Vom Felskinn aufs Allalinhorn (4.027 m) - mein 3. Viertausender.


Publiziert von Gemse , 11. September 2010 um 09:16.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:20 August 1972
Hochtouren Schwierigkeit: L
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 1 Tage 8:00
Aufstieg: 1048 m
Abstieg: 1048 m
Strecke:Sass Feee - Felskinn - Allalinhorn - und zurück
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Brieg ins Mattertal und auf halben Weg nach links Richtung Saas Fee In Saas Fee kein Autoverkehr. Das Auto muss vor dem Ort auf einem Großparkplatz abgestellt werden.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:dito
Unterkunftmöglichkeiten:Keine

Mit einem Kollegen (Egon) machte ich Urlaub in der Schweiz. Wir waren im oberen Rhonetal auf dem Campingplatz bei Münster.
Er wollte unbedingt mal einen großen Gletscherberg gehen. Nach einigen kleineren Touren wagten wir es nach Sass Fee zu fahren. Ich wollte mit der Seilbahn nach Längenfluh fahren um den Feegletscher zu begehen.
Da passierte das Übel, wir benutzten nicht die Seilbahn zur Längenfluh, sondern die Seilbahn auf den Felskinn. Oben angekommen, erkundigte ich mich nach einem lohnenden Ziel. Ich sagte, dass ich schon diverse Gletschertouren in den Ost- und Westalpen gegangen war. Man schlug mir den Aufstieg zum Feesattel mit evtl. Aufstieg zum Allalinhorn vor (Gehzeit ca. 3,5 - 4 Std.).
Wir einigten uns, dass wir 3 Std. Richtung Feesattel gehen wollten.
Wir starteten also am Felskinn um 9 Uhr (das ist zwar reichlich spät für eine Gletscherbegehung, aber was solls).
Zunächst ging der Weg leicht bergab auf den Gletscher. Die Spur war sehr gut getreten. Er führte in die Mitte des Gletschers. Nach einer viertel Std. traffen wir auf die Spur, die von Längenfluh hochkommt. Die Spur führte in großen Wellenlinien genau in Richtung Nordwand des Allalinhorns. Zahlreiche Spalten waren geschlossen und somit gut und sicher begehbar. Unmittelbar vor dem Gletscherbruch unterm Allalinhorn schwenkte die Spur nach rechts in Richtung Feesattel, den wir über eine Randspalte leicht erreichten. Der Ausblick vom Feesattel nach Süden ist einmalig: Vom Monte Rosa bis zum Weißhorn liegt das Panorama vor uns.
Wir zogen die Windjacken an, denn es herrschte hier oben ein kalter Wind. Ich cremte mich nochmals dick mit Labiosan ein, Egon nur schwach (der Erfolg war ein Gletscherbrand im Gesicht, der 10 Tage anhielt).
Wir waren bis hierher 2 3/4 Std. gegangen. Der Gipfel des Allalinhorns lag zum Greifen nahe, nur 150 Höhenmeter über dem Sattel. Der Weg schien auch sehr leicht. Ich hoffte in 20 - 30 Minuten oben zu sein, also gingen wir weiter.
Ich hatte nicht bedacht, dass wir auf rund 4000 m waren und so dauerte der Anstieg bis zum Gipfel doch 90 Min. Der Weg führt zuerst flach ansteigend in der Südwand hoch. Anschließend erreicht man den Gipfelgrat und erreicht ohne Schwierigkeit den Gipfel.
Nach einer halben Stunde Gipfelrast ging es dann zügig auf gleichem Weg zurück. Die Spur war, trotz starker  Sonne, immer noch gut zu begehen. Ich hatte keine Probleme, dass sich in den Steigeisen Stollen gebildet haben. Nach 8 Std. erreichten wir glücklich wieder den Felskinn und fuhren zu Tal.
Es war eine leichte Gletschertour, ohne technische Schwierigkeiten. Eines ist jedoch zu beachten:
Ohne Höhentraining ist die Tour nicht gut zu schaffen, es geht immerhin von 3000 m auf 4000 m; das wird die Luft schon sehr dünn.

Bergsteiger: Egon und Karl

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Tourengänger: Gemse

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