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Das Sonntagshorn, ein Berg mit 2 Gesichtern


Published by kardirk , 10 September 2013, 20h14.

Region: World » Germany » Alpen » Chiemgauer Alpen
Date of the hike:10 September 2013
Hiking grading: T4- - High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Mountain-bike grading: F - Easy
Waypoints:
Geo-Tags: D   A 
Time: 7:00
Height gain: 1300 m 4264 ft.
Height loss: 1300 m 4264 ft.
Route:16 km

Das Sonntagshorn, König der Chiemgauer Alpen, ein Berg mit 2 Gesichtern. Da gibts es seine liebliche Südseite, über die die meisten Bezwinger sich diesem Berg nähern. Ganz anders die Nordseite. Gut 1000m hohe steile Schrofenwände, darin eingegraben zwei steile, enge Kare, das Vordere und das Hintere Kraxenbachtal, richtig alpin gibt er sich hier. Und durch beide Kare führen auch noch zwei Steiglein hinauf, Grund genug für mich das kurze Wetterfenster heute auszunutzten und mir diesen Gesellen einmal einzuverleiben.
Start auf dem großen Parkplatz in Laubau (Pssst - tatsächlich noch ohne Gebühren). Da die ersten 3 km auf flacher Forststrasse dahingehen empfiehlt sich die MItnahme eines Radls, so gehts in kanpp 20 min. zum Eingang der Kraxenbachtäler. Hier Radldepot.
Hier beginnen die ungemein schönen kleinen Steige, die in eine so nicht zu erwartende Klamm- und Wildbachlandschaft führen, mit unzähligen kleinen Gumpen, die an heißen Tagen zu baden einladen.
Die Steige verlangen schon einiges an Trittsicherheit, ich wählte zum Aufstieg den Hinteren Kraxenbach, eine Wahl die ich nach der Tour eher gedreht hätte. Dazu später mehr.
Mal flach, mal steil windet sich der Steig das schmale Tälchen hinauf, einige kleinere Kraxelstellen sind auch dabei, nach 1,30h bin ich an der kleinen Hütte (1225m).
Hier beginnt das eigentliche Kar. Durch den ansteigenden Karboden gehts hinauf zur steilen Schuttreise, die mühselig hinaufführt zur Scharte. T3+ (rutschiger Schutt), 1,30h
Hier trifft man auf den markierten Steig, der nun über den O-Grat auf den Gipfel führt. T3+, kleinere Kraxeleien sorgen für etwas Unterhaltung. 30min.
Wundervolle Aussicht, logisch, ist ja der Höchste hier, ein Rappelvolles Gipfelbuch (huch, ohne blaue Tüte, ich bin überrascht (:-), und einige Andere, die auch das schöne Wetter noch nutzten - aber alle von Süden.
Nach 1h drängt nun doch die Wetterverschlechterung.
Abstieg über den W-Grat, an der ersten Kurve des Wanderweges darf man die kleinen roten Punkte nicht übersehen, jetzt gehts über mherer Steilstufen schon etwas zackiger zur Sache, teilweise Stecken Stifte als Hilfe. Steil gehts hinab zur Scharte. 30min., T4, teilweise I, vielleicht zwei Stellen auch schon II.
Ab der Scharte ist dann Schuss mit lustig, eine steile Rinne wartet auf Ihre Bezwingung. Markiert ist der Einstieg mit einem großen roten Kreis, weiter Punkte folgen unten, allerdings besser im Aufstieg zu finden. Gut 50hm gehts nun knackig nach unten, eine kurze Querung auf schmalen splittrigen Bändern, dann in einer paralellen Rinne weiter abwärts, hier ists schon leichter, dann eine lange Schuttreise hinab ins Mittlere Kraxenbachtal bis zur kleinen Hütte. T4+, Stellen II + I, ausgesetzt und brüchig.1h
Der Rest ist dann easy und landschaftlich wunderschön, viele Gumpen und Wasserfälle, aber es zieht sich am Ende etwas - 1h bis  zum Radldepot, von dem man dann schwupps in 15min wieder am Parkplatz ist.
Aufgrund der Kletterei würde ich die Route andersrum raten, dann hat man alle Schwierigkeiten im Aufstieg.
Fazit - ungemien schöne und ansprechende Tour, die man so gar nicht hier erwarten würde, recht alpines Ambiente, oben dann Südseitig liebliches Almengelände für Jedermann.

Hike partners: kardirk


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Comments (4)


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chrs says: bla
Sent 11 September 2013, 00h46
schade, genau die verkehrte Richtung. Die Geröllabfahrt im hint. Kraxenbachtal ist nämlich super! Außerdem war dein Abstieg nicht das vordere, sondern das mittlere Kraxenbachtal. Wird oft verwechselt. Das vordere KBT kann ich auch nur empfehlen! Da is aber nix markiert!

delirio says: RE:bla
Sent 11 September 2013, 12h49
Bist du das vordere KBT mal rauf? Selber Ausgangspunkt wie das mittlere nur weiter rechts halten?
Wie bist Du rauf? Hab dazu nur das gefunden:
- Vorderlahnerkopf — direkter Nordgrat, aus dem vorderen Kraxenbachtal (M. Zeller), III, brüchig.
- Vorderlahnerkopf-Nordflanke II: Aus dem vorderen Kraxenbach bis zu der Hochmulde, aus der der Gießbach herabschäumt.

chrs says: RE:bla
Sent 16 September 2013, 18h07
Ausgangspunkt ist fast direkt bei der Schwarzachenalm. Am anderen Ufer ein Steinmann, da geht ein Pfad auf der westl. Seite des vorderen Kraxenbachtals weiter. Zunächst oberhalb des Bachtals. Natürlich kann man auch im Bachtal raufkraxeln, ist aber leichte Kletterei. Es gibt verschiedene Möglichkeiten nach oben vom hinteren Tal, alles ist leichte Kletterei und Latschenkampf !

kardirk says: RE:bla
Sent 11 September 2013, 19h11
Habs korrigiert, Danke.

Vg
Dirk


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