Im und über dem Nebel - Speer-Nordflanke
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Gestern meinte der TV-Wetterfrosch, die Meteorologen wären nicht unglücklich darüber, dass die Nebelphase der letzten Woche vorüber sei. Denn Nebellagen machten eine Prognose oft schwierig.
Das war am 27.10 offensichtlich so: Vorausgesagt war eine Nebelobergrenze von maximal 1600 m, real lag diese jedoch stellenweise auf 2000 m.
Ich hatte beabsichtigt, den Speer einmal möglichst immer nahe am Ostgrat bleibend zu besteigen. Doch bei Sichtweiten von kaum 10 m steige ich nicht in Felsen ein, schon gar nicht in mir bisher unbekanntem Gelände. So wanderte ich bis fast am Schluss auf markierten Wegen.
Ab P. 1037 im Wengital via Rinderweid auf der Gratrippe rechts von der Hangrutschung hinauf nach Gheist (stellenweise T5-). Bei der Hütte von Gheist überraschte ich zwei Birkhühner. Ab dort folgte ich dem markierten Weg bis P. 1511 und weiter, unter dem (für mich unsichtbaren) Wannenberg durch zur Elisalp. Bis nach Bütz hinauf gibt es so viele Wege und Spuren, dass die Orientierung im Nebel gar nicht einfach ist. Ab Bütz via Schilt nach "Leiterli", wo ich eigentlich in den Grat einsteigen wollte. Noch immer im dicken Nebel, folgte ich halt weiter der markierten Spur und stieg erst bei der Geländekante auf ca. 1700 m nach rechts der Kante entlang zum Grat hinauf. Hier kam ich in die Sonne.
Die beiden letzten Gratabbrüche liessen sich unterhalb der Grathöhe einfach queren. Dann kann man bis zum Gipfelplateau alles dem Grat folgen (T4).
Abgestiegen bin ich wie hier via Bützli nach Vorderwengi.
In der Südflanke lagen ein paar Steinböcke. Und dort, wo die Wegspur den Grat verlässt, standen noch ein paar mehr. Einer davon, vermutlich ein Jährling, war so neugierig und kam mir (in doch recht steilem Gelände) so nahe, dass es mir fast unheimlich wurde.
In der Wengibeiz erzählte mir die Wirtin, die Steinböcke dort oben seien von Jägern ausgesetzt worden. Diese würden sich jetzt beklagen, es hätte, wegen dem Luchs, immer weniger.
Das tönt für mich nach Jägerlatein. Ein Molasseberg wie der Speer ist kein gutes Steinbock-Gelände. Und ein Luchs, der sich an die wehrhaften Steinböcke heranwagt, muss schon sehr verzweifelt sein. Luchse jagen von Verstecken aus und meiden offenes Gelände. Und als Einzelgänger können sie sich bei der Jagd keine Verletzungen leisten.
Falls die Kolonie wirklich schrumpft, dann wohl eher, weil die Tiere in das für sie günstigere Churfirsten-Gebiet abwandern.
Das war am 27.10 offensichtlich so: Vorausgesagt war eine Nebelobergrenze von maximal 1600 m, real lag diese jedoch stellenweise auf 2000 m.
Ich hatte beabsichtigt, den Speer einmal möglichst immer nahe am Ostgrat bleibend zu besteigen. Doch bei Sichtweiten von kaum 10 m steige ich nicht in Felsen ein, schon gar nicht in mir bisher unbekanntem Gelände. So wanderte ich bis fast am Schluss auf markierten Wegen.
Ab P. 1037 im Wengital via Rinderweid auf der Gratrippe rechts von der Hangrutschung hinauf nach Gheist (stellenweise T5-). Bei der Hütte von Gheist überraschte ich zwei Birkhühner. Ab dort folgte ich dem markierten Weg bis P. 1511 und weiter, unter dem (für mich unsichtbaren) Wannenberg durch zur Elisalp. Bis nach Bütz hinauf gibt es so viele Wege und Spuren, dass die Orientierung im Nebel gar nicht einfach ist. Ab Bütz via Schilt nach "Leiterli", wo ich eigentlich in den Grat einsteigen wollte. Noch immer im dicken Nebel, folgte ich halt weiter der markierten Spur und stieg erst bei der Geländekante auf ca. 1700 m nach rechts der Kante entlang zum Grat hinauf. Hier kam ich in die Sonne.
Die beiden letzten Gratabbrüche liessen sich unterhalb der Grathöhe einfach queren. Dann kann man bis zum Gipfelplateau alles dem Grat folgen (T4).
Abgestiegen bin ich wie hier via Bützli nach Vorderwengi.
In der Südflanke lagen ein paar Steinböcke. Und dort, wo die Wegspur den Grat verlässt, standen noch ein paar mehr. Einer davon, vermutlich ein Jährling, war so neugierig und kam mir (in doch recht steilem Gelände) so nahe, dass es mir fast unheimlich wurde.
In der Wengibeiz erzählte mir die Wirtin, die Steinböcke dort oben seien von Jägern ausgesetzt worden. Diese würden sich jetzt beklagen, es hätte, wegen dem Luchs, immer weniger.
Das tönt für mich nach Jägerlatein. Ein Molasseberg wie der Speer ist kein gutes Steinbock-Gelände. Und ein Luchs, der sich an die wehrhaften Steinböcke heranwagt, muss schon sehr verzweifelt sein. Luchse jagen von Verstecken aus und meiden offenes Gelände. Und als Einzelgänger können sie sich bei der Jagd keine Verletzungen leisten.
Falls die Kolonie wirklich schrumpft, dann wohl eher, weil die Tiere in das für sie günstigere Churfirsten-Gebiet abwandern.
Tourengänger:
PStraub

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