Lavin - Lais da Macun - Munt Baselgia - Zernez


Publiziert von Fjaellfe , 17. Oktober 2010 um 16:59.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Unterengadin
Tour Datum:16 Oktober 2010
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   Macun-Nuna-Gruppe 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1533 m
Abstieg: 1474 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit Auto oder Bahn (Bahnhof Lavin)
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Auto oder Bahn
Unterkunftmöglichkeiten:Hotels in Lavin und Zernez

Um 8 Uhr starteten CC, SC und Ich in Lavin. Ein angenehmer Waldweg führte uns durch die Arven- und Lärchenwälder, welche trotz des bedeckten Himmels durch die gelborange-leuchtenden Lärchen für eine wunderschöne Herbststimmung sorgten. Gefrorene Rinnsale und mit Rauhreif überzogene Vegetation erinnerte uns daran, dass diese Tour wohl die letzte in diesem Jahr sein würde ohne Schneeschuhe...

Nach einer kurzen Pause bei der Alp Zeznina-Hütte nahmen wir den Aufstieg zu den Macun-Seen in Angriff. Ein Pfad mit angenehmer Steigung führt zwischen den Silikatschutthalden des Chavagliet und Piz Macun durch. An einem kleinen unbekannten See sehen wir eine Militärhütte. Wir betreten den Nationalpark Macun, dass heisst für uns - kein botanisieren mehr abseits des Weges. Als wir die Seenplatte erreichen, setzt leichter Schneefall ein und eine eisige Bise weht. Dick eingepackt können wir unser Mittagessen mit Mungg-Salsiz und Alpkäse trotzdem geniessen. Das winterliche Wetter macht die karge Landschaft nur noch schöner, man fühlt sich wie am Ende der Welt!
Eine kleine Herde von Gämsen schaut uns von weitem beim Mittagessen und fotografieren zu.

Über vereiste Schneefelder, gut zu bewältigende Geröllfelder und aufgrund des gefrorenen Schnees und gleichzeitiger Steilheit etwas mühsamere Schutthalden gelangen wir zur Fuorcletta da Barcli und ein paar Höhenmeter und grosse Steinblöcke weiter zum Munt Baselgia. Die Aussicht ist wegen des Schneegestöbers gleich null - uns gefällts trotzdem! Man will ja vom Gipfel nicht gleich wieder an die Zivilisation erinnert werden (eigentlich sähe man direkt auf Zernez runter). Tatsächlich kommt kurz nach uns ein junges Pärchen von der Zernezer Seite auf den Gipfel. Es wird gemeinsam fotografiert (CC hat gefallen am gut gebauten Steinmännchen gefunden), ins Gipfelbuch eingetragen und Schockolade geteilt.

Gemeinsam mit dem Pärchen machen wir uns an den Abstieg in Richtung Zernez - wie es uns ähnlich sieht nicht entlang dem Weg (den haben wir verpasst), sondern traversierend durch steile Schutthalden, wo wir dann wieder auf den offiziellen und sehr angehnehm zu begehenden Weg treffen. Vorbei an den Lawinenverbauungen gelangen wir botanisierend zur Hütte (Name unbekannt) wo wir auf Kaffee, Tee und Iva-Likör eingeladen werden. Leider müssen wir uns bald wieder aufmachen, um nicht bei Dunkelheit nach Zernez zu gelangen. Über Abkürzungen (nicht alle offiziell) gelangen wir nach Zernez wo wir auf die gelungene Tour anstossen! Viva!

Die Strecke war durchwegs gut ausgeschildert und trotz gefrorenem Schnee und neuem Schnee von oben war die Strecke gut machbar (wobei auf der vereisten Schutthalde unterhalb der Fuorcletta da Barcli doch der Gedanke an Steigeisen aufkam).

Tourengänger: Fjaellfe


Galerie


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Kommentare (3)


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Mel hat gesagt:
Gesendet am 17. Oktober 2010 um 17:08
witzig, wir haben die selbe tour in umgekehrter reihenfolge letzten mittwoch gemacht (bericht folgt in den nächsten tagen...). war wohl noch etwas wärmer als bei euch :-)

Fjaellfe hat gesagt: RE:
Gesendet am 17. Oktober 2010 um 17:45
ja, wir dachten, das ist wohl die letzte Möglichkeit dieses Wochenende! hat sich auf jeden fall gelohnt... übrigens, deine Fotos sind toll!
Gruss

Mel hat gesagt: RE:
Gesendet am 18. Oktober 2010 um 20:26
vielen dank :-)

so, nun ist mein bericht auch online: http://www.hikr.org/tour/post29283.html

liebe grüsse & einen schönen abend noch!
mel


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