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Tag 3 - Das erste mal Mehrseillängen klettern


Published by RomanP , 6 October 2013, 10h04.

Region: World » Switzerland » Bern » Oberhasli
Date of the hike:28 September 2013
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Climbing grading: 5b (French Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: CH-BE 
Route:Hotel Steingletscher-Pfriendler-Hotel Steingletscher-Pfungen
Access to start point:Mit dem Auto bis kleiner Parkplatz bei markantem Wasserfalltunnel
Accommodation:Hotel Steingletscher


Nach einer weiteren geruhsamen Nacht und dem wiederum reichhaltigen Frühstück im Hotel Steingletscher machten wir uns mit dem Auto auf in Richtung Pfriendler. Dafür fuhren wir Richtung Passhöhe und parkierten dass Auto auf dem kleinen Parkplatz nach dem Wasserfalltunnel. Wir waren nicht die einzigen dort, wir trafen eine Gruppe welscher oder französicher Kletterer (welche auch am Pfriendler klettern gingen) und auch die Familie von Känel (Herausgeber der Plaisir Kletterführer).
Nach einem kurzen Schwatz wanderten wir los in Richtung Pfriendler. Der Weg ist problemlos begehbar, führt im oberen Teil über Blockfelsen (T3) und dauert rund 45 Minuten bis an den Fuss des Pfriendler.

Wir entschieden uns bereits am Vorabend für die Route Via Fritz (5b+), deren Einstieg wir auch prompt fanden.
So deponierten wir unsere Rucksäcke und machten uns bereit zum klettern.

Die Kletterei am Pfriendler ist fast ausnahmslos steile Wandkletterei, doch gibt es hie und da auch mal etwas plattigere Stellen zu meistern. Der Fels ist sehr gut, nicht brüchig dafür aber meist griffig. 10 Expressen reichen für die gut+ abgesicherte Route und mit 2x50m Seil kann man auch wieder bis an den Fuss der Wand abseilen.

Wieder kletterten Peter und Franziska zuerst und Melanie und ich kletterten als Seilschaft nach. Melanie machte die erste Seillänge (5b), welche sich im Nachhinein als die schwierigste unserer Route (die letzten beiden SL kletterten wir nicht mehr, dazu aber später mehr) herausstellte.
Es beginnt plattig-steil und nach dem 4 Bohrhaken muss man einen kleinen Überhang meistern. Die Stelle ist ziemlich plattig und teils auch feingriffig so dass unsereins doch etwas Probleme hatte. Schlussendlich meisterte Melanie diese SL mit etwas Hilfe von Franziska doch gut und erreichte den ersten Standplatz. Da ich auch im Nachstieg so meine Probleme hatte wurde mir klar was meine Freundin in dieser SL geleistet hat. Nun ich glaube aber dass diese Seillänge Melanie den Rest der Route begleitet hat und sie vorallem deshalb anschliessend nicht mehr vorsteigen wollte.
Die zweite Seillänge (5b) empfand ich vorallem am Anfang recht schwierig, da dort auf einer steilen Platte mit mehr oder minder guten Griffen ca. 10 Meter überwunden werden müssen. Ich kam dort recht ins schwitzen.
Nach der zweiten Seillänge muss ca. 20 Meter auf einem Pfad gegen links traversiert werden wo es dann mit einer 5a Länge weitergeht. Der Abstand vom ersten zum zweiten Borhaken war ziemlich gross, so dass Franziska für uns eine zusätzliche Sicherung anbrachte. Durch den linksknick in dieser Seillänge, entsteht im oberen Bereich ein ziemlicher Seilzug, welcher im anschliessenden Riss hin zum Standplatz nicht sehr angenehm ist.
Wie bereits erwähnt war nach der ersten Seillänge für Melanie Schluss mit vorsteigen so dass ich die restlichen Längen vorstieg. In dieser dritten SL hatte sie etwas Mühe (Höhe?!) so dass sie einigermassen Aufgelöst am Standplatz ankam. Nachdem der erste Schreck aber mal verdaut war konnte sie die restliche Route souverän klettern.
Die vierte Seillänge (5a) beginnt etwas unangenehm (da wir dies noch nie machen mussten) da man sich in einem Kamin hinaufstemmen muss. Ist dies aber geschafft ist der Rest dieser SL nicht mehr schwierig.
Die fünfte Seillänge (4b) führt fast ausnahmslos einem Riss entlang. Ich empfand diese Länge als recht angenehm und schön zu klettern.
Da Melanie infolge der unangenehmen Erfahrungen in der ersten Seillänge und auch auf Grund der Höhe die Tour lieber beenden wollte, beschlossen wir die Tour hier abzubrechen und abzuseilen.
Vom Standplatz nach der fünften SL muss man eine kurze aber luftige Querung machen um zur Abseilstelle zu gelangen.
Von dort seilten wir ab bis zum Standplatz vor der dritten Seillänge. Den Rest bis zum Wandfuss wanderten wir auf dem Pfad hinab wobei es ganz am Schluss noch eine Felsbarriere zu überwinden gibt (III).

Pfriendler Route Via Fritz: 1 SL 5b, 2 SL 5b, 3 SL 5a, 4 SL 5a, 5 SL 4b, nicht geklettert: 6 SL 4c, 7 SL 5b+

Am Wandfuss angekommen assen wir zu Mittag und machten uns anschliessend an den Weg hinab zum Auto.

Nach einem Glace im Hotel Steingletscher verabschiedeten wir uns von Peter und Franziska und traten die Heimreise an.


Fazit:  Wir sind jetzt bereit um Selbstständig Mehrseillängen Routen zu klettern, haben zwei schöne Touren gemacht und unser Schwierigkeitsgrad nach oben verschoben. Obwohl das Wetter nicht zu 100 Prozent mitspielte waren es doch drei sehr schöne, lehrreiche und spannende Tage.
An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Peter und Franziska, auch für eure Geduld.

Tag 1
Tag 2


Tour mit Mema, Peter und Franziska 


Hike partners: RomanP, Mema


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