(fast) Corn da Tinizong


Publiziert von spez , 21. Oktober 2014 um 11:25.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Albulatal
Tour Datum:19 Oktober 2014
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS+
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 1 Tage 6:00
Aufstieg: 2410 m
Abstieg: 2283 m
Strecke:23.02 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:RhB
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Postauto
Unterkunftmöglichkeiten:Chamonas d'Ela SAC

die idee wäre eigentlich genial gewesen, das wetter auch. von der ela-hütte via normalweg aufs corn da tinizong und abstieg über w-grat. doch ab ca. 3000 m wurden wir mit schnee konfrontiert, lagen auf dem gipfelgrat bereits ca. 20 cm davon.
trotzdem lohnt es sich die erfahrungen bis dahin hier zu protokoll zu geben.
am morgen steigen wir als erstes auf den bot radond. von hier aus haben wir eine gute sicht auf den routenverlauf.
guter anhaltspunkt für den einstieg in die se-flanke bietet der schutt- und felszug der sich von p. 2854 (fil da stidier) bis fast zum bot radond herunter zieht. rechts von diesem ausläufer in wegspuren aufsteigen.bis zum grossen aufschwung im fil da stidier auf ca. 3000 m ist der aufstieg durchwegs von steinmännern & wegspuren begleitet und man betritt den grat erst auf den letzten 20 metern.
ab hier führt das band in die ENE-Flanke, wesshalb auch noch schnee drinliegt.
wir mischen die routen von delta & lorenzo. bei der ersten felsstufe mit den 3 kaminen kann man abseilen (reepschnüre mit maillon) ca. 12 m.
in der oberen hälfte lädt die rinne (grün) die sich von links hinunterzieht nicht für den aufstieg ein. der fels ist mit eis überzogen. also rechts hoch und durch diese rinne. dann verpassen wir die abzweigung nach links, da einfach zuviel schnee liegt und so lädt der kamin geradeweg hoch ein. und siehe da, da ist an einem schönen felszacken ein stand mit reepschnur & maillon eingerichtet. zum glück, denn für den kamin darüber brauchts mind. noch 10 m seil. nach 6 metern befindet sich eine bandschlinge mit karabiner. wohl von jemanden der nicht weiter wollte und sich daran abbremsen liess. gut zum sichern und beine spreizen zum ausstieg. und da genau am richtigen ort befindet sich ein alter rostiger geschlagener haken. ideal für den luftigen ausstieg auf den grat.
den ersten gendarmen schaffen wir noch, aber danach liegt einfach zuviel schnee in der n-flanke. also wieder zurück, aber diesmal auf dem richtigen weg. in der rinne 5 m absteigenzum 1. stand (2 bohrhaken mit reepschnur), nun hats noch ein maillon drin. 25 m in der rinne abseilen, doch bis zum nächsten stand fehlen noch etwa 4 m (im schnee kein problem ohne seil). ansonsten gibts die möglichkeit ein paar meter links der rinne befindet sich ein bohrhaken mit reepschnur (dorthin reichen 25 m). vom 2. stand (2 bohrhaken mit reepschnur & karabiner) dann 25 m abseilen reicht ideal bis ins gehgelände. der rest ist bekannt.

Tourengänger: spez


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