Über den Wannelsgrat auf die Märe


Publiziert von poudrieres , 12. Oktober 2015 um 19:42.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Berner Voralpen
Tour Datum:10 Oktober 2015
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-FR 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1450 m
Abstieg: 1450 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit Postauto oder PW.
Kartennummer:map.geo.admin.ch

Stäckhütteghürn (1706m) - Wannelsgrat (1798m) - Märe (2091m) - Hahnen (2034m) - Schibe (2151m).

Nachdem die Sektion den Nordgrat der Märe als "wilde Skitour" ins Programm genommen - aber zumindest in diesem Jahr nicht durchgeführt - hat, war ich neugierig auf diesen direkten Zustieg. In Verbindung mit 2 weiteren Skitouren ergibt sich eine schöne - bis auf die Märe - auch stille alpine Wanderung - eher lang aber ohne ausgeprägte technische Schwierigkeiten.
Märe mit Wannelsgrat.
Die beschriebene Tour findet sich - von den Abkürzungen durch steileres Gelände einmal abgesehen - durchgängig auf den Skitourenkarte. Zum Ende der Saison sind die Kühe im Tal und die Zäune durchgängig gemacht - eine gute Zeit für Touren dieser Art.

Durch den anfänglichen Aufstieg aus dem Hengstschlund verlässt man schnell den Schatten des Ochsen. Der Stäckhütteghürn ist eine sanfte Hügelkuppe im Vergleich zu den den Grat geprägten höheren Gipfeln.

Bei der Oberwannels quere ich erst die Nordflanke des Wannelgrats, um dann rechts eines Couloirs und entlang eines Zauns aufzusteigen. Der Zaun endet unvermittelt im aufsteilenden Gelände, ein kurzer Aufstieg durch ein steiles krautiges Gelände führt zum Grat.

Über den bewaldeten Grat führt eine flüchtige Spur, die den Felszähnen und dem üppigen Totholz ausweicht zum höchsten Punkt des Wannelsgrats. Der Wald lichtet sich - bis auf eine kurze Passage im Abstieg - und der Grasgrat führt weiter bis zum P.1704 unter der Märe.

Über grasig schrofiges, steiles jedoch gestuftes Gelände geht es erst auf einer Rampe gegen eine Abbruchkante und dann an dieser entlang gegen den felsigen Bergkopf. Am Gendarm halte ich mich links und gelange etwas ausgesetzt zum Gipfel der Märe.

Der Übergang über den Hahnen folgt auf Spuren der Geländekante bis zur Schibe. Ich wähle den wenig begangenen Normalweg über Hohmad und den Galitepass zwischen Galiteflue und Widdersgrind zurück zur Alpe Grencheberg. Ich tauche in den Wolkenwaber ein und wandere durch den abendlich düsteren Hengstschlund zum Ausgangspunkt zurück.

Route: Hengstkurve - Stäckhütte - Stäckhütteghürn - Hohmattli - Wannelsgrat - Märe - Hahnen - Schibe - Tosse - Galitepass - Grencheberg - Hengstkurve.

Orientierung: Weitgehend weglos, streckenweise Spuren.

Schwierigkeit: T5 für Zustieg zum Wannelsgrat von NW und Schlusspassage an der Märe.

Bedingungen: Taunass, stellenweise sumpfig. Süd- und Osthänge trocken.

Ausrüstung: Bergwanderausrüstung.

Parkmöglichkeit: Hengstkurve.

Literatur: Freiburg; Anker / Haas; SAC-Verlag.

Benachbarte Touren:
*Rund um die Alpiglemäre
*Aus dem Muscherenschlund über den Schafarnisch (WT)
*Von der Märe zum Schafarnisch
*Über die Galiteflue zur Schibe
*Über den Widdergalm (NO-Grat) und weiter zum Kaiseregg
*Über den Nordgrat auf den Schafarnisch

Karte: SwissTopo-Karte mit importiertem KML-Track.

Tourengänger: poudrieres


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