Nadelgrat - wenn Träume wahr werden


Published by Linard03 , 23 September 2021, 08h25.

Region: World » Switzerland » Valais » Oberwallis
Date of the hike:23 August 2021
Mountaineering grading: AD
Climbing grading: III (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: CH-VS 
Time: 3 days
Height gain: 3150 m 10332 ft.
Height loss: 3010 m 9873 ft.
Route:Grächen - Bordierhütte - Dürrenhorn - Hohbärghorn - Stecknadelhorn - Windjoch - Mischabelhütte - Saas-Fee
Access to start point:cff logo Grächen
Access to end point:cff logo Saas-Fee

Wo soll ich nur beginnen? Es kommt beinahe einem Wunder gleich, dass diese Traumtour doch noch gelang. Seit vielen Jahren die Nr. 1 auf meiner Wunschliste, mehrere Versuche über mehrere Jahre angesetzt, welche immer am Wetter bzw. Verhältnissen gescheitert sind. Und mit zunehmendem Alter schwand die Zuversicht, eine solche Tour erfolgreich bewältigen zu können.
 
Dieses Jahr erneut angesetzt sah es ebenfalls lange nicht danach aus, dass es klappen könnte; wir alle kennen mittlerweile die "schwierigen" Wetterverhältnisse dieses Sommers. Und plötzlich wurde es doch noch warm, womit auch noch eine Ausaperung drohte. Aber dann die Meldung des BF: die Tour kann stattfinden!
 
Dass die Verhältnisse dann doch noch etwas anders waren als erwartet und das Ganze für mich nicht einfach zur Genuss-Tour wurde, sondern viel eher zur Tortur, dazu später … Und im Nachhinein sehe ich auch einige Parallelen zu den Erfahrungen, welche WoPo1961 in diesem Gebiet schon gemacht hat …
 
Hütten-Zustieg:
 
Eine gemütliche Zug-Fahrt am Sonntag-Morgen in mehrheitlich spärlich besetzten SBB-Zügen; heute war offensichtlich das Wetter zu wenig optimal für einen grossen Ausflügler-Andrang.
In St. Niklaus begrüsste ich den BF und R., gemeinsam bestiegen wir das Postauto und fuhren hinauf nach Grächen. Es gibt mittlerweile nur noch wenige Verbindungen nach Gasenried und der Weg ab Grächen sei nur «ca. 15 Min. länger» - effektiv jedoch eher mindestens 30 Min. länger … Jedenfalls steht am Wegweiser in Grächen 5 Std. angeschrieben für den Weg in die Bordierhütte.
 
Ein schöner Weg durch den Wald und einigen Suonen entlang, auf der Schäfer-Alp Alpja hielten wir Rast und mussten unsere Proviante vor den Schwarznasen-Schafen beschützen. Es ging nun steil hinauf auf die Moräne und ich war froh, war es bedeckt. Bei Sonnenschein wäre dies zur Hitzeschlacht geworden …
Das Tempo war (für meinen Geschmack) trotzdem zu schnell, was sich noch rächen sollte … Schliesslich überquerten wir den Riedgletscher, was ohne Steigeisen gut möglich war.
 
Zum Schluss etwas klettersteig-mässig hinauf zur Bordierhütte (2882m), welche wir nach 4 Std. erreichten. Die letzten 30 Min. legten wir im Nieselregen zurück, weshalb wir froh waren, eine Wäscheleine in der Hütte vorzufinden, wo wir unsere nassen Sachen trocknen konnten.
 
Die kleine Hütte war gut besetzt, jedoch nicht voll ausgelastet wie offensichtlich am Abend zuvor. Sehr freundliches Hütten-Team, das Nachtessen (Bratwurst & Polenta) fand ich persönlich jetzt nicht wahnsinnig originell (sorry für das "Jammern auf hohem Niveau" an dieser Stelle, ist ja sonst nicht meine Art …)
 
Gipfeltag:
 
Die Nacht war erwartungsgemäss kurz: 01.45 Uhr Wecker, 02.00 Uhr Morgenessen, 02.30 Uhr Abmarsch. Mitten in der Nacht ging’s also zunächst wieder runter zum Gletscher, die Überquerung des Gletschers wiederum ohne Steigeisen, obwohl es jetzt (erwartungsgemäss) etwas rutschiger war als noch am Nachmittag zuvor. Abschnittsweise war's dann ein Laufen wie auf Eiern ...
 
