Jägerkamp (1746 m), Benzingspitz (1732 m), Taubenstein (1693 m) & Rauhkopf
Schon vor einiger Zeit plante ich die Runde Jägerkamp-Benzingspitz-Rauhkopf-Taubenstein. Da ein ausgezeichnetes Bergwetter vorhergesagt wurde, machte ich mich auf den Weg in die Bayrischen Voralpen. Mal wieder nutzte ich Zug&Bus und erreichte nach über 4 Stunden den Spitzingsattel gegen 10.40 Uhr.
Am Spitzingsattel angekommen, folgt man dem beschilderten Bergweg Richtung Jägerkamp, der mit zwei Stunden Gehzeit veranschlagt ist. Anfangs schlängelt sich der Pfad einen freien Hang hinauf, ehe er nach etwa 400 m im Wald verschwindet. Durch das schlechte Wetter in den letzten Tagen war der steinige Weg hier sehr matschig und rutschig. Nach gut 15 Minuten verlässt man den Wald und steigt unschwierig über freies Almengelände zur Schönfeldhütte, welche nach insgesamt 45 Minuten Gehzeit vom Spitzingsattel erreicht wird. Nun geht es links an der Hütte vorbei und über ein Gatter weiter Richtung Jägerkamp. Etwas abseits des Bergwegs hausen sogar einige Murmeltiere. Man folgt dem Pfad weiter und wandert an den Oberen Schönfeldalmen vorbei. Nun wird es etwas steiler und man trifft nach 20 Minuten auf einen weiteren Wanderweg. Eine Viertelstunde später ist der 1746 m hohe Jägerkamp bereits gemeistert. Der Schlussanstieg ist zwar minimal schrofig, aber letztendlich problemlos zu begehen. Um dem gegenüberliegenden Benzingspitz auch noch mitzunehmen, steigt man zunächst auf dem Anstiegsweg zurück, bis in einer Senke links einige Pfadspuren erscheinen. Diesen folgt man und erreicht bereits nach wenigen Augenblicken durch eine Latschengasse das Gipfelkreuz. Der Ausblick von hier ist wegen den hohen Latschen leider eingeschränkt. Dafür beeindruckt die nahe Aiplspitz mit ihrer Nordwand sehr. Das nächste Ziel ist das Tanzeck (1703 m) - zunächst folgt man schwachen Spuren, welche vom Gipfelkreuz nach Süden ziehen und erreicht nach einigen, anstrengenden Minuten durch sehr enge Latschengassen wieder freies, leicht schrofiges Gelände und steigt problemlos zum offiziellen Weg ab. An der nächsten Weggabelung hält man sich links (Beschilderungen zum Aipslpitz folgen). Der felsige Gipfel ist mit tibetischen Gebetsfahnen geschmückt. Vom Tanzeck kann man bereits zum nächsten Gipfel, dem 1691 m hohen Rauhkopf hinüberblicken. Man steigt zunächst wieder auf den markierten Wanderweg ab und erreicht nach 125 Abstiegshöhenmetern den Rauhkopfsattel auf 1551 m. Nach flotten 10 Minuten ist auch das Gipfelkreuz des Rauhkopfs erreicht. Die letzten Meter sind hier ein wenig ausgesetzt. Anschließend folgt der steile Abstieg auf beschildertem Bergweg hinunter zum Taubensteinsattel. Vorbei an der Bergstation der Taubensteinbahn steigt man Richtung Taubenstein auf. Auf diesen führen mehrere Kletterrouten hoch, von hinten ist er aber auch für den normalen Bergwanderer schnell erreichbar. Im oberen Teil ist ein Drahtseil zur Hilfe angebracht; der Fels ist dort leider sehr abgespeckt. Verzichtet man hier auf das Drahtseil ist der Aufstieg T3+ mit leichten Kletterstellen (I). Nach einer längeren Pause steig ich über eine andere Rinne (T3+, I, Einstieg nahe des Gipfelkreuzes) ab. Nun ging es zurück zur Bergstation und weiter zum Taubensteinsattel. Der 4 km lange Abstieg verliert rund 650 Höhenmter und ist kinderleicht. Vorbei an der Schwarzenkopfhüttte wandernd, erreicht man nach recht steilem Finale die Talstation der Taubensteinbahn etwa 50-60 Minuten später. Dort besteht die Möglichkeit, mit dem Bus ins Tal zu fahren oder noch einen kurzen Spaziergang am See zu tätigen und von der RVO-Bushaltestelle bei der Kirche in Spitzingsee nach Neuhaus (bzw. Schliersee) zurückzufahren. Ich entschied mich für letztere Variante und kam 4,5 h nach meiner Ankunft am Sattel in Spitzingsee an. Anschließend ging's mit Bus und Zug wieder zurück.





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