Fronalpstock (2124m) - von Netstal nach Näfels


Published by dulac , 2 July 2019, 10h58.

Region: World » Switzerland » Glarus
Date of the hike:24 June 2019
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GL   Schilt-Mürtschengruppe   Oberseegruppe 
Time: 6:45
Height gain: 1700 m 5576 ft.
Height loss: 1700 m 5576 ft.
Access to start point:cff logo Netstal
Access to end point:cff logo Näfels/Mollis
Maps:map.geo.admin.ch

Nachdem ich am 5. Juni auf dem Schwyzer Fronalpstock gewesen war, konnte ich am Abend nach meiner Heimkehr dem Bericht von PStraub entnehmen, dass auch der Glarner Namensvetter bereits machbar wäre. Und schon wusste ich, was ich am übernächsten Tag unternehmen würde: Auf dem Glarner war ich erst ein einziges Mal gewesen und das lag mittlerweile 9 Jahre zurück. Der zugehörige Bericht war zugleich mein allererster hier auf hikr. Also höchste Zeit ihn wieder einmal zu besuchen und dieses Mal vom Linthtal im Westen und nicht wie *damals vom Maschgenchamm und über die Murgseen.

 

Leider hatte ich an diesem 7. Juni allerdings kein Gipfelglück: Bis zum Sattel rund 200 hm tiefer war ich gekommen, doch hier heroben hatte es nun einen derart unangenehmen Föhnsturm, dass es zumindest für mich - einigen Unentwegten zum Trotz - keinen Sinn machte, weiter hinauf zu steigen.

 

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Zweieinhalb Wochen später und nachdem ich mich in der Zwischenzeit auch in seiner Nachbarschaft ein wenig umgesehen hatte (Nüenchamm) wurde ein neuer Versuch gestartet.

 

Ausgangspunkt war wieder die Bahnstation Netstal. Der Aufstieg von dort hatte mir bereits beim ersten Mal ausserordentlich gut gefallen: zunächst auf gutem Weg durch schattenspendenden Wald und danach durch Blumenwiesen bis zu einem Fahrweg nahe P958. Diesem muss allerdings nur kurz gefolgt werden bis es wieder auf Wanderwegen bis zum Naturfreundehaus Fronalpstock geht. Für einen *detaillierteren Beschrieb verweise ich gerne auf Bergamotte, der offensichtlich als einziger (seit 2011) bisher diese Variante gewählt hatte.

 

Am Naturfreundehaus kurzer Boxenstopp.

 

Danach dann auf der Wegspur bzw. dem Fahrweg weiter Richtung Mittelstafel. Bereits beim ersten Mal war mir hier bald eine Markierung aufgefallen: in der Wiese links des Fahrwegs, der Zaun hatte aber nicht wie in vergleichbaren Fällen einen Durchlass. Ich war beim ersten Mal also drüber gestiegen und dann für einige Meter einer nicht sehr ausgeprägten Spur gefolgt. Als sich diese mehr oder weniger verloren hatte bin ich einfach geradeaus weiter und in eine Mulde gelangt, auf deren rechter Seite es recht steil nach oben ging, und wo sich oben auf dem Grat die Bergstation eines durch diese Mulde verlaufenden Lifts befand. Die Flanke war gut gestuft. Oben angekommen, war offensichtlich, dass ich mich bereits etwas höher als Mittelstafel befand und dass ich von hier über Wiesengelände direkt auf die Fortsetzung des Fahrwegs zwischen Ober und Mittel-Stafel zusteuern konnte.

 

Nach dieser Erfahrung war auch jetzt klar, runter vom Fahrweg. Doch dieses Mal entdeckte ich noch eine bessere Variante: statt weiter in die Mulde gleich zu Anfang rechts die Lehne hoch, die mich dann ebenso wie zuvor auf den bereits angesprochenen Grat führte. Genauso bin ich später dann auch abgestiegen, denn den Fahrweg fand ich beim ersten Mal, wo ich ihn in ganzer Länge für den Abstieg nutzte, eher unangenehm zu begehen, das schon mal vorweg.

 

Der weitere Aufstieg dann wieder auf dem Normalweg und durch den Kamin. Nach einer Netto-Gehzeit von rund 4¼ Stunden war schliesslich der Gipfel erreicht. Super Panorama hier. Fast anderthalb Stunden genoss ich den Aufenthalt. Die Hälfte der Zeit als einziger Besucher.

 

Dann war aber doch der Zeitpunkt gekommen, den Abstieg in Angriff zu nehmen. Anders als zuvor nun allerdings – der Kamin und die beiden kettenversicherten Passagen danach waren bereits passiert – an geeigneter Stelle direkt den Grashang hinab und unten angekommen wie zuvor im Aufstieg zum Naturfreundehaus. Im Schopf bediente ich mich noch einmal mit einer Flasche IceTea.

 

Anders als beim ersten Mal habe ich die folgende Passage auf dem Fahrweg nicht beim Abzweig des direkten Wanderwegs hinab nach Mollis beendet sondern, da ich genügend Zeit hatte, bin auf ihm verblieben. Und so kam ich erst nach einer weitausholenden Schleife nach Süden dann wieder zu einem Wegweiser für den restlichen Abstieg per Wanderweg nach Mollis und der Bahnstation.

 

Das kühle Bier vom Kiosk an der Bahn habