Von der Jachenau auf die Benediktenwand


Published by klemi74 , 7 December 2015, 19h52.

Region: World » Germany » Alpen » Bayrische Voralpen
Date of the hike: 7 December 2015
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: D 
Time: 5:30
Height gain: 1200 m 3936 ft.
Height loss: 1200 m 3936 ft.

Seit 10 Jahren lebe ich nun schon im Süden Bayerns und bin während dieser Zeit auf allen möglichen Bergen gewesen - nur die Benediktenwand als vielleicht prominentester Münchener Hausberg fehlt noch in der Liste... Heute sollte sie nun fällig sein, aufgrund der Schneeverhältnisse sollte dies von Süden aus kein Problem sein - nebenbei komme ich endlich mal in die Jachenau, da war ich nämlich aus unerfindlichen Gründen auch noch nie!

Start ist am gebührenpflichtigen Parkplatz bei Jachenau-Petern, zwei Euro pro Tag sind schon ok. Noch ist es kalt und schattig, das wird sich weiter oben aber ändern.
Am Anfang geht es wenige hundert Meter flach dahin, dann zweigt nach rechts ein Fahrweg ab, der teilweise ziemlich steil hinauf zum Langenecksattel führt ; bis dorthin bleibt man stets im Wald, immerhin lassen die Baumkronen genug Licht auf den Boden, um die Luft ein bisschen zu erwärmen. Am Sattel taucht erstmals auch die Benediktenwand auf, fein, schneefrei schaut sie aus, das passt! Der Weg verläuft im Folgenden fast eben bis leicht fallend in der Nordflanke des Latschenkopfes, er ist aber von wenigen Eisplatten abgesehen trocken. Vor der Bichler Alm wird es dann wieder steiler, zuletzt fast schon unangenehm, da der Schotter doch reichlich grob ist. An der aussichtsreich gelegenen Alm war erst einmal eine kurze Pause angesagt.
Nach der Alm geht das holprige Sträßchen in einen richtigen Bergpfad über, der zunächst über Wiesen zum oberen Rand einer riesigen Doline hinaufzieht. Dort sieht man schon die steile Schrofenflanke vor sich, diese ist aber insgesamt doch einfacher zu erklimmen, als es von unten den Anschein macht. Der erste Aufschwung wird linksseitig umgangen, dann folgt eine steile Rinne mit möglicher Steinschlaggefahr, bevor es ganz kurz und gesichert in die südseitige Steilflanke geht.
Damit ist die Schrofenstufe auch schon überwunden und es wird wieder flacher. Im jetzt latschenbestandenen Gelände liegt doch einiges an Schnee, die Spur ist aber schon gut ausgetreten, dazu ist der Schnee auch richtig schön hart - der Marsch zum eher spät sichtbaren Gipfelkreuz ist also weder schwierig noch besonders anstrengend.

Die Gipfelrast wurde heute ein wenig länger, 45 Minuten bin ich bestimmt in der Sonne gesessen. Den Abstieg selbst habe ich bis zur Bichler Alm auf gleichem Weg durchgeführt, dort bin ich aber auf einen kleinen Steig in Richtung zur Tanneralm abgebogen. Dieser quert erst ohne echten Höhenverlust das Almgelände, dann steigt man im Wald zur Alm ab. Über dieser ragt ein kleiner grasiger Gupf auf, der einfach nach einer Überschreitung geschrieeen hat... Wieder auf dem Almweg der Tanneralm, habe ich nach wenigen Minuten wieder den Aufstiegsweg erreicht, auf dem es in gut 50 Minuten runter zum Auto ging.


Fazit:
Die Benewand ist zurecht ein Voralpenklassiker! Die Schwierigkeiten halten sich auf der hier vorgestellten Route absolut in Grenzen, die Bewertunf als "T3" bezieht sich auf wenige Meter an der Schrofenstufe.

Gehzeiten:
Zur Bichler Alm: 1h45
Zum Gipfel: 45min
Abstieg: 2h

Hike partners: klemi74


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Comments (3)


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Curi says:
Sent 8 December 2015, 09h59
Auf der Benediktenwand war ich auch noch nicht. Aber ich bin ja auch erst neuneinhalb Jahre da ;-)
So ein herrliches Wetter immer noch! So sehr hat es mich, glaub ich, noch nie gestört, dass bei mir die Adventswochenenden jedes Jahr total musikalisch verplant sind.

klemi74 says: RE:
Sent 8 December 2015, 17h24
Wenn ich jetzt richtig rechne, dann hast ja bis Anfang Juni Zeit... Der Aufstieg von Süden dürfte aber schon viel früher gut machbar sein, an der oberen Steilstufe sollte es weitgehend aper sein - könnte mir vorstellen, dass das schon Anfang Mai oder Ende April soweit ist.

Erdinger says: RE:
Sent 21 December 2015, 06h48
Oder bereits Ende Dezember 2015...


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