Ammergauer Berge am Abend


Published by Winterbaer Pro , 5 August 2015, 00h16.

Region: World » Germany » Alpen » Ammergauer Alpen
Date of the hike: 2 August 2015
Waypoints:
Geo-Tags: D   A 
Height gain: 980 m 3214 ft.
Height loss: 980 m 3214 ft.
Route:15,7 km
Access to start point:Hotel Ammerwald, kostenlose Parkbuchten an der Straße
Accommodation:Hotel Ammerwald
Maps:BY 6 Ammergebirge West Hochplatte, Kreuzspitze 1:25000 Landesamt f. Vermessung und Geoinformation Bayern / DAV

Wieder mal Wochenende und es regnet. Keine Lust, auf einem Berg ohne Sicht zu frieren. Aber raus wollen wir doch und uns ein bisschen bewegen. Eine Idee: wir könnten ja am Berg Schwammerl suchen, da ist das Wetter egal. Letztes Jahr um diese Zeit haben wir „da oben“ schon ganz viele Steinpilze gefunden.

 

Also erst spät am Morgen, ganz langsam rausgefahren in die Berge. Langsam im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist unendlich viel Verkehr und der Abschuss unserer sonntäglichen Geduldsübung ist dann ein fetter Van aus nördlicheren Gefilden, der teilweise mit 35 km/h und einer langen Schlange hinter sich durch den Ammerwald schleicht. Überholen kann man hier bei den vielen Motorradausflüglern nicht.

 

Im Aufstieg zur Jägerhütte über den Schützensteig wird der Himmel immer heller und es regnet auch nicht mehr. Die Gräser und Blumen sind aber noch über und über mit Wassertröpfchen bedeckt. Gegen Abend soll es immer besser werden und nachts, so sagte der Wetterbericht, soll es sogar wolkenlos sein.

 

Große Überraschung dann am Schützensteig: die fleißigen „Ösis“ haben zwei neue wunderschöne Brücken gebaut. Eine am Wasserfall und die andere ein Stück weiter oben, wo der Weg schon länger weggerissen war. Außerdem haben sie die wild herumliegenden Baumleichen vom letzten Sturm beseitigt. Die Mountainbiker und Skitourengänger im Winter werden sich besonders freuen. Gut gemacht, vielen Dank!!!!
 

An der Jägerhütte essen wir erst mal „zu Mittag“. Erst gegen 15°° machen wir uns auf zum Schwammerlsuchen. Es gibt aber noch kaum welche, das haben wir nun auch schon von den Älplern gehört. Es war wohl auch hier oben zu trocken und zu heiß. Auch egal, wir könnten ja vielleicht mal wieder auf den Hohen Straußberg steigen...?

 

Gesagt getan. Querfeldein durch Wald und Wiesen keuchen wir schließlich die steilen Wiesen auf der Südseite zum Gipfelkreuz hoch. Hier kommt jetzt auch noch die Sonne zwischen den Restwolken hervor und es wird auch zu dieser späten Stunde im grasigen Aufstieg noch ganz schön heiß. Nach ziemlich heftiger Plagerei gelangen wir schließlich, ohne eine Menschenseele getroffen zu haben, am Gipfelkreuz an.

Das Wetter und die Sicht werden immer besser und wir genießen die wunderschöne Aussicht auf diesem schönen Berg im Abendlicht in völliger Einsamkeit. Das wäre mal ein schöner Gipfel für einen Sonnenuntergang! Aber wir können nicht zu lange bleiben, weil wir für unsere weglose Querung unten unbedingt noch etwas Helligkeit brauchen. Für den Abstieg im Dunkeln müssen andere Berge herhalten:-)

 

Im schönsten Licht der schon tief stehenden Sonne machen wir uns nach ausgiebiger Gipfelrast wieder an den Abstieg über den steilen Südhang mit dem hohen Gras und den darunter verborgenen Löchern und Steinen. Ein richtiger Knieschinder wieder mal. Am Ende gelangen wir aber zum Glück wieder gut am Weg an und im Schein der Stirnlampe steigen wir ab zur Jägerhütte. Obwohl es schon reichlich spät ist, bekommen wir bei den netten Wirtsleuten sogar noch ein Weißbier für die Knie und bei inzwischen abgekühlten 9°C genießen wir draußen noch den klaren Sternenhimmel. Als wir aufbrechen, um über den Schützensteig wieder zum Ammerwaldhotel abzusteigen, erscheint auch der noch ziemlich helle, nicht mehr ganz volle Mond neben dem Geierkopf-Ostgipfel. Eine schöne Stimmung und man könnte fast ohne Stirnlampe gehen, aber dann sieht man die Kollegen nicht, die es sich wieder mal auf dem Weg gemütlich gemacht haben. Wir treffen auf einige schöne Kröten und Alpensalamander.

