Der dritte Versuch endete in Sturmböen, Appenzell - Gonten
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Es ist nicht einfach, einen einfachen Wanderweg im Winter zu begehen. Der Alpenpamoramaweg endete auch beim dritten Versuch vorzeitig. Nach viel Schnee beim letzten Mal waren es heute die Sturmböen, die der Wanderung ein Ende setzten. Eine Ausstiegsmöglichkeit habe ich immer eingeplant, denn wenn wegen Sturm die Gondel nicht fährt und ich aufgrund der langen Tour (knapp 16 km) das Ziel Schwägalp zu spät erreiche (der letzte Bus ist weg), stehe ich ziemlich dumm da. Heute landete ich nach Abbruch der Tour in Gonten. Aber für das nächste Wochenende könnte sich ein neues Wetterfenster öffnen.
Start in Appenzell bei ziemlich bewölktem Himmel. Der Weg bis zum Einstieg des Alpenpanoramawegs ist jetzt schneefrei. Nur einige Passagen sind vereist, lassen sich aber gut umgehen.
Der Weg hinauf Richtung Eischen im Wald ist vollkommen schneefrei. Erst als ich das freie Gelände erreiche zeigt sich auf den Weiden noch eine dünne Schneedecke. Auch in Eischen sind alle Wege schwarzgeräumt.
Für den weiteren Aufstieg nach Zömmerers montiere ich die Grödel. Im Restschnee sind noch meine Spuren vom letzten Sonntag zu sehen. Die Schneeschuhe haben den Schnee verdichtet. Bei P 1060 erreiche ich die Straße zur Lehnermodsheimat, heute auch schneefrei.
Hier auf den freien Flächen gibt es einige unangenehme Windböen, die mich an einer erfolgreichen Wanderung zweifeln lassen. Der Blick auf den Kronberg verheißt nichts Gutes. Der Gipfel verschwindet immer wieder im Nebel und die Wolken am Himmel bewegen sich in einem hohen Tempo.
Weiter geht es nun über Kollerlis abwärts Richtung Kaubad. Hier muss ich nun entscheiden, wie es weiter geht. Das Wetter verschlechtert sich, die Sonnenstrahlen haben sich verzogen und der Wind zugelegt. Da fällt die Entscheidung nicht schwer, Abbruch und Abstieg nach Gonten.
Der Abstieg nach Schmalzgrueb fordert mich noch einmal. Der Wind hat den Schnee verfrachtet und ist tief. Da heißt es aufpassen, denn unter dem Schnee verbirgt sich eine Weide mit entsprechenden Löchern und Fallen wäre keine gute Option.
Bei P 1041 erreiche ich die Straße und kann gemütlich weiter wandern. Mittlerweile genieße ich die Sonnenstrahlen, aber mit Blick auf den Kronberg war der Abbruch die richtige Entscheidung.
Noch einmal geht es über freies Gelände, bevor ich die Straße nach Gonten erreiche, die mich direkt zum Bahnhof führt. Fünf Minuten später kann ich in den Zug nach Gossau steigen, der heute einen Weihnachtswagen mit sich führt.
Alle Bilder im Video: https://youtu.be/TMnuWQ67K1E

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