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Vorder Rauschberg (1645 m) über den Hutzenauersteig


Published by alpstein Pro , 21 June 2020, 11h24.

Region: World » Germany » Alpen » Chiemgauer Alpen
Date of the hike:12 June 2020
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: D 
Height gain: 1020 m 3346 ft.
Height loss: 116 m 380 ft.
Access to start point:Ruhpolding - B 305 Richtung Berchtesgaden - Abzweigung Rauschbergbahn (PP bei der Talstation)
Accommodation:in Ruhpolding z.B. Frühstückspension Parkhotel

Der Faktor „Wetter“ führt bei unserer Urlaubsplanung meistens dazu, dass wir ein Ziel südlich des Alpenhauptkammes wählen. In „Corona-Zeiten“ war ein Umdenken nötig. Bleib im Lande war die Devise, die uns erstmals in den Chiemgau führte. Von strahlend schönen Tagen bis zu Gewittern mit Dauerregen haben wir so ziemlich alles erlebt. Salzburg oder das Schloss Herrenchiemsee von Ludwig II. sorgten dafür, dass auch an Schlechtwettertagen keine Langeweile aufkam. Für einen Besuch unter Tage in einem Salzbergwerk hat die Zeit nicht mehr gereicht.

Unser „Basislager“ hatten wir in Ruhpolding (656 m) aufgeschlagen, das uns bisher vor allem durch Biathlonwettbewerbe ein Begriff war. Am Nordrand der Voralpen gelegen, befinden sich ein paar Wandergipfel in Ortsnähe, welche auf HIKR bereits bestens dokumentiert sind. Wunderschönes Wetter hat uns am Tag nach der Ankunft auf den Vorder Rauschberg (1645 m) begleitet.  83_Stefan lieferte die Vorlage für unsere Aufstiegsroute über den Hutzenauersteig, welche uns als sehr kurzweilig in Erinnerung bleiben wird.

Die Wege und Pfade im Wald in der schattigen Nordflanke waren nach dem ergiebigen Regen vom Vortag recht matschig. Dies besserte sich dann in der langen Traverse durch die Geröllfächer und Rinnen im westlichen Teil. Schmal war der Pfad, abgesehen von einer abgespeckten, felsigen und nassen Passage aber sonst recht einfach zu begehen. Einen Stolperer darf man sich an manchen Stellen gleichwohl nicht erlauben,  weil es seitlich zum Teil zünftig runter geht. Interessant war, wie der Steig verschiedene Rippen immer wieder an geeigneten Stellen über Serpentinen in den Rinnen dazwischen Stellen überwindet

Schöne Ausblicke gab es nach Norden in das Alpenvorland und bald auch zum Wilden Kaiser im Südwesten. Nach dem alpinen Teil kamen wir durch eine Waldzone auf Almgelände, über welches der Wanderweg zum Gipfel führte. Unterwegs traten frisch eingeschneite Gipfel am Alpenhauptkamm in das Blickfeld. Ein sehr markanter Gletschergipfel hat sich später als Großvenediger (3657 m) entpuppt. Etwas drei Stunden nach dem Aufbruch hatten wir schließlich die Gipfelzone erreicht.

Vor wir den Gipfel aufsuchten, gönnten wir uns erst eine Brotzeit im Berggasthaus. Wie überall, gibt es in den Gasthäusern nicht so viel Platz, wie zu normalen Zeiten. Die Aussicht auf dem Rauschberg ist prächtig. Vom Dachstein im Osten reicht sie über den ganzen Alpenhauptkamm nach Westen bis zu den Lechtalern. Im Nahbereich stachen der Watzmann und das Kaisergebirge ins Auge. Vom Gipfel bietet sich auch eine tolle Aussicht über Ruhpolding bis zum Chiemsee hinaus. Obwohl der Berg mit einer Seilbahn erreichbar ist, hielt sich der Trubel um die Mittagszeit noch in Grenzen.

Dank der „Chiemgau-Card“ konnten wir kostenlos knieschonend zu Tal fahren. Gut 20 Minuten Wartezeit durch die Corona-Beschränkungen nahmen wir gerne in Kauf. Am späteren Nachmittag werden Ungeduldige wohl lieber einen Fußabstieg in Kauf nehmen. Als wir unten ankamen, war der Parkplatz prall gefüllt.

Fazit: Der Rauschberg ist ein tolles Wanderziel, wenn man nicht auf absolute Bergeinsamkeit Wert legt. Auf dem Hutzenauersteig waren in der Frühe nur wenige Leute unterwegs. Die Route ab der Talstation ist bestens markiert und beschildert und sehr abwechslungsreich. Die Stufe T3 wird nur auf einem kurzen Abschnitt erreicht.

Hinweis: Wegen Corona gibt es in allen Hotels, Gasthäusern, Museen, Seilbahnen etc. Beschränkungen „ über deren Sinn man nicht diskutieren brauche“ (Zitat eines Bahnangestellten). Auf eine Fahrt auf dem Königsee haben wir angesichts 150 m langen Schlangen an den Kassen verzichtet und dafür die sensationelle Aussicht auf dem Jenner genossen. Sieht man vom lästigen Mundschutz und der fragwürdigen Registrierungspflicht, hoffentlich mit den richtigen Personalien, in den Lokalen ab, gab es keine nennenswerten Einschränkungen vom Urlaubsgenuss. Im Gegensatz zu Deutschland, konnten wir in Salzburg und Kufstein auf den Mundschutz (Ausnahme Apotheken und ÖV) verzichten und den Namen und die Telefonnummer hat bei der Bestellung eines Sprudels auch niemand interessiert.

Hike partners: alpstein, Esther58


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