 

Im Dunkeln stehen dann am Schützensteig plötzlich noch zwei der Steinböcke, die wir eigentlich am Hohen Straußberg vermutet hatten, vor uns auf dem Weg. Wir erkennen ihre Umrisse, die leuchtenden Augen und die Hörner, aber für ein Foto ist es zu dunkel, bzw. sie sind zu weit weg. Sie rumpeln schließlich ängstlich über den Abhang davon. Wenn sie doch nur wüssten, dass sie vor uns keine Angst zu haben brauchen!

 

Um 0.20 Uhr, zu bester Bergwanderzeit, sind wir wieder am Parkplatz. Gut ausgenutzt den „halben Sonntag“ und mit abends doch noch allerschönstem Wetter. Was will man mehr? Wir sind dankbar und zufrieden.

 

Anmerkung zu dieser Tour:

Der weglose An- und Abstieg vom Hohen Straußberg über die Südseite verlangt gute Geländekenntnis, GPS/Kompass und eine genaue und richtige Karte! Nach dem grasigen Abschnitt im oberen Bereich mündet der Hang nämlich in einige unüberwindliche Felswandeln. Man kann nicht so einfach und direkt vom Gipfel unten auf den Weg absteigen, der aus der Bleckenau zur Jägerhütte hoch führt!

Außerdem muss man die richtige Schneise erwischen, über die man schließlich auf den Weg Ochsenängerle-Niederstraußbergsattel kommt. Auch unten in der weiten Mulde der Erzgruben kann man sich ohne GPS wunderbar verlaufen und den Ausgang aus dem weiten Gebiet muss man schon ungefähr wissen, sonst kann es sehr lange dauern, bis man dort wieder herausfindet!:-)

 

 

Weekend e piove. Non abbiamo gran voglia di andare su una montagna senza vista e con freddo. Ma vogliamo uscire e muoverci un po'. Ci viene un'idea: andare a cercare i funghi in montagna e il tempo non ha importanza. L'anno scorso in questo periodo abbiamo già trovato molti porcini e altri lassù.

Così in tarda mattinata, molto lentamente usciamo in montagna. Lentamente nel vero senso della parola. C`è un gran traffico terribile e la testa del nostro esercizio in pazienza di guidare in montagna in una domenica è un van grosso dal nord della Germania che guida attraverso l`Ammerwald con parzialmente 35 chilometri all'ora.


Sulla salita per la Jägerhütte sullo Schützensteig il cielo è sempre più rasserenato e ha smesso di piovere. Le erbe e fiori però sono ancora completamente ricoperti di gocce d'acqua. Verso sera il tempo sarà ancora meglio e di notte, come ha detto la previsione, sarà anche completamente sereno.

Grande sorpresa poi sullo Schützensteig: i "austriaci" hanno costruito due nuovi bellissimi ponti. Una alla cascata e l'altro un po 'più in alto, dove il sentiero è stato lavato via da qualche tempo. Hanno anche rimossi gli alberi caduti dall'ultima tempesta. Gli appassionati di mountain bike e gli scialper in inverno ne saranno particolarmente felici. Bravi, grazie a voi !!!!

Arrivati alla Jägerhütte, ci prendiamo il tempo per fare un bel pranzo. Solo verso le 15°° partiamo per cercare un po' di funghi. Ma non ci sono già molti come ci hanno detto anche i pastori della Jägerhütte. Probabilmente anche qui in alto è stato troppo secco e troppo caldo. Non importa, forse possiamo anche salire ancora una volta sull`Hoher Straußberg ...?

Detto e fatto. Procediamo senza traccia tra boschi ed erba per raggiungere i prati ripidi del lato sud verso la vetta. Qui ora spunta anche il sole dietro le nuvole e nonostante la tarda ora diventa piuttosto caldo. Dopo una fatica abbastanza violenta finalmente arriviamo alla croce di vetta senza aver incontrato neanche un`anima umana.
Il tempo e la visibilità migliorano sempre e ci godiamo la bella vista di questa cima nella luce di sera in completa solitudine. Sarebbe un bel panorama per un tramonto! Ma non possiamo restare troppo lungo in cima perché abbiamo necessariamente ancora bisogno di un pò di luminosità per la nostra traversata in basso senza sentiero.

