Jegihorn (3206m), Normalweg, Abstieg über den Westgrat
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Donnerstag, 13. September 1998
Bei regnerischem Wetter fuhren wir mit der Hohsaas-Bahn hinauf bis zur Bergstation auf über 3000 Metern Höhe. In einer knappen Stunde waren wir unten an der Brücke, nahe der Weissmieshütte. Hier war der Übergang auf die Moräne zum Anstieg auf das Jegihorn. Der Normalweg von Süden führte über viele Zickzackkehren und steilen Schutthalden nach oben. Ein junges Paar kam uns entgegen, ansonsten trafen wir niemanden mehr an diesem Tag. Nach einer Blockterrasse erreichten wir bald den Westgrat und nach wenigen Metern den Gipfel mit seinem großen Holzkreuz. Die Sicht war durch viele Wolken sehr eingeschränkt. Dann tauchten ein Gemse und ihr Kitz ganz dicht bei uns auf, zeigten keine Scheu und stiegen ruhig weiter.
Für den Abstieg wählten wir den Westgrat. Stellenweise war hier schönes, leichtes Blockklettern angesagt. Etwa am Punkt 2966 (Landeskarte) des Grates stiegen wir südwestlich ab in Richtung Bergstation Chrizbode. Dieser Abstieg war äußerst monoton, da er über endlos weite Steinhalden führte. Immer wieder mussten wir auf die etwas stabileren Hänge ausweichen. Das Auge musste hier "vorneweg laufen", damit man nicht immer wieder in unpassierbare Bereiche kam.
Wir schafften die letzte Gondel um 16.45 Uhr nur noch durch Jogging-Einlagen über die letzten Meter des Steiges zum Kreuzboden.
Im Tal angekommen, regnete es. Erst abends beruhigte sich das Wetter wieder.
Gehzeiten und Schwierigkeiten:
Hohsass - Tälli - Jegihorn (Südanstieg)
2,50 Std., T3
Jegihorn Westgrat und Südwestflanke - Bergstation Chrizbode
3,50 Std., T4, I (am Westgrat)
Tour-Teilnehmer: Marion, Michael

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