Danach erfolgte der Aufstieg in Richtung Galenjoch (die Selle war zu keinem Zeitpunkt ein Thema; viel zu gefährlich ...). Wir bildeten 2 Seilschaften; der BF mit 2 Gästen und der Aspirant mit 2 Gästen. Ich merkte schnell, dass das Tempo für mich zu hoch war und versuchte, mein eigenes Tempo zu laufen. Was mir mehr oder weniger gelang. Nach 2 Std. (von insgesamt geschätzten / optimistischen 12 Std.) schmerzten bereits die Hamstrings; echt jetzt?
Ich wusste ja, dass der Anstieg lang werden wird und auch der BF betonte am Vorabend nochmals, dass es sich auch nach dem Galenjoch noch lange hinziehen würde bis zum Chli Dirruhorn; wir waren also gewarnt …
 
Jedenfalls erreichten wir endlich dieses Galenjoch (3301m). Meine Batterien schon etwas angezapft; Parallelen zu WoPo1961’s Erfahrung hier? Als bei ihm (aus anderen / ähnlichen Gründen) ebenfalls bereits "Schicht im Schacht" war? Dazu kam noch etwas Anderes: schon eine geraume Zeit stellten wir fest, dass vom Vorabend doch noch etwas an Feuchtigkeit zurückgeblieben war: die Felsen waren teilweise ziemlich rutschig bzw. mit Wassereis überzogen … Der BF meinte, wenn die Verhältnisse so bleiben würden, wenn die Kletterei anfinge, müssten wir umkehren … (?!)
 
Zunächst ging es aber für die nächsten ca. 30 Min. mal ziemlich flach auf dem Grat voran; ausser der teilweisen unangenehmen Rutschpartie keine weiteren Probleme. Aber Konzentration war trotzdem wichtig, wollte man sich nicht den Fuss verdrehen o.ä.
Offensichtlich war aber auf dieser Höhe am Vorabend auch die Grenze zwischen Regen und Schnee: zu Beginn der Klettereien lag plötzlich feiner Schnee, der Fels war ansonsten trocken – somit lag kein Grund mehr vor, hier umzukehren.
 
Der weitere Anstieg war nun ziemlich zermürbend, wie vom BF auch angekündigt. Der Anstieg ist wirklich sehr laaaaaaang. Gefühlte 20 Vorgipfel mussten erklettert werden, bis endlich das Chli Dirruhorn (3889m) erreicht war. Zumindest war das Panorama jetzt schon sehr eindrücklich und der Sonnenaufgang am Weisshorn unschlagbar.
Schon ziemlich abgekämpft und mit einigem Rückstand auf die erste Seilschaft erreichten wir um ca. 10.30 Uhr und somit nach insgesamt 8 Std. Aufstieg endlich das Dirruhorn (4035m).
 
Auf die Frage des BF an mich «wie fühlst Du Dich?» folgte meine lapidare, aber ehrliche Antwort «müde» … Worauf der BF wiederum ziemlich trocken antwortete «ist noch etwas früh» … - damit war vorläufig alles gesagt …
Denn ja, welche Alternative hätte es auch gegeben anstelle von weitergehen? Der Abstieg wäre ebenso mühsam geworden und hätte genauso an den Reserven gezehrt.
 
Der BF entschied, dass ich mit dem Aspirant eine eigene Seilschaft bilden soll, der BF selbst war dann mit 3 Gästen am Seil. Während die anderen bald wieder loszogen, war bei mir erst mal eine Pause und Stärkung angesagt. Trotz Müdigkeit sog ich gierig den unglaublich schönen Nadelgrat ein, welcher nun vor uns lag.
 