Dopo una bella pausa in cima nella più bella luce del sole già basso, poi cominciamo di nuovo a scendere sul pendio ripido e coperto con erba alta dove non si vede i buchi e rocce nascosti. Proprio ancora una vera tortura per le ginocchia. Ma alla fine per fortuna si arriva bene sul sentiero e nella luce della frontale scendiamo alla Jägerhütte. Dai gentili padroni di casa otteniamo ancora una weiß per la discesa per le nostre ginocchia. Con 9°C al di fuori della Jägerhütte ci godiamo ancora un bellissimo cielo stellato. Quando partiamo per scendere all` Ammerwaldhotel, la luna ancora piuttosto luminosa ma non più piena, spunta accanto ai Geierköpfe. Una bella atmosfera e si potrebbe quasi caminaire senza frontali, ma poi non si vede i colleghi che nella notte sono sempre seduti sul sentiero. Incontriamo alcuni bei rospi e salamandre alpine.

Nel buio poi sullo Schützensteig all`improvviso due stambecchi, che in realtà avevamo aspettato sull`Hoher Straußberg, si trovano davanti a noi sul sentiero. Riconosciamo i loro contorni, gli occhi lucidi e le corna, ma per una foto è troppo scuro e loro si trovano troppo lontani. Infine strepitano giù per il pendio nel buio. Se solo sapessero che non hanno affatto bisogno di avere paura di noi!

Alle 0.20, ottimo tempo per escursioni in montagna, arriviamo al parcheggio. Abbiamo veramente sfruttato la nostra "mezza Domenica" con una serata con ottimo tempo. Cosa volere di più? Siamo contenti e grati.

Nota per questa gita:
la salita senza sentieri e discesa dall'Hoher Straußberg sul lato sud richiede una buona conoscenza del terreno, GPS/bussola e una cartina precisa e corretta! Dopo la sezione erbosa in cima la discesa facilmente conduce in qualche roccia insormontabile. Non si può solamente scendere dalla vetta sul sentiero che porta dal Bleckenau alla Jägerhütte!
Inoltre è necessario trovare la pista tagliata giusta, sulla quale si raggiunge il sentiero dall`Ochsenängerle al Niederstraußbersattel. Anche nella ampia pianura delle Erzgruben senza GPS e difficile trovare la direzione corretta e l'uscita dal vasto campo si deve conoscere, altrimenti si può richiedere molto tempo fino a poter uscire di là di nuovo! :-)


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Comments (9)


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Menek says:
Sent 5 August 2015, 10h40
Ennesima carrellata di belle foto... ciao Uschi.
Menek

Winterbaer Pro says: RE:
Sent 5 August 2015, 12h51
Grazie Domenico!

Ennesima mia carrellata che hai guardato:-) Sei veramente molto paziente e fedele!!!

Tanti saluti!!!
Uschi

WoPo1961 says:
Sent 5 August 2015, 16h04
Da hat die Canon Powershot ja wieder einmal tolle Fotos gemacht :-) und ihr habt wieder einmal den Tag voll ausgenutzt., bei dem Panorama und Licht kann ich es aber auch verstehen!
glG WoPo

Winterbaer Pro says: RE:
Sent 5 August 2015, 16h18
Lieber WoPo!
Die Canon, die wollte noch viel viel schönere Fotos machen. Nämlich, als die Felsen so richtig zu glühen anfingen. Ich mag ja die Abendstimmung so gern. Aber wir mussten runter, sonst hätten wir nicht mehr gesund auf den Weg zurück gefunden über all die Löcher und Baumstämme, trotz Stirnlampe. Sehr schade, denn das Licht war wunderschön. Alpenglühen 1000%.
Wir sind oft bei oder nach Mitternacht erst zurück am Auto. Der Winter kommt früh genug, man muss die schönen Tage wirklich ausnutzen. Das geht halt am besten in nachttauglichem Gelände. Zu diesem zählte unser Abstieg leider nicht:-)
Mal schauen, ob wir dieses Jahr nochmal irgendwo zum Biwakieren kommen. Das wäre schön: Sonnenunter- und -aufgang am Berg.

glG zurück!!!!!!
Uschi

Peter69 says: 3. Versuch - Fragen zur Tour
Sent 31 August 2015, 16h40
Servus Uschi,

Deine Berichte sind für mich eine Inspiration "seeligen Genußwanderns" abseits überlaufener Wege, das ich für mich seit Längerem entdeckt habe. V.a. in den auch von mir geschätzten Ammergauern.

