Schlicker Seespitze (2.804 m) und Hoher Burgstall (2.611 m) vom Tal.


Publiziert von Gemse , 11. September 2010 um 08:48.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Stubaier Alpen
Tour Datum:20 September 1968
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 2164 m
Abstieg: 2164 m
Strecke:Fulpmes - Schlicker Alm - Schlicker Schartl - Schlicker Seespitze - Schlicker Schartl - Hoher Burgstall - Starkenburger Haus - Fulpmes
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Innsbruck über die Brenner-Autobahn oder Brenner-Bundesstraße bis Schönberg und von da rechts abbiegen hinunter ins Stubaital bis Fulpmes
Zufahrt zum Ankunftspunkt:dito
Unterkunftmöglichkeiten:Gasthöfe u. Hotels in Fulpmes, Starkenburger Haus, Schlicker Alm
Kartennummer:Karte, Bundesamt Wien 1:25.000, Blatt 147, Axams

Die Tour: Wir wollten unbedingt eine Bergtour machen, obwohl der normale Wetterbericht für den 20.09. Regen gemeldet hatte im ganzen Alpenraum. Ich rief deshalb unsere "Metrolügen" am Tower FFB an.
Hugo mein Spezi riet mir: Die einzige vermutlich trockene Gegend sei rund um die Kalkkögel, Stubaital.
 
Also fuhren wir in der früh um 5 Uhr in FFB los, Hugo der Metrolüge (Meteorologe) und ich. Rasch waren wir übern Zirler Berg und fuhren weiter ins Stubaital. Seit FFB bis kurz hinterm Zirler Berg regnete es. In Fulpmes riss der Himmel auf.
Wir stiegen hoch zur Schlicker Alm und weiter zum Schlicker Schartl in etwa 3 Stunden waren wir oben. Der Weiterweg zum Seejöchl war immer noch ein angenehmer Bergpfad. Jetzt ging es ins Geröll oder Schutt. Über wüstes lockeres Blockwerk ging es äußerst brüchig hoch zum Gipfel der Schlicker Seespitze, den wir nach etwa 4 Std. ab Tal erreichten.
 
Der Aufenthalt währte nicht lang, da das Wetter nicht vertrauenserweckend ausschaute. Bei Abstieg zurück zum Schlicker Schartl spannte sich ein herrlicher Regenbogen übers Tal.
 
Der Weiterweg führte uns jetzt über den Hohen Burgstall, den wir nach 1 1/2 Std. ab Schlicker Schartl erreichten. Der Gipfelaufschwung erforderte leichte unschwierige Kletterei. Auch der Abstieg zur Starkenburger Hütte erforderte im oberen Bereich leichte, unschwierige Kletterei.
 
Nach 1 Std. erreichten wir die Hütte wo wir eine längere Rast einlegten. Bis hierher hatte es keinen Tropfen geregnet obwohl es ringsherum nicht freundlich ausschaut.
Nun folgte ein langer Abstieg über einen Forstweg hinab ins Tal nach Fulpmes. Mein Mitstreiter Hugo wollte schon das Handtuch werfen, aber es nützte nichts, wir mussten runter und ein Fahrzeug tauchte auch nicht auf. Nach weiteren 3 Std. hatten wir endlich Fulpmes und das Auto erreicht.
 
Für eines musste ich meinen Wetterfrosch loben, auf dem ganzen Weg hat es keinen Tropfen geregnet, aber ... als wir am Auto ankamen stellten wir fest, dass er das Schiebedach offen gelassen hatte und ... im Wagen stand gut 5 cm hoch das Wasser.
Es legten wir den Wagen innen einigermaßen trocken und legten auf die Sitze Luftmatratzen, damit wir nicht noch zum guten Schluss nass werden würden.
Auf der 2 stündigen Heimfahrt war der Wagen bis FFB auch innen wieder trocken. 

Bergsteiger: Karl und Hugo

Fazit - Wie Miniaturdolomiten ragen die Kalkkögel im Südwesten von Innsbruck auf. Die bizarre Untergruppe der Stubaier Alpen ist durch Hütten und Wege gut erschlossen und ein beliebtes Ziel für Wanderer. Kletterer haben hier weitaus weniger Freude. Auch wenn die horizontal geschichteten Felswände auf den ersten Blick einen stattlichen Eindruck machen, die Geröllfelder zu ihren Füßen lassen Schlimmes ahnen. Tatsächlich haben es die Kalkkögel wegen ihrer Brüchigkeit zu einiger Berühmtheit gebracht.
Auch der höchste Gipfel der Gruppe, die Schlicker Seespitze, tanzt dabei nicht aus der Reihe.
Bis zum Seejöchl bewegt sich der Wanderer noch auf festem Boden. Der markierte Steig durch die Westflanke des von der Ferne so stolzen Gipfels verlangt dagegen einige Balanceakte in brüchigen Schrofen und Geröll. Die Wühlarbeit dauert jedoch nicht allzu lange und führt außerdem zu einer phantastischen Aussichtsloge.
Einzigartig ist der Blick hinüber zum dunklen Klotz des Habichts. Und um die Versammlung der Stubaier Eisriesen am Horizont gebührend zu bewundern, braucht es mindestens eine Gipfelstunde.

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Tourengänger: Gemse

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