Herbsttour von Samedan auf den Piz Ot (3247 m)
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Der Piz Ot liess mich erst im zweiten Anlauf auf seinen Gipfel. Vor langer Zeit bin ich auf ca. 2950 m im knietiefen Schnee auf dem vorgelagerten Felssporn umgekehrt. Nachdem ich es wegen Neuschnees vor neun Tagen nicht auf den
Barglen geschafft habe, hätte ich nicht gedacht, dieses Jahr noch einmal auf einem 3000er zu stehen.
Als ich gestern auf dem Spaziergang von Sils Maria nach Silvaplana einen schneefreien Gupf gesichtet habe, den Peak Finder als Piz Ot deklarierte, war mir klar, dass ich da heute raufmuss.
Ich starte bei Temperaturen um den Nullpunkt und gehe vom Parkhaus auf der Strasse Richtung Südwesten zum Kreisel beim Coop zu. Dort ist die Strasse zur Kirche San Peter ausgeschildert. Ich komme an einem Skilift vorbei und verlasse bei San Peter die asphaltierten Strassen. Steil geht es durch lichten Lärchenwald zur Alp Munt hoch, die ich nach einer Stunde erreiche.
Jetzt wird das Gelände flacher, der Weg wendet sich nach Westen nach Margunin. Hier trifft der Weg auf den von Spinas hochkommenden. Ich wende mich nach Südwesten und folge dem Tal Valletta. An einem mit Piz Ot angeschriebenen Felsbrocken sehe ich auch erstmals das Gipfelziel. Zwei Gipfel, die ich vorher erspäht hatte, haben sich nicht als der Piz Ot erwiesen.
Als ich den Felsen erreiche, habe ich bereits den Abzweig des alten Wanderwegs bei P. 2582 verpasst. Ich gehe ein paar Schritte nach Nordwesten und komme auf einen gut sichtbaren Pfad, der auf dem Steilufer eines Bachs entlangführt und schliesslich in einen Hang mit grobem Blockwerk mündet. Hier gibt es Steigspuren und Steinmännchen. Auf der anderen Seite des Hangs sind auch die Markierungen des Alpinwanderwegs erkennbar, der von P. 2775 hochkommt und dem ich weiter folge.
Nun geht es aufwärts auf einen Felssporn zu, der zwischen 2900 m und 3000 m dem Gipfelaufbau des Piz Ot vorgelagert ist. Der Sporn erweist sich als gut gestuft und stellenweise versichert. Oberhalb des Sporns wird das Gelände wieder vorübergehend flacher. Ich quere eine weitere Zone mit grobem Blockwerk, die schliesslich in Schotter übergeht.
Jetzt wendet sich der – reichlich markierte – Pfad nach Norden und steigt zur Ostflanke des Gipfelaufbaus an. Während bisher der Anstieg weitgehend schneefrei war, gibt es hier zahlreiche Schneereste in Rinnen und Traversen. Zum Glück ist es nirgends vereist und da der Weg grosszügig mit Seilen und Geländern versichert ist, schaffe ich den Aufstieg auch ohne Steigeisen. Nach insgesamt 3¾ Stunden komme ich auf dem Gipfel an und geniesse die Rundumsicht.
Der Abstieg durch die Ostflanke fordert noch einmal volle Konzentration und so halte ich oberhalb des Felssporns noch einmal eine Jause. Zurück nehme ich denselben Weg. Zwischen Margunin auf dem Hinweg und der Alp Munt auf dem Rückweg begegne ich keiner Menschenseele. Von der Alp Munt dauert es nicht mehr lange, bis ich wieder bei San Peter bin. Für den gesamten Abstieg benötige ich drei Stunden.
Es war eine tolle Abschlusstour des Alpinwanderjahres und ein Gipfel, der schon lange auf meiner Wunschliste stand.
Orientierung: Einfach, Wanderwege durchgehend markiert und ausgeschildert. Alter Wanderweg ab P. 2582 mit deutlich sichtbaren Pfadspuren und Steinmännchen im Blockwerk. Anstieg ab 2800 m auf den Gipfel reichlich mit Markierungen versehen.
Ausrüstung: Alpinwanderausrüstung, inkl. fester Bergschuhe mit rutschfesten Sohlen, Teleskopstöcke, Handschuhe. Kletterhandschuhe für die versicherten Stellen und Steigeisen für die Ostflanke des Gipfelaufbaus empfehlenswert.
Führer:
(Dies ist ein Tourenbericht. Es handelt sich daher um meine persönlichen Gehzeiten und meine subjektive Einschätzung der Schwierigkeit ohne Anspruch auf Objektivität. Jeder, der diesen Tourenbericht als Basis für eine eigene Unternehmung verwendet, ist persönlich für seine eigene Sicherheit verantwortlich.)