Der Abstieg ins Dirrujoch (3911m) war problemlos; ca. 45 Min. Der Aufstieg zum nächsten Gipfel sah nun wieder ziemlich steil aus … Zunächst wieder einige Kletterei, wo ich immer wieder kurz pausieren musste, um Energie zu tanken; die Höhe war überhaupt kein Problem während der ganzen Tour.
Im anschliessenden, steilen Firnfeld konnte ich einen guten Rhythmus gehen, sodass wir effizient vorankamen. Der felsige Gipfelaufbau, wo es (gefühlt) senkrecht nach oben ging, zehrten nochmals an den bereits nicht mehr vorhandenen Reserven.
 
Schliesslich erreichten wir das Hobärghorn (4218m). Der einzige Gipfel auf dem Grat, welcher kein Kreuz hat (weshalb wohl?). Die vom Aspiranten einkalkulierten 2 ½ Std. vom Dirruhorn zum Hohbärghorn konnten wir (bzw. ich) nicht ganz einhalten; wir benötigten schliesslich 3 Std. Ich machte ein paar Fotos, das Gipfelfoto ging vergessen (egal) …
 
Abstieg vom Hobärghorn und Anstieg zum letzten Gipfel. Dieser forderte nochmals alles ab. Während die 1. Seilschaft gut sichtbar bereits auf dem Gipfel stand, mühte ich mich Schritt für Schritt ab. Vor allem der grauslige Schutt-Anstieg in der SE-Flanke machte mir zu diesem Zeitpunkt zu schaffen.
Trotzdem ein Highlight an dieser Stelle: plötzlich tauchte ein Steinbock am Grat auf! Na nu, was macht denn dieses Tier auf über 4000m? Hier oben gibt's doch gar nichts zu fressen? Schade nur, dass er Sekunden später wieder verschwunden war, jedenfalls war ich zu langsam, um den Fotoapparat zu zücken.
 
Um ca. 15.35 Uhr erreichten wir schliesslich das Stecknadelhorn (4240m), der letzte Gipfel am heutigen Tag. Und erneut ging das Gipfelfoto vergessen; ebenso egal zu diesem Zeitpunkt … Aber vom schönen Gipfelkreuz machte ich immerhin ein Foto.
 
Von Anfang an war für mich klar, dass ich nicht nochmal aufs Nadelhorn muss. Und unter den gegebenen Umständen machte dies sowieso keinen Sinn. Aber die Alternative gefiel mir eigentlich auch nicht wirklich: die Traverse unterhalb der Nadelhorn-Nordwand ist heikel und furchteinflössend.
 
Wir stiegen also vom Stecknadelhorn ab und gelangten bald auf den schönen Firngrat. Beim «Abzweiger» angelangt, wollte der Aspirant erst mal die Schnee-Qualität prüfen. Er trat eine neue Spur und nach wenigen Metern meinte er «hervorragend, bester Neuschnee!». Seine Euphorie konnte ich allerdings nicht teilen: der Blick in den Schlund bzw. überhängende Wand, welche in grossen Spalten endete, war alles andere als verheissungsvoll …
 
Schritt für Schritt tasteten wir uns vor. Während der Aspirant weiterhin von «bester Qualität» sprach, rutschte ich in seinen Fussstapfen jeweils leicht. Nichts Dramatisches, aber unangenehm. Ich wusste nur eines: konzentriert bleiben; Schritt für Schritt! Keine Seitenblicke, nur die Füsse des Aspiranten im Blickfeld.
Die Traverse wollte nicht enden, ich hob jetzt einige Male den Blick und stellte fest, es ist immer noch weit … Und über uns jetzt eine 2er-Seilschaft, welche auf der «Normalspur» traversierte – alles schraubend.
 
Glücklicherweise blieb die Schneequalität gleich, jedenfalls stiessen wir auf keine negative Überraschung wie plötzlich auftretendes Eis. Ich schwitzte trotzdem Blut, aber schliesslich erreichten wir die "rettenden" Felsen des Grates; uff, geschafft!
 
Im Abstieg zum Windjoch löste sich dann die ganze Anspannung: Tränen kullerten, vor Freude, Glück und Erschöpfung – wohl alles zugleich.
 
