Atlas 2927m.ü.M. - Piz Segnas 3099m.ü.M. - Piz Sardona 3056m.ü.M.


Publiziert von budget5 , 5. Oktober 2011 um 15:19.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum: 4 Oktober 2011
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   Segnas-Vorabgruppe   CH-GL   CH-SG 
Zeitbedarf: 10:00
Aufstieg: 2000 m
Abstieg: 2300 m
Strecke:Nideren - Segnespass - Fuorcla dil Segnas Sura - Atlas - Piz Segnas - Piz Sardona - Piz Segnas SW Flanke - Camona da Segnas - Flims
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit Bahn und Bus bis Elm, mit der Seilbahn nach Nideren.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Mit Bahn nach Chur, Bus nach Flims.
Unterkunftmöglichkeiten:Mountain Lodge am Segnaspass

Das Gebiet rund ums Martinsloch ist aufgrund seiner Kargheit und seiner vielen bizarren Felsformationen faszinierend. Bekannteste Gipfel in der Region sind sicherlich der Piz Segnas und der Piz Sardona. 

Heute musste ich früh aus den Federn für eine Tagestour. Bereits um 5.48 Uhr sassen wir im Zug, was zur Folge hatte, dass wir schon kurz nach 8.15 aufbrechen konnten in Nideren ob Elm. In gut zwei Stunden marschierten wir auf den Pass dil Segnas, begleitet von überraschend vielen anderen Berggängern an diesem Dienstag. Hier standen wir erstmals in der Sonne. Ursprünglich wollten wir eigentlich durchs Martinsloch steigen, haben uns dann aber wieder umentschieden. 

Anschliessend stiegen wir kurz ab nach Muletg da Sterls. Umringt von nichts als Geröll und Steinen fühlt man sich hier fast wie auf dem Mond. Nur die bizarren Felsen rund um das Martinsloch passen nicht ganz in dieses Bild. Mühsam stiegen wir durch das klar ersichtliche Couloir zur Fuorcla dil Segnas Sura auf. Ab diesem Abschnitt ist ein Helm sehr empfehlenswert, da man sich quasi durchgehend in lockeren Gesteinsschichten bewegt. Ich gönne meinem Bergkollegen eine kurze Pause und mache einen Abstecher auf den Atlas (T3). Die Aussicht ist hervorragend und man kann den bevorstehenden Grat zum Piz Segnas genaustens unter die Lupe nehmen. 

Von der Fuorcla dil Segnas Sura aus meisterten wir sogleich die einzige "grössere" Kletterpassage auf dem Grat, Schwierigkeitsgrad ca. l-ll. Anschliessend folgt ein breiter Kamm, den man leicht wandernd überquert. Der Grat wird anschliessend wieder etwas ausgesetzter und man hat eine oder zwei kurze Kraxelpassagen zu bewältigen. Auch das bringen wir hinter uns und können um etwa 13.00 Uhr den Gipfelerfolg feiern auf dem Piz Segnas. Während es mein Kollege wieder etwas gemütlicher nimmt, mache ich noch einen Abstecher auf den Piz Sardona. Der Grat ist leicht und ich benötigte Hin- und Zurück etwas mehr als eine Stunde (mühsames Einsinken in den Schneefeldern inbegriffen). 

Der Abstieg erfolgte zuerst auf dem selben Grat, später dann mit Steinmännchen markiert durch die Südwestflanke des Piz Segnas. Das Gelände ist für den Aufstieg wohl sehr mühsam, im Abstieg jedoch relativ kraftsparend (runter-rutschen). Der letzte recht lange Abstieg nach Flims ist dann wieder markiert (T2). Um 18.20 erreichen wir Flims. Das kühle Calanda auf der Heimfahrt im Zug hatten wir uns redlich verdient nach dieser Tour. 


Tourengänger: budget5


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Kommentare (6)


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Leander hat gesagt:
Gesendet am 5. Oktober 2011 um 16:04
Salü, tolle Fotos hast du da gemacht. Meinst du, man könnte die Tour auch als Ski- oder Snowboardtour machen?
Gruss
Bene

budget5 hat gesagt: RE:
Gesendet am 5. Oktober 2011 um 16:10
Hallo Bene,

Den Piz Segnas und Piz Sardona kann man als Skitour bei sicheren Verhältnissen machen, jedoch vom Cassonsgrat aus über den "Gleschter". Die Tour über den Grat, die wir gemacht haben ist im Winter wohl eher schwieriger, sicherlich nicht gebräuchlich und der Aufstieg durchs Couloir auf den Grat ist wohl sehr Lawinengefährdet, wie auch der Abstieg über die Südwestflanke.

Machbar wäre es vielleicht, empfehlenswert wohl eher nicht (Ohne Garantie ;-)

Gruss budget5

Leander hat gesagt: RE:
Gesendet am 5. Oktober 2011 um 16:32
Hm, die südwestflanke sieht aber echt toll aus ;-)
Man kann es sich ja mal anschauen, bei Gelegenheit.

kopfsalat hat gesagt:
Gesendet am 5. Oktober 2011 um 18:07
> In gut zwei Stunden marschierten wir auf den Pass dil Segnas

Ich denke mal, es gibt treffendere Verben als "marschierten" für die Fortbewegung mit über 500 Höhenmetern pro Stunde ... ;-)))

damiangoeldi.ch hat gesagt:
Gesendet am 18. Oktober 2011 um 18:40
Tolle Billder...

Also ich finde in 2 Stunden von Nideren auf den Pass dil Segnas kann man schom "marschieren" nenne den ich war auch am 1 Oktober auf den Piz Segnas und wir hatten in einem angenehmen Tempo den Pass schon in 1h 38 erreicht.
;-)
Gruss 560

budget5 hat gesagt: RE:
Gesendet am 18. Oktober 2011 um 20:11
Würde ich auch sagen, wir machten mehrere längere Foto-Pausen während des Aufstieges und gönnten uns ein kleines Zmorgen. Und wir mussten weissgott nicht joggen...


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