Was mich bezüglich Hoher Straußberg Abstieg über den Südhang (grüne Schneise) interessieren würde:

Ich habe einen sehr schönen Weg entdeckt, der im Abstiegssinne vom Wiesen-Südhang links wegquert rüber und runter zum Niederstraußbergsattel. Markiert durch ein Steinmanderl an einem Baum, später durch weitere Steinmanderl und gelbe Punkte auf Felsbrocken. - Ist das der von Dir erwähnte Weg über die Erzgruben, oder nochmal ein anderer Weg?
Auch fände ich es noch besser, wenn ich statt am Niederstraußbergsattel etwas weiter unten am Ochsenängerle rauskäme.

Noch eine Frage zum Südhang-Komplettabstieg runter zur Pöllat:
Geht ihr den Weg runter im Grunde noch so, wie in Deinem GPS-Track, glaube von 2009?oder mittlerweile verändert?

Wenn ich den Südhang von oben runter schaue, sehe ich unten ziemlich deutlich eine Schneise, die lotrecht im 90-Grad Winkel auf die Forststraße zuläuft, die von der Bleckenau zur Jägerhütte zieht.
Ich meine, auf Eurem GPS-Track zu sehen, das ihr oberhalb dieser unteren Schneise im Abstiegssinne etwas rechts ausweicht und rechts dieser Schneise runter zur Pöllat geht. Sehe ich das richtig?

Vielen Dank vorab und Gruß, Peter

Winterbaer Pro says: RE:3. Versuch - Fragen zur Tour
Sent 31 August 2015, 17h50
Lieber Peter!

Danke für das:
> Deine Berichte sind für mich eine Inspiration "seeligen Genußwanderns" abseits überlaufener Wege
Freut mich sehr, wenn es ein "Genießer" annimmt, was wir so "verraten". Denn so mancher hat mich auch schon geschimpft, dass ich einsame, stille Gebiete hier ohne Hemmungen im Internet publizieren würde. Das ist aber bestimmt nicht meine Absicht! Jeder soll die Natur respektieren, so gut es geht. Das würde ich mir sehr wünschen und die Schreihälse regen mich in der Natur immer fürchterlich auf. Freut mich, wenn einer so schöne Touren richtig schätzen kann!

Also beim Südabstieg vom Hohen Straußberg haben wir bisher 3 Varianten "erkundet" oder man kann auch sagen, sind weglos über sie runtergestapft:-)
Die erste in meinem ersten weglosen Südabstiegsbericht führte in Abstiegsrichtung unten nach der Wiese eher nach rechts, so dass man auf einen mit Bändern an den Bäumen und später durch Punkte markierten Steig gelangt und ziemlich weit hinten, eher schon Richtung Bleckenau, an der Pöllat wieder rauskommt. Diesen Weg haben hier in den Beschreibungen dann noch einige andere genommen, wie mir scheint.

Unsere zweite Variante und auch die von neulich, als wir am Nachmittag dort hoch und wieder runter gegangen sind, führte weglos eher weiter nach links in Abstiegsrichtung, so dass wir irgendwie in den weitläufigen Erzgruben, möglichst ohne Felswandln wieder angelangt sind. Diesen Weg haben wir jetzt einmal im Aufstieg und zweimal im Abstieg genommen. Darauf gestoßen sind wir einst beim Schwammerlsuchen:-)

> Ist das der von Dir erwähnte Weg über die Erzgruben, oder
> nochmal ein anderer Weg?

Der Abstieg, der am Steinmandl vorbei, mit gelben Punkten markiert am Niederstraußbergsattel rauskommt, muss der alte Jägersteig sein. Den wir sind noch nicht gegangen, haben es aber auch noch vor, irgendwann. Diese Querungen im schrägen Hang über Baumstämme und Löcher sind ja schon recht anstrengend und wir sind immer noch auf der Suche nach einem besseren Weg. Vielleicht ist der markierte, von dem Du sprichst, angenehmer. Wir werden es ausprobieren. Bei unserem Versuch über die Erzgruben kommst Du schon weiter unten Richtung Ochsenängerle raus, aber ein Genuss ist er auch nicht:-)


> Wenn ich den Südhang von oben runter schaue, sehe ich
> unten ziemlich deutlich eine Schneise, die lotrecht im
> 90-Grad Winkel auf die Forststraße zuläuft, die von der
> Bleckenau zur Jägerhütte zieht.
Ja auf die Forststraße kommt man eben nicht so einfach runter, ohne an einzelnen Wandln hängen zu bleiben. Das sieht man gut auf Google Earth. Deshalb muss man entweder nach rechts, oder wie Du zum Niederstraußbergsattel, nach links abtriften.