Kurz vor dem Windjoch wurden wir von unserer 1. Seilschaft wieder eingeholt, die kurz vorher noch auf dem Nadelhorn war. Sie zogen an uns vorbei und verschwanden kurzzeitig im aufkommenden Nebel.
Vom Windjoch bis zur Mischabelhütte torkelte ich auf dem weichen Schnee mehr als dass es noch ein kontrolliertes Laufen war – ich war jetzt am Ende. Obwohl ich diese Strecke ja bereits einmal gegangen war, hatte ich die Strecken-Details nicht mehr im Kopf und es kam mir ewig vor.
 
Schliesslich erreichten wir um 18.45 Uhr die Mischabelhütte; also nach insgesamt 16 Std. … (WoPo1961 und roger_h waren im Vergleich mit 12 Std. ultraschnell, aber wohl auch NUR dank dem drohenden Gewitter … ;-))
 
In weiser Voraussicht hatte ich bereits einige Tage zuvor ein Bett reserviert. Das Nachtessen war bereits in vollem Gange, als ich schliesslich im Aufenthaltsraum eintraf. Zu meiner Überraschung waren auch M. + R. da, welche sich ebenfalls dazu entschlossen hatten, in der Hütte zu bleiben.
 
Trotz des leckeren Nachtessens (Teigwaren, div. Gemüse & Fleischvogel) brachte ich keinen Bissen runter, ich war zu erschöpft. Die Suppe und ein halber Liter Cola musste erst mal genügen. Die Hütte war sehr gut besucht, aber ich hatte ja meinen reservierten Schlafplatz. Und meine zwei Gspändli fanden ebenfalls noch Platz.
 
Frühstück um 7 Uhr? Tönt saumässig gut …
 
Abstieg:
 
Um ca. 2.45 Uhr ging der erwartete Lärm los – leider hielt er bis ca. 4 Uhr an, als die 2. Schicht aufstand. Trotz grosser Müdigkeit war es eine eher schlaflose Nacht. Egal, ein gutes Gefühl, erst um 6.30 Uhr aufstehen zu müssen …
 
Ein weiterer Prachtstag kündigte sich an; ein fantastischer Sonnenaufgang über dem Alphubel, Dom, Lenzspitze & Co.
 
Nach dem gemütlichen Frühstück in Anwesenheit von lediglich vier weiteren Personen verabschiedeten wir uns vom aufgestellten Frauen-Power-Team, welches hervorragend organisiert ist und immer ein Lachen im Gesicht trägt. Weiter so!
 
Die Erschöpfung vom Vorabend war verschwunden, neue Energie war vorhanden. Den mir bereits bekannten Klettersteig-ähnlichen Weg hinunter und auf dem Wanderweg weiter bis zum Abzweiger, welcher u.a. den Weg hinüber bzw. hinauf zur Hannig-Bahn führt.
Ich fühlte mich heute jedoch wieder fit genug und gemeinsam nahmen wir noch den restlichen Abstieg nach Saas-Fee hinunter unter die Füsse, wo wir um ca. 11.50 Uhr eintrafen.
 
Nach dem Besuch einer Bäckerei und dem Verzehren der Leckereien auf dem sonnigen Dorfplatz machten wir uns auf zum Busterminal. Die Busfahrt nach Visp und anschliessende Zugfahrt in Richtung Zürich verging wie im Flug.
 
M., R. & R.: hat grossen Spass gemacht, mit Euch unterwegs zu sein!
 
Fazit:
eine Traum-Hochtour mit allen Höhen und Tiefen; im wahrsten Sinne des Wortes. Im Nachhinein weiss ich nicht mehr, wie ich die ganze Tour geschafft habe, obwohl der Tank bereits auf dem Dirruhorn ziemlich leer war …

Es war also nicht einfach eine Genusstour, sondern eine Tour, welche auch mit viel Leiden verbunden war. Die phänomenale Landschaft hat jedoch mehr als entschädigt.
 
Ein ganz dickes Lob und Dankeschön gebührt dem Aspiranten (Julian), der die notwendige Geduld aufgebracht hatte und mich mit Ruhe und (zumindest äusserlichen) Gelassenheit über den Nadelgrat geführt hat. Er hat nie (Zeit-)Druck aufgesetzt. Erst bei der Hütte hatte er mir erzählt, dass er eigentlich damit gerechnet hätte, einen Helikopter organisieren zu müssen … (DAS wäre mir dann sehr peinlich gewesen …).

