Schöne Bergtour von Tignousa zur Bella Tola (35 Jahre nach Abbruch des Anstiegs aus dem Turtmanntal)


Published by Gipfelstürmer & Bergrebell Ötzi II , 6 November 2021, 07h24.

Region: World » Switzerland » Valais » Mittelwallis
Date of the hike:30 October 2021
Hiking grading: T4- - High-level Alpine hike
Mountaineering grading: F
Waypoints:
Geo-Tags: CH-VS 

Die Bella Tola kenne ich aus dem Buch "3000er mit Weg" von Dieter Seibert, das ich 1984 gekauft hatte. Als ich im August 1986 die Bella Tola aus dem Turtmanntal besteigen wollte, verlor ich oberhalb der Baumgrenze auf einer grasbewachsenen Hochfläche die Markierungen. Da ich sowieso in dieser Zeit nicht gut drauf war, brach ich die Tour ab u. kehrte zu meinem Auto zurück. Jetzt hatte ich die Möglichkeit, die Besteigung nachzuholen, allerdings von der Westseite aus in St-Luc. Erst dort angekommen erfuhr ich, dass man mit einer Bahn den Anstieg verkürzen kann. Die Tour wäre natürlich auch von diesem Skiort aus möglich gewesen, aber ein wenig bequem bin ich schon, sodass ich diese Möglichkeit nutzte. An einem föhnigen Tag, an dem jedoch Wolkenmassen über den Hauptkamm nach Norden vordrangen, fuhr ich mit einem PKW zum Parkplatz an der Talstation u. anschließend mit der Bahn hinauf nach Tignousa. Dort folgte ich Wegweisern, die in Tignosa zur Bella Tola 3h10 Anstiegszeit angeben. Zuerst geht es mäßig steil zur Cabane Bella Tola. Danach ist eine größere horizontale Strecke, teilweise über einen Fahrweg zurückzulegen. In knapp 2600m Höhe beginnt der steile Anstieg zur Scharte zwischen Rothorn und Bella Tola. Dabei kommt man etwas unterhalb von ihr an der Schutzhütte Bella Tola vorbei, in der offenbar gerade eine Ausstellung stattfand (ich schaute nicht hinein). Von der Scharte marschierte ich dann über den Steig erst hinüber zum Rothorn. Kurz darauf trat ich den Rückweg zur Scharte an. Von dort sah ich zwei Wanderer an der Schutzhütte ankommen. Sonst sah ich an diesem Tag bei dieser Tour niemand dort oben. Der Anstieg zur Bella Tola ist ebenfalls leicht, wobei ich jahreszeitlich bedingt etwas Schneeberührung hatte. Vom Gipfel aus konnte ich die grasbewachsene Hochfläche sehen, auf der ich vor 35 Jahren umgedreht war. Bald ging ich wieder los u. nahm dabei einen Steig in nordwestliche Richtung, verließ ihn bald südostwärts in die Mulde. Aus dieser heraus überschritt ich in Kürze das Runds Horli, wobei man über Blockwerk zum wenig höher gelegenen Gipfel hinaufsteigen muss. Dahinter geht es einfacher hinunter. Weglos steuerte ich dann den südlich gelegenen Pas de Boef an. Dahinter ging es über Pistengelände weiter. Es handelt sich um sehr weitläufiges Gelände, im Winter sicherlich eine sehr schöne Landschaft, wären da nicht die Lifte u. Pisten.
Über eine Piste u. dann weglos abkürzend erreichte ich nahe des Lac de Bella Tola einen Wegweiser. Von dort ging es über einen Steig weiter, den ich dann verließ, da er einen großen Umweg macht. Über langsam abfallendes grasbewachsenes Gelände war es ein Vergnügen, an Höhe zu verlieren. Unterwegs kam erfreulicherweise noch die Sonne heraus. Ich setzte mich ins Gras u. machte eine Vesper. Weiter unten nahm ich dann einen wenig steilen Weg Richtung St.-Luc. Im Bergwald wird er zwischendurch etwas steiler u. steinig. Den gold-gelben Lärchenwald, der mir dargeboten wurde, empfand ich als wunderschön. Der Oktober ist eben der farbenprächtigste Monat im Jahr! 




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