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Steinzeit an der Gotthardbahn


Published by Henrik , 23 August 2011, 18h20.

Region: World » Switzerland » Uri
Date of the hike:17 August 2011
Hiking grading: T1 - Valley hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-UR 
Time: 4:30
Height loss: 430 m 1410 ft.
Route:Göschenen - Gurtnellen - Meitschligen
Access to start point:ÖV
Access to end point:ÖV
Maps:ohne Karte

 .... in Faido reicht es eigentlich immer auf den Zug...ich hatte schon mal die Situation, dass der Buschauffeur die SBB-Leitstelle darum bat, noch nicht wegzufahren (einige Zeit zurück). Die wenigen Minuten liessen es zu, sich kurz noch dort umzusehen: aufgefallen ist mir, dass z. B. am seit Jahrzehnten leerstehenden Hotel Milano ein Teil der betagten Emailschilder entfernt wurden und dass neuerdings dieses Objekt von einer Immo-Firma versucht wird zu verscherbeln. Die Brokenstube hatte gerade die Türen geöffnet und mir schien (unbestätigt), dass dem Bahnhof teilweise ein neuer Anstrich verpasst wurde? Auf den Perron brannte bereits vor 10 Uhr die Sonne kräftig herunter. Mir stand also auch eine Wanderung bevor, die viel heissen Wind mir ins Gesicht zu blasen gedachte. In Göschenen fand sich ebensolcher sogar auf dem Bahnhofsplatz, den ich sogleich verliess: noch war die FinePix im Rucksack, sodass ich nicht hier, aber später dokumentieren kann, dass der WW allerhöchstens eine T 2 verdient ... Man beachte, dass die Gotthardroute wrw-markiert ist, was erstaunt, denn der WW der SAW bleibt der normalen gelben Markierung treu...wem soll man denn nun vertrauen (um auf die aktuelle Diskussion noch diskret hinzuweisen)? Erst zuhause werde ich weitere Unklarheit bekommen: eine Recherche zeigt Erstaunliches ...die Kulturwege Schweiz (ViaStoria) bieten Infos und Unterlagen an für eine Vielzahl von aufschlussreichen Fernwanderungen in der Schweiz. Diese Seite ist verlinkt mit Schweiz Mobil bzw. wanderland.ch, diese scheint verantwortlich zu sein für die Markierungen für die nationalen und ins. am Gotthard für die Eisenbahn-Geschichtstour, die wiederum von der SBB seit 2007 zum nationalen Erbe erkoren wurde (anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Gotthardlinie). Erbaulich wenn man hier z. B. zum gegebenen Anlass von Hitze barfuss unterwegs wäre ...  laponia41 wanderte übrigens unlängst in der Gegenrichtung von Wassen hier vorbei.
 
  ....kaum bin ich ausserhalb des Mini-Urbanen, geniesse ich die Eisenbahnidylle: eine doppelspurige Trasse und einige Artefakte aus dem Heute wie Gestern. ...das hätte nun nicht auch noch sein müssen...die Paprikaschoten von gestern in Sobrio....ich hatte keine Schaufel bei mir! Schliesslich wanderte ich erleichtert weiter. Ein Güterzug rumpelte vorbei, ebenso ein ICN. Dann wieder ein Güterzug mit zwei Loks der DB, die die SBB Cargo täglich unterstützen. Einmal hat man die Bahn oben, später unten, ebenso die Autobahn, auf der Eile herrscht. Beim Pt. 998 führte der Weg früher knapp auf der 1000 HM-Kurve entlang, jetzt folgt er dem nationalen WW (Neiselen) – so komme ich also auch bei der Kapelle vorbei (Danke Peter). Beim Flecken Meiggelen gibt es aber eine Alternative, wie mir ein gerade entgegenkommender Einheimischer empfiehlt, als ich auf dem Trottoir Richtung Wassen unterwegs bin: unter der Eisenbahn hindurch den WW wrw nehmen, der auf den Meiggelenstock führt...nach ein paar Kehren ein neuer Pfad rechts, der unterhalb der Bahn und oberhalb des Bahnhofs Wassen wieder auf die Strasse führt ...ist noch nicht im Kartenwerk eingezeichnet! Hier begegne ich zum ersten Male Wanderern – gleich eine ganze Menge (zwei Paare und ein kleine Gruppe)... Oberhalb des seit Jahren nicht mehr bedienten Bahnhofs Wassen liegen alte Gleisstumpen im Weg, unter einem Schuppendach stehen Loren und sogar ein alter Kran sind zu sehen...der WW macht ein paar Spitzkehren und fällt dann auf die Strasse hinunter. In Wassen entscheide ich mich für eine kurze Fahrt mit der Autobus Uri, um dem eher langen Betonband auszuweichen, den die Route 77 und der WW der SAW nun folgen werden. Vor der  Implementierung der 77er führte der WW, den es immer noch gibt, sozusagen auf der Autobahngalerie zum Pfaffensprung und weiter bis zum Güetli (nach Wassen).


