Bristen (3073m) via NW-Grat


Publiziert von أجنبي , 18. August 2013 um 23:12.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:17 August 2013
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Aufstieg: 2300 m
Abstieg: 2300 m
Strecke:Bristen – Hagglisbergwald – Bristenstäfeli – Zigerblätz – Blacki – Alt Stafel – Bristensee – Gemsplanggenstöckli – P. 2946 – Bristen – P. 2946 – Rot Bristen – Lauchergrat – Bristensee – retour auf gleicher Route
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Auto bis Bristen
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Auto ab Bristen
Kartennummer:LK 1:25.000: 1212 Amsteg

Vor einem Jahr bewältigte ich den Bristen *ein erstes Mal und da es damals so viel Spass machte, veranstaltete ich dieses Jahr mit einer Kollegin eine Neuauflage. Letztes Jahr war mir aufgefallen, dass andere Kraxler den NW-Grat für den Aufstieg gewählt hatten. Dies wollten wir nun auch tun.

 

Getreu unserem Ruf als „notorische Frühaufsteher“ (Zitat MaeNi) brachen wir in Bristen auf, als es noch dunkel wie in einer Kuh war, sprich: um 4.30 Uhr. Aufgrund meiner letztjährigen Besteigung hatte ich die Aufstiegsroute noch gut in Erinnerung, was uns einen zügigen Aufstieg im Schein der Stirnlampen ermöglichte. Im Wald wählten wir jeweils die steilen Abkürzungen, denn dem beinahe flachen Wanderweg zu folgen wäre reinste Zeitverschwendung gewesen.

 

Nach etwa einer Stunde erreichten wir die Alp Bristenstäfeli, erneut eine Stunde später den Bristensee. In zwei Stunden da hoch bedeutete, dass wir voll in unserem Zeitplan waren, ergo: Pausieren und Energie tanken. Anders als neulich 360 traversierten wir also nicht bereits bei der Alp Blacki zum NW-Grat hinüber, sondern steuerten diesen nun erst oberhalb des Bristensees an. Weglos, doch unschwierig querten wir stetig ansteigend hinüber zum Gemsplanggenstöckli, welches wir nach 45min erreichten.

 

Der Bristen lag derweil noch in den Wolken, doch einzelne Lichtblicke machten Hoffnung. Nun, was die Wegfindung anbelangte, machte das Gewölk keinen Unterschied: einfach immer schön auf dem Grat bleiben. Steinmännchen oder sonstige Markierungen gibt's nirgends, braucht's aber auch nicht. Entgegen unseren Erwartungen erwies sich der NW-Grat nur passagenweise als etwas brüchig. Er ist nicht schwieriger oder ausgesetzter als die Normalroute über den NO-Grat, nur darf wohl etwas häufiger gekraxelt werden.

 

Da uns unterwegs mehrfach Kristalle anstrahlten, setzten wir hin und wieder unsere Landi-Handschuhe zum Buddeln ein, was entsprechend unseren Aufstieg etwas verzögerte, die Hosentasche jedoch füllte. Ab und zu erblickten wir zur Linken den NO-Grat, welcher sich „unserem“ Grat annäherte. Kurz vor P. 2946, dem Gendarm, vereinigen sich die Grate. Danach ging's einfach, doch ausgesetzt über den Gendarm und auf der Normalroute weiter hoch zum Gipfel, welchen wir um 9 Uhr, nach insgesamt viereinhalb Stunden Aufstieg (inkl. Pausen) erreichten.

 

Nun, auf eine Art Gipfelpanorama mussten wir verzichten, auch wenn sich hin und wieder im Westen die Wolkendecke öffnete und den Blick Richtung Krönten freigab. Die Temperatur war eigentlich angenehm, doch leichter Wind und die Absenz der wärmenden Sonne machte die Sache dann doch etwas kühl, so dass wir nach einer halben Stunde wieder aufbrachen.

 

Für den Abstieg wählten wir den NO-Grat, wobei wir auch diesmal aus purer Freude so viel wie möglich über den Grat abkletterten und Flanken-Ausflüge vermieden. Eines hat der Bristen derweil mit dem Matterhorn gemeinsam: der Abstieg dauert ähnlich lange wie der Aufstieg, zumindest was den Grat anbelangt. Nach einem Zwischenhalt auf der Alp Blacki erreichten wir um 14 Uhr Bristen und waren froh, dass unsere Muskeln, Gelenke und Fusssohlen die 2300 Höhenmeter gut überstanden hatten. Höchste Zeit, die Glieder im Vierwaldstättersee zu kühlen.


Tourengänger: أجنبي


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