Mit der Erfüllung dieser Wunsch-Traum-Tour ist (grundsätzlich) gleichzeitig auch mein 4000er-Durst gestillt. 42 von 48 CH-4000er ist eine schöne, reiche Ausbeute. Ich hatte ja auch nie den Anspruch, alle 48 besteigen zu "müssen" (hatte ich, glaube ich, schon mehrfach erwähnt ...).
Hätte das Wetter jedes Mal gepasst, wenn wir eine 4000er-Tour geplant hatten, wäre dieses Kapitel sowieso längst Geschichte. Hätte / wenn ... - aber die Natur gibt eben den Takt  vor ...
Trotzdem; wie heisst es doch? Sag niemals nie; man weiss ja schliesslich nie, welche Gelegenheiten sich künftig noch bieten werden ...

Eigentlich war diesen Sommer einiges geplant; aufgrund des Wetters konnte leider fast nichts realisiert werden. Aber die letzten beiden Touren (Balmhorn & Nadelgrat) entschädigten für die nicht realisierten Touren vollauf.

Bemerkungen:
Selbstüberschätzung? Unverantwortlich? Solche Fragen darf und soll man stellen. Aber ich kann beides verneinen: ich war mir alle Details zu dieser Tour bewusst, sowohl was die Länge als auch die Schwierigkeiten betrifft. Was sicher nicht ganz gepasst hatte, war die Tagesform.

Der Abstieg vom Galenjoch bzw. Dirruhorn war für mich kein Thema. Ich wusste, der Grat ist lang und auf dem Dirruhorn ist noch nichts geschafft. Trotz der frühen Müdigkeit war ich mir aber sicher, dass es zu schaffen war (nicht im Sinne von "mit dem Kopf durch die Wand"). Allerdings in meinem Tempo; keine Chance den anderen zu folgen (und die 1. Seilschaft war ja letztlich auch «nur» 1 Std. früher auf der Hütte …). Der Gedanke an einen Helikopter kam mir jedenfalls zu keinem Zeitpunkt auf; hatte gar nie über diese "Möglichkeit" nachgedacht.

16 Std. sind sicher sehr lange. Und schon klar, dass andere diese Tour "locker" in 9-11 Std. bewältigen. Ich wusste aber schon lange vorher, dass ich nicht in diese Kategorie gehöre ...
 
Technisch schwierig war’s nirgends – mal abgesehen von der doch sehr kniffligen Riss-Kletterei (IV?), welcher der Aspirant als Ausweich-Manöver vor der Abseil-Stelle eingebaut hatte, um einer anderen 2er-Seilschaft auszuweichen.

Kopfschmerzen oder andere Höhen-Probleme hatte ich zu keinem Zeitpunkt.

Zeiten / Hm:
- Grächen - Bordierhütte: 4 Std., 1300m auf / 70m ab
- Bordierhütte - Nadelgrat - Mischabelhütte: 16 Std., 1850m auf / 1400m ab
- Mischabelhütte - Saas-Fee: 3 1/2 Std., 1540m ab

Hike partners: Linard03


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Comments (18)


Post a comment

Baldy und Conny says: herzliche Gratulation
Sent 23 September 2021, 08h36
zu dieser super Tour und ans durch kämpfen

Gruess Angelo und Conny

Linard03 says: RE:herzliche Gratulation
Sent 23 September 2021, 17h52
Danke Euch!
Gruess zrugg, Richard

Sarmiento says: Die Zeit...
Sent 23 September 2021, 09h19
... ist am Nadelgrat ein entscheidender Faktor - das haben auch wir *vor 2 Jahren ziemlich deutlich erlebt. Und generell sieht man es ja auch an vielen Berichten hier bei hikr (auch an dem von WoPo), dass der Nadelgrat keinesfalls unterschätzt werden sollte. Gut, dass du dran geblieben bist und es durchgezogen hast, und den Heli nichtmal in Erwägung gezogen hast! :-)

In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch zum Nadelgrat!

Grüße, Bernhard

Linard03 says: RE:Die Zeit...
Sent 23 September 2021, 17h56
Danke Dir!

ja, Deinen Bericht hatte ich natürlich schon lange vor meiner Tour gelesen ... Wobei ihr ja dann zurück zur Bordierhütte gegangen seid, was vermutlich die eher unüblichere Variante ist.
So oder so, die Tour ist und bleibt lang ...

