Kombination bei Traumwetter, auf einen super Aussichtspunkt und mit netter Begleitung. Schreit nach Wiederholung. Danke ossi für die Tour. Einziger Wermutstropfen: Die zwei verpassten Steilabfahrten vom Bullersch und der Winterstaude

Tourengänger: ossi, Berglurch

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