Als ich gestern auf dem Spaziergang von Sils Maria nach Silvaplana einen schneefreien Gupf gesichtet habe, den Peak Finder als Piz Ot deklarierte, war mir klar, dass ich da heute raufmuss.
Ich starte bei Temperaturen um den Nullpunkt und gehe vom Parkhaus auf der Strasse Richtung Südwesten zum Kreisel beim Coop zu. Dort ist die Strasse zur Kirche San Peter ausgeschildert. Ich komme an einem Skilift vorbei und verlasse bei San Peter die asphaltierten Strassen. Steil geht es durch lichten Lärchenwald zur Alp Munt hoch, die ich nach einer Stunde erreiche.
Jetzt wird das Gelände flacher, der Weg wendet sich nach Westen nach Margunin. Hier trifft der Weg auf den von Spinas hochkommenden. Ich wende mich nach Südwesten und folge dem Tal Valletta. An einem mit Piz Ot angeschriebenen Felsbrocken sehe ich auch erstmals das Gipfelziel. Zwei Gipfel, die ich vorher erspäht hatte, haben sich nicht als der Piz Ot erwiesen.
Als ich den Felsen erreiche, habe ich bereits den Abzweig des alten Wanderwegs bei P. 2582 verpasst. Ich gehe ein paar Schritte nach Nordwesten und komme auf einen gut sichtbaren Pfad, der auf dem Steilufer eines Bachs entlangführt und schliesslich in einen Hang mit grobem Blockwerk mündet. Hier gibt es Steigspuren und Steinmännchen. Auf der anderen Seite des Hangs sind auch die Markierungen des Alpinwanderwegs erkennbar, der von P. 2775 hochkommt und dem ich weiter folge.
Nun geht es aufwärts auf einen Felssporn zu, der zwischen 2900 m und 3000 m dem Gipfelaufbau des Piz Ot vorgelagert ist. Der Sporn erweist sich als gut gestuft und stellenweise versichert. Oberhalb des Sporns wird das Gelände wieder vorübergehend flacher. Ich quere eine weitere Zone mit grobem Blockwerk, die schliesslich in Schotter übergeht.
Jetzt wendet sich der – reichlich markierte – Pfad nach Norden und steigt zur Ostflanke des Gipfelaufbaus an. Während bisher der Anstieg weitgehend schneefrei war, gibt es hier zahlreiche Schneereste in Rinnen und Traversen. Zum Glück ist es nirgends vereist und da der Weg grosszügig mit Seilen und Geländern versichert ist, schaffe ich den Aufstieg auch ohne Steigeisen. Nach insgesamt 3¾ Stunden komme ich auf dem Gipfel an und geniesse die Rundumsicht.
Der Abstieg durch die Ostflanke fordert noch einmal volle Konzentration und so halte ich oberhalb des Felssporns noch einmal eine Jause. Zurück nehme ich denselben Weg. Zwischen Margunin auf dem Hinweg und der Alp Munt auf dem Rückweg begegne ich keiner Menschenseele. Von der Alp Munt dauert es nicht mehr lange, bis ich wieder bei San Peter bin. Für den gesamten Abstieg benötige ich drei Stunden.
Es war eine tolle Abschlusstour des Alpinwanderjahres und ein Gipfel, der schon lange auf meiner Wunschliste stand.
Orientierung: Einfach, Wanderwege durchgehend markiert und ausgeschildert. Alter Wanderweg ab P. 2582 mit deutlich sichtbaren Pfadspuren und Steinmännchen im Blockwerk. Anstieg ab 2800 m auf den Gipfel reichlich mit Markierungen versehen.
Ausrüstung: Alpinwanderausrüstung, inkl. fester Bergschuhe mit rutschfesten Sohlen, Teleskopstöcke, Handschuhe. Kletterhandschuhe für die versicherten Stellen und Steigeisen für die Ostflanke des Gipfelaufbaus empfehlenswert.
Führer:
- Sabine und Freddy Joss, Alpinwandern / Gipfelziele Engadin, SAC-Verlag, 2010, Tour 11
- Dieter Seibert, Leichte 3000er, Ausgabe 2008, Tour 8
- Peter Deuble, Leichte 3000er in der Schweiz, 2011, Tour 10
(Dies ist ein Tourenbericht. Es handelt sich daher um meine persönlichen Gehzeiten und meine subjektive Einschätzung der Schwierigkeit ohne Anspruch auf Objektivität. Jeder, der diesen Tourenbericht als Basis für eine eigene Unternehmung verwendet, ist persönlich für seine eigene Sicherheit verantwortlich.)
Tourengänger:
Uli_CH

Communities: Alleingänge/Solo, Alle CH-Alpengipfel mit ≥400Hm Prominenz, Die 3000er der Ostalpen mit mindestens 400m Schartenhöhe
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