Gruss,
Richard

MunggaLoch says: Gratulation...
Sent 23 September 2021, 10h55
...von meiner Seite.
Super Tour und ehrlich beschrieben!
Gruass, Martin

Linard03 says: RE:Gratulation...
Sent 23 September 2021, 18h01
Merci ...
ja, ehrlich beschreiben war bei mir schon immer wichtig. Und weshalb sollte ich auch etwas verschweigen oder schöner darstellen, als es effektiv war? Ich möchte (Berg-) Geschichten erzählen, jedoch keine Märchen ...

Gruass zrugg, Richard

WoPo1961 says:
Sent 23 September 2021, 11h26
Gratuliere, Richard... aber erstmal zu DIESEM tollen Bericht. Hab schon lange nicht mehr einen SOO kurzweiligen, spannenden und persönlichen Text gelesen. Merci vielmal dafür!!
Soh... und nu gibt`s natürlich auch noch explizit ein fetten Glückwunsch zum Erreichen deiner Traumtour!! DAS hast du dir hart erkämpft und erarbeitet. Hut ab für`s Durchhalten.
Und NEIN!!, DAS war es noch nicht mit den 4000er. Denn du weißt ja noch gar nicht, wie es in den kommenden Jahren ausschaut. Vielleicht reizt dich dann doch noch der ein oder andere Gipfel in jener Kategorie. Und ausserdem steht ja irgendwann noch eine gemeinsame Tour mit Roger und meinereiner an... war zumindest mal die Rede von?!
Egal wie, Grüße gibt`s nun auf jeden Fall vom ollen WoPo aus Flachlandhausen

Linard03 says: RE:
Sent 23 September 2021, 18h20
Lieber WoPo,

das ist jetzt aber schon etwas viel der Lobhudelei ... - aber Danke jedenfalls!
Und gewiss, die Tour habe ich mir hart erkämpft. Es war (einmal mehr) eine Willensleistung.
Es freut mich jedenfalls zu lesen, dass der Bericht spannend war; Du hast ja zu dieser Tour sowieso eine ganz spezielle Beziehung und kannst vermutlich gewisse Dinge noch etwas besser nachvollziehen als andere.

Stimmt, eine gemeinsame Tour steht immer noch aus; die ist definitiv noch nicht vom Tisch ... Aaaalso, mal sehen, was die kommenden Jahre im bereits fortgeschrittenen Alter noch bringen werden.

Beste Grüsse aus dem anderen Flachland, Richard

maenzgi says: Gratuliere dir...
Sent 23 September 2021, 12h58
zu dieser wunderschönen Tour. Zudem mag ich deinen ehrlichen Bericht.

Lieber Gruss Manu

Linard03 says: RE:Gratuliere dir...
Sent 23 September 2021, 18h23
Danke Manu,

ehrliche Berichte sind mein Stil, was hätte ich denn von beschönigten oder erfundenen Berichten? Ich erzähle, wie's war - und das tönt halt nicht immer heldenhaft ...

Beste Grüsse, Richard

roger_h says:
Sent 24 September 2021, 07h44
Hoi Richard, ganz herzliche Gratulation zum Nadelgrat, eine wahrhaft tolle Tour! Deine Bilder vom Weisshorn sind erste Sahne, mein Lieblingsberg!
Ja, diese Tour muss man sich wahrlich verdienen. Umso mehr kannst du stolz auf deine Durchhaltefähigkeit sein.
Bei WoPos nächstem Schweiz-Aufenthalt müssen wir wirklich einmal eine gemeinsame Tour planen, gerne auch eine Geniessertour. Auch an mir nagt der Zahn der Zeit :-)
Liebe Grüsse
Roger

Linard03 says: RE:
Sent 24 September 2021, 19h11
Lieber Roger, vielen Dank für Deine Rückmeldung.
Ja, das Weisshorn mag ich auch; deshalb gab's zum Bericht mehr als 1 Foto ... ;-)
Genau, wir sollten da mal die Planung an die Hand nehmen, damit das mit unserer gemeinsamen Tour noch etwas wird, bevor wir in den Ruhestand gehen ... ;-)
Und selbstverständlich bin ich auch bei einer "Geniessertour" dabei ...
Liebe Grüsse,
Richard

