Von Bayerwald zum Roßstein (1.698 m) und Buchstein (1.701 m).


Publiziert von Gemse , 11. September 2010 um 18:39. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Bayrische Voralpen
Tour Datum: 4 April 1971
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Klettersteig Schwierigkeit: L
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 1 Tage
Aufstieg: 917 m
Abstieg: 917 m
Strecke:Bayerwald - Sonnberg - Roßstein - Buchstein - Bayerwald (10,6 km)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Parkplatz an B 307, westl. Bayerwald, 852 m
Unterkunftmöglichkeiten:Tegernseer Hütte
Kartennummer:Freytag & Berndt, WK 321

Da ich das Schweizer Bewertungssystem der Klettersteige nicht verstehe, bewerte ich nach dem Deutsch/Österreichischen System:  1,5 - A
Anforderungen:

Kondition:
Armkraft:
Technik:
Mut/Psyche:
Bergerfahrung:
etwas (2)
kaum (1)
kaum (1)
kaum (1)
etwas (2)

Roß- und Buchstein, diese beiden unzertrennlichen Berggipfel, werden nicht nur in einem Atemzug genannt, sondern auch in einem Zug bestiegen, wenn man sich traut. Und zwischen diesen beiden markanten Felsengipfeln steht, eingeklemmt in eine enge Scharte, die Tegernseer Hütte, eine gemütliche Alpenvereinshütte und zugleich eine willkommene Rast- und Übernachtungsstätte mit Einkehrmöglichkeit.
Der Roßstein, ein Wandergipfel, der ohne besondere Schwierigkeiten zu erreichen ist, hat einen steilen Gipfelanstieg zu bieten. Er ist nur ein wenig luftig und erfordert etwas Trittsicherheit. Der Buchstein geht nicht so leicht her. Er ist bedeutend zackiger und erfordert eine satte Portion Mut. Der kurze, aber steile Gipfelaufstieg ist schon fast ein Zweier, und wenn es regnet sollte man keinesfalls dort hinaufkraxeln. Das wäre zu gefährlich. Schon mancher Bergsteiger ist am Gipfel vom Schlechtwetter überrascht worden und hat arg weiche Knie beim Abstieg vom Buchstein zur Tegernseer Hütte bekommen. Die Felsen sind vom Angstschweiß der vielen Bergsteiger glatt poliert, und wenn sie nass sind, entwickeln sie eine Gleitfähigkeit, als wären sie mit Schmierseife abgerieben.
Die hier vorgestellte Aufstiegsroute entspricht dem üblicherweise begangenen Weg.

Wer diesem Routenvorschlag folgt, verlässt den großen Parkplatz am markierten Wanderweg gegen Norden, tritt in den Wald ein, steigt in vielen Kehren den stark ansteigenden Hang hinauf, quert einen Bachlauf und stößt zum schönen Sonnbergalm-Niederleger. Der Bergpfad steigt in der selben Richtung weiter an und verlässt erst beim Sonnbergalm-Hochleger den schattenspendenden Wald. Der Sonnberg macht ab dort seinem Namen alle Ehre. Auch die Aussicht wird sehr schön, und so bleibt sie bis zu den beiden Gipfeln. Über dem Hochleger kommen wir auf einen breiten Rücken, gehen auf ihm ein Stück Richtung Sonnberg, biegen aber rechts ab, um unter dem Sonnberg gegen Nordwesten weiter aufzusteigen. Der Pfad schwingt sich deutlich auf und führt in die Felsen hinein. Streckenweise ist er mit Drahtseil gesichert und führt zum Roßsteingipfel hinauf. Vom Roßstein steigen wir in wenigen Minuten über den Grat nach Osten zur Tegernseer Hütte hinab.
Nur wer sich wirklich sicher ist und den Schwierigkeitsgrad II beherrscht, sollte sich das Vergnügen gönnen,
auch noch auf den Buchstein zu kraxeln. Dazu steigt man von der Tegernseer Hütte in den breiten, aber steilen Kamin ein, der sich über glatte Felsen zum Buchsteingipfel aufschwingt.
Von der Tegernseer Hütte geht es dann wieder zurück nach Bayerwald über den Altweibersteig.

Bergsteiger: Brandy und Karl

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Tourengänger: Gemse

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Geodaten
 9788.gpx 1971-04-04 Roß- und Buchstein neu

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