 .... Im Zentrum von Wassen ist gerade Mittag: die Schule wird gerade ihre Kinder in diesen entlassen haben, in der Beiz im Zentrum glänzen Pommes Frites aus den Tellern entgegen und sinnigerweise ist es gewissen Zeitgenossen offenkundig zu mühsam, den gegenüberliegenden PP zu nutzen, um ihre schweren Motorräder doch lieber gerade vom Tisch aus „streicheln“ zu dürfen! Das geht mir sowieso nicht in de „Grind“, dass man sein Gefährt immer so nahe haben  will .... Gehen scheint von vorgestern zu sein! Henusode ....das Poschti kommt und mit ihm ganze Schulklassen. Deren Fröhlichkeit setzt einen drauf und so verlasse ich die Autobus AG Uri in Gurtnellen Wiler, bevor ich mich vergewissere, dass  in Meitschligen eine Haltestelle besteht. Den Bahnhof Gurtnellen lasse ich (retrospektiv besehen unbegreiflicherweise) links liegen – umso mehr staune ich, dass hier auch schon das Dampfbad Einzug gehalten hat. Und schon bin ich wieder auf der Route 77 (wo gibt’s eigentlich in der CH eine 66?). Beim Wegschild Güetli fällt mir auf, dass die kleinen Schilder mit denen früherer Standorte Fehlendes aufweisen oder nun korrekt sind. Dem Kleber mit der Zahl sieben fehlt die zweite Sieben  und die wrw-Markierung ebenso! Bunt wird es dann nachträglich noch zu Hause: auf map.admin.geo fehlt der WW, auf dem die 77 verläuft gänzlich ..., er führt stattdessen hinauf in die Bergflanke rechts zu recht, Felliberg et. al. und orografisch links entlang der Bahn...aber halt, den kann man nicht mehr entlang gehen, ein Messingschild verrät Privat! Auch map.wanderland ist nicht korrekt in diesem Teil des Tales...sie beide berufen sich auf die swisstopo, wo nachzulesen ist...dass die Nachführungsdaten entscheidend sein dürften...und das ist das Jahr 2007, die Karten erscheinen 2009 – Blatt 1212 Amsteg. Ich machte mir überhaupt nicht die Mühe, meine 50 000er-Karte aus dem Rucksack zu fischen – ich kam ja mit der Topografie zu recht ... ich notiere lediglich Erfahrenes und gebe zu bedenken (wie auch die aktuelle Diskussion in der Community). Gut einen Kilometer  folgt der WW meist auf der Kantonsstrasse, die der Kurven wegen vor und nachher  sehr beliebt ist bei den Töfffahrern. Auch Biker mögen sich mal  ein wenig auf Langstrecken ausruhen (gäll Pfaelzer).  Dann kommt der eigentliche Leckerbissen: der Weg quert die Reuss im Abstand von einigen Hundert Metern zweimal. Zuerst auf einem bestehenden Steg, der schon Jahrzehnte auf seinen Bohlen hat und neu die Jubiläumsbrücke als Hängebrücke – die leicht schwanken kann.  Der Wegverlauf inkl. Plattform wie nachfolgender Stahlkonstruktion eröffnen Perspektiven, die weder aus dem Zugsfenster, vom Auto schon gar nicht und nicht mal als Biker sich so erfahren lassen!  Danach steigt es etwas an, ob das reicht für eine T 2 weiss ich nicht, aber die Markierungen tun es (sowohl im Gelände wie auf map.admin.geo)! Der Rastplatz am Felliboden kommt mir insofern wie gerufen...der Salzpegel leuchtet auf ....die Chips aus der Dose sind mir also willkommen. Und ich komme so nach einer halben Stunde Ruhen zu einem trockenen Hemd.

 ....Die letzten Meter sind nicht so abschlusswürdig: die Autobahn ist nicht zu überhören. Dafür bietet der Secken-Viadukt ein Highlight – mit und ohne Zug. Übrigens, dieser Viadukt musste als einzigster nicht für die Doppelspur umgebaut werden, lediglich ein Erweiterungsbau war nötig! Schliesslich trete ich bei Meitschligen aus dem Wald an die Sonne. Und liege viel zu gut in der Zeit .. Wartezeit auf den Bus. Ich kombiniere am Haltestellenanzeiger und nehme den Göschenen-wärts fahrenden Autobus bis Pfaffensprung, steige aus und um...finde sogar einen Platz für meine langen Beine, nach Erstfeld. Dort flirrt die heisse Luft genau so über dem Perron...und der Pano-Waggon ist knallvoll...im ICN  in Arth-Goldau kommt Ruhe auf... der Zugersee, dem ich unheilvollerweise  an der Rigi-Kinder-Wanderung nur eine sonntägliche Kursschifffahrt unterstellte, zeigt mit einem Kursschiff, dass auch werktags gefahren wird. Die Kiellinie, die es über den See zieht, kommt mir vor wie das Drahtseil, an dem man die Träume hinaufhieven kann oder selbst dorthin gelangt....  

Hike partners: Henrik


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