Vanil Noir (2389 m): Rundtour "Top of Fribourg"


Publiziert von johnny68 Pro , 19. Juli 2012 um 13:49.

Region: Welt » Schweiz » Freiburg
Tour Datum:18 Juli 2012
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-FR   CH-VD 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:Les Baudes - Vanil Noir - Vanil de l'Ecri

Trotz der ziemlich geringen Höhe ist der höchste Freiburger nicht ganz ohne. Wenn an den heikelsten Stellen nicht Ketten montiert wären, würde ich dieser Rundtour ein T6 geben. Mit den Ketten bei der Scharte „Pas de la Borière“ und in der Südostflanke ist der Berg etwas entschärft. Angemessen ist ein T5-. Von keiner Seite ist dieser Berg einfach zu besteigen.
 
Der benachbarte zweithöchste Freiburger „Vanil de l’Ecri“ (2375 m), den man gut „mitnehmen“ kann, ist hingegen einfach (T3).
 
„Vanil“ heisst im Freiburger Patois „Fels“.
 
An diesem Prachtstag waren viele Bergwanderer unterwegs. Einige schafften es auf den Vanil Noir, die Mehrzahl allerdings ging auf den Vanil de l’Ecri oder zur SAC-Hütte „Bounavaux“(1620 m).
 
Ich startete beim Parkplatz „Les Baudes“ auf 1280 m und machte über den Vanil Noir eine Runde mit Aufstieg über den Col de Bounavalette und Abstieg über den Südostabhang zum Pass „Plan des Eaux“. Von hier aus bestieg ich in ¼-Stunde den Vanil de l’Ecri, ging wieder zurück nach Plan des Eaux (wo ich einer Steinbockherde begegnete), dann zurück auf die Alp Bounavalette und von dort hinab zum Parkplatz.
 
Die heikelsten Stellen lagen beim Aufstieg in der Nordflanke unter der Tête de l’Herbette (man quert ungesichert eine grasdurchsetzte felsige Steilflanke). Nach dem Punkt 2182 m wird es etwas einfacher. Man geht unter dem Grat nach Süden hoch, wobei hier teilweise noch Schneefelder lagen. Die Scharte Pas de la Borière wäre ohne Ketten „gfürchig“, nun aber gut zu begehen. Bis zum Gipfel ist es danach wieder leichter. Der Gipfel bietet eine umfassende Aussicht über den gesamten westlichen Teil der Schweiz sowie das Montblanc-Massiv.
 
Beim Abstieg ist die Durchquerung der von Plan des Eaux spektakulär anzusehenden Südostflanke dank der Ketten mehr ein Genuss als eine Herausforderung.
 
Noch ein Wort zum Abstieg von Plan des Eaux zu Alp Bounavalette: der Weg ist geröllig-rutschig-steinig. Aufpassen muss man hier auf Steinschlag, der von den Steinböcken oder Wanderern weiter oben ausgelöst wird. Nicht weit von mir donnerte hier ein Stein von weit oben bis zuunterst runter.

Tourengänger: johnny68

Galerie


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