Stefan_F says:
Sent 24 September 2021, 08h09
Hallo Richard,

auch von mir bekommst du natürlich Glückwünsche zur Tour! Ich hoffe die eindrücklichen Impressionen bleiben dir lange erhaerhalten!
Gratulation aber auch an die BF! Daran denken Wenige nach einer Tour die so verläuft. So angezipft wie du warst musste er ja alle Eventualitäten von dir fern halten, motivieren und die Tour zu Ende bringen.
Aus Sicht der BF muss ich sagen, dass ich seltenst gesehen habe, dass BF ein zu hohes Tempo geht. Sie gehen ein Tempo das der Tour gerecht wird.

Dieser Bericht liest sich wunderbar und bringt die Tour sehr gut rüber! Das liest man gern. Er sollte, wie einige andere auch, eine Warnung sein. So grenzwertig darf es nicht ablaufen. Zum Glück ging das gut aus und sich einen Traum zu verwirklichen ist etwas GROSSES im Leben! Meinen herzlichen Glückwunsch dazu!

Beste Grüße
Stefan

Linard03 says: RE:
Sent 24 September 2021, 19h24
Danke Stefan!

da bin ich sicher; die Impressionen reichen für ein ganzes Leben ...

Ja, die BF's haben's nicht leicht ... ;-) Aber ist ja schliesslich ihr Beruf. In heiklen Situationen Ruhe bewahren, motivieren, sich kümmern, bei unvorhergesehenen Situationen Alternativen abwägen. Ganz klar nicht jedermann's Sache! Es gäbe wohl viel mehr fähige Bergführer, welche Kletter-, Ski- und anderweitig profimässig unterwegs sind. Denen jedoch diese eine Sozialkompetenz entweder fehlt oder sich damit nicht abgeben möchten.

Jedenfalls schön, wenn Dir der Bericht gefallen hat.
"Grenzwertig" würde ich das Unternehmen jedoch nicht bezeichnen. Für mich ist etwas grenzwertig, wenn unnötige oder kaum kalkulierbare Risiken eingegangen werden und es dann doch noch gut ausgeht. Aber das ist jetzt wohl Interpretationssache ...

Beste Grüsse,
Richard

boerscht says:
Sent 26 September 2021, 11h20
Hi Richard,

Gratulation noch zum Nadelgrat! Wirklich eine Traumtour und gut durchgebissen.
Hatte die Tour anfangs September auch noch vor, leider haben die Verhältnisse nach dem Schneefall nicht mehr hingehauen und es hat nur fürs Nadelhorn gereicht. Aber der Bericht bestärkt mich darin die Tour auf jeden fall noch nachzuholen, vielleicht sogar wia auch in deinem Fall besser wenn das Nadelhorn vorher schon mal dran war :)

Gruß Adrian

Linard03 says: RE:
Sent 26 September 2021, 19h31
Hi Adrian,

Danke Dir!
Ja, die Verhältnisse können am Nadelgrat schnell ändern. Und machen eine Planung mitunter schwierig: zu früh in der Saison, jetzt zu spät, zu viel Schnee, bereits ausgeapert - davon könnte ich einige Geschichten erzählen ...

Aber für Dich sollte ja der Nadelgrat keine grossen Herausforderungen darstellen; Du bist jung & fit, hast ja auch schon einiges gemacht.
Natürlich habe ich Deine Nadelhorn-Fotos bereits auf Insta gesehen ... ;-)

Gruss, Richard

Nyn says:
Sent 30 September 2021, 21h25
HGLW zum Nadelgrat!
Schön, dass es geklappt hat
Meine Erinnerungen an die eigene T(ort)our wurden sehr lebhaft aufgefrischt.

VG, Nyn

Linard03 says: RE:
Sent 1 October 2021, 00h03
Danke!
war 1984 wohl ebenfalls ein spezielles Erlebnis, mit anderen Vorzeichen in einer anderen Zeit ...

VG, Richard


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