> Ich meine, auf Eurem GPS-Track zu sehen, das ihr oberhalb dieser unteren Schneise im Abstiegssinne etwas rechts ausweicht und rechts dieser Schneise runter zur Pöllat geht. Sehe ich das richtig?

Genau richtig, siehe vorherigen Satz. Man kann nicht einfach senkrecht runter.

Vielleicht trifft man sich ja mal in der Ammergauer Pampa:-) Uns erkennst Du ganz leicht an den Gesellen hinten im Rucksack!

Viele Grüße und viele wunderschön einsame Touren!

Uschi

Peter69 says:
Sent 31 August 2015, 19h34
Liebe Uschi,

vielen Dank für Deine sehr hilfreichen Erklärungen.
Ich kann Dir den von mir erwähnten Weg nur empfehlen, denn er ist nach nur anfänglich vllt. etwas größerer Mühsamkeit doch relativ gut zu gehen, meine ich. Interessant war die Erfahrung, dass ich plötzlich vor einem Abbruch stand und mir nicht vorstellen konnte, wie es hier weitergehen soll. Ein Blick nach rechts zeigte mir ein Steinmanderl und dahinter ging - sogar sehr komfortabel - der Weg weiter. Da staunte ich nicht schlecht, wie nahe das "Bodenlose" und der sichere Grund unter den Füßen beieinander liegen können. Ein kleiner Perspektivewechsel tuts oftmals schon - auch im übertragenen Sinne, wie mir hinterher dazu einfiel...Man könnte präziser vllt. auch sagen: Durch einen leicht fehlgeleiteten Blick erscheint, das, was eigentlich gangbar ist komplett bodenlos. Umso erstaunlicher, welch geringen Impulses es bedarf, um etwas völlig unmöglich Erscheinendes als machbar zu erkennen.

Dieser von mir erwähnte Weg zweigt wohl weiter oben links ab, als die von Dir beschriebene Route zu den Erzgruben. Vielen Dank für die Aufklärung.

Ja, Euch zu treffen wäre mir eine große Ehre. Ich schätze Eure Haltung der Natur gegenüber sehr und fühle mich Euch hierin sehr ähnlich.

Ich freue mich schon auf weitere schöne Berichte von Euch.

Viele Grüße, Peter

P.S.: Vor 2 Jahren habe ich einen sehr unscheinbaren Pfad auf die Schäferblasse entdeckt, vom Roggental aus über die Untere Blasse. Von der Schäferblasse dann schließlich auf Deinen Heim-Berg, die Hochblasse und zurück wieder über das Roggental. Auch eine sehr schöne Tour. Aber wollen wir mal nicht vom Thema abweichen :-)

Winterbaer Pro says: RE:
Sent 31 August 2015, 20h22
> Ja, Euch zu treffen wäre mir eine große Ehre. Ich schätze Eure Haltung der Natur gegenüber sehr und fühle mich Euch hierin sehr ähnlich.

Das ist sehr nett! Ganz viele, die uns treffen haben nur immer den schon gewohnten Satz dabei "mei o mei, was habt`s denn ihr alles dabei. Bleibt`s ihr länger"..:-)

Manchmal sag ich dann schon: ja, wir bleiben den ganzen Sommer oder so ähnlich.
Nein, wir haben immer eine Matte dabei, zum Rumliegen und Genießen. Und wenn`s nicht ganz heiß ist und da es bei uns auch schon mal sehr spät oder sein früh sein kann am Berg (Sonnenauf- oder -untergang) auch was Warmes. Am Berg kann es nämlich auch mitten im Sommer sowas von kalt werden.

Viele Grüße, es hat mich sehr gefreut!
Uschi

Peter69 says:
Sent 31 August 2015, 20h26
achso, nur noch kurz ein Letztes zur Vermeidung von Missverständnissen und zur Ermutigung für Euch den Weg zu probieren:
Die Stelle, wo ich einen unüberwindbaren Abbruch vermutete, war überhaupt nicht ausgesetzt oder absturzgefährdet, als ich wieder auf dem Weg war. Im Gegenteil, das Gelände präsentierte sich zahm und gemütlich. Es war nur die für einen Moment fehlgeleitete Perspektive. Das war das Erstaunliche und Lehrreiche.

Im Grunde machte eine Drehung des Kopfes um 30 Grad das unmöglich Erscheinende möglich...das war der Witz an der Sache.

Jetzt aber genug der Philospophiererei


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