Feldberg 1493 m - Rundtour aus dem Zastler-Tal


Published by alpstein Pro , 7 September 2019, 17h35.

Region: World » Germany » Südwestliche Mittelgebirge » Schwarzwald
Date of the hike: 7 September 2019
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: D 
Height gain: 800 m 2624 ft.
Height loss: 800 m 2624 ft.
Access to start point:über B 33neu - A81 bis Ausfahrt Geisingen - B31 bis Kirchzarten - Oberried - Zastler - PP Herderhäusle
Maps:Kompass Feldberg-Todtnau

Nach der 5*-Tour auf die Schesaplana am Dienstag war mein Wanderhunger zum Wochenende noch nicht besonders stark ausgeprägt. Die Wetterprognosen waren ja auch eher suboptimal. Wenn das Esther aber nicht von einer Wanderung abhält, wollte ich auch nicht kneifen. Da für den Vormittag noch kein Regen gemeldet wurde, fiel unsere Wahl wieder einmal auf den Feldberg (1493 m). Letzte Wissenslücken im dortigen Wandernetz galt es noch zu schließen. Mit etwas Spür- und Orientierungssinn in der Botanik ist uns dies auch gelungen.

Start war am PP Herderhäusle (755 m) im hintersten Zastler-Tal. Mit dem Rauschen des Wildbachs als Begleiter kamen wir nach kurzer Wegstrecke zu den Eislöchern. Ein schöner Bergpfad führt dem Zastler-Bach entlang weiter nach oben. Wo er nochmals auf die Hüttenzufahrt trifft, verließen wir das markierte Wandernetz nach rechts zur Klus und tauchten auf der westlichen Talseite in die Botanik ein. Trotz des hohen Bewuchses war der Pfad zunächst aber noch gut ersichtlich und mir auch vom letzten Jahr schon bekannt.

Ein Forstweg folgte, den man jedoch bald über eine alte, kartierte Route (Pfeil auf Karte von Foto 2) abkürzen kann. Den oberen Einstieg habe ich letztes Jahr verpasst, von unten her ist er aber einfach zu finden und mit einem Pfeil markiert. Was zunächst einfach aussah, wurde zunehmends von der Wegfindung schwieriger, weil der Pfad anscheinend nicht mehr häufig begangen wird. Mannshohes Gras und teilweise auch Stauden erforderten etwas Gespür und mit viel Glück erreichten wir schließlich auch wieder den Ausgang auf einem Holzabfuhrweg. Zwei Kurven später standen wir am Hüttenwasen (1230 m).

Mit einem kurzen Abstieg erreichten wir die Hüttenwasenhütte, von wo es über das Kammeck zum Immisberg aufwärts geht. Dabei bieten sich schöne Ausblicke runter in das St.-Wilhelmer-Tal. Die Baumruinen, welche der Orkan Lothar hinterlassen hat, sahen bizarr aus. Über Weide- und Heideflächen erreichen wir schließlich bei düsteren Verhältnissen den Feldberg, nachdem es zuvor zwischendurch auch mal sonnig war. Herbstliche Verhältnisse kann man auf dem Feldberg auch in den warmen Jahreszeiten antreffen. Wir haben den Gipfel schon bei wesentlich ungemütlicheren Verhältnissen erlebt. So lag sogar eine Brotzeit drin. Zu sehen gab es während dessen nicht allzu viel.

Es folgte die obligatorische Einkehr in der St.-Wilhelmer-Hütte. Über den oberen Bergpfad stiegen wir dann zur Zastler Hütte und von dort in das Zastler Tal hinab. Im Gegensatz zur regnerischen Abfahrt am Bodensee am Morgen, fand die Wanderung bei trockenen, ja fast idealen Wanderverhältnissen statt.

Fazit: Fast 5 Stunden an der frischen Luft und einige neue oder wenig bekannte Wegabschnitte haben wir heute absolviert. Vom Gipfel und um die Sankt-Wilhelmer-Hütte abgesehen, sind uns lange Zeit keine und insgesamt nur sehr wenige Wanderer begegnet. Der längere Aufstieg aus dem Zastler-Tal schreckt doch manche ab.

Hike partners: alpstein, Esther58


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Comments (2)


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Sent 8 September 2019, 04h34
Hallo Hanspeter.

Eine sehr schöne Touren-Idee! Sie kommt direkt auf meine Merkliste. Diese Eislöcher machen mich ja neugierig ...
Wir sind mal vom Rinken aus hoch, also auch nordseitig. Erstaunlich (und angenehm) wenig Leute auf dieser Seite, und viele schöne felsige Wurzelpfade. Was für ein Unterschied zum asphalierten Hochbetrieb auf Gipfel und Seebuck.
Am beeindruckendsten fand ich (ebenfalls) die Lawinenrinne und Wechten-Reste (im Frühsommer!) am Zastler Loch.

Grüße aus Offenburg,
Frank

alpstein Pro says: RE:
Sent 8 September 2019, 08h38
Hallo Frank,

die Nord- und Westflanke vom Feldberg bietet auf jeden Fall die schöneren Aufstiegsvarianten. Mit dem Start im St-Wilhelmer- oder Zastler Tal kommen auch einige Höhenmeter zusammen. Mit Ausnahme einer Vierergruppe ist uns erst kurz vor dem Gipfel eine Schweizer Wanderkarawane begegnet.
Für Schneeschuhtouren ist das Gelände am Feldberg auch ideal.

Grüße vom regnerischen Bodensee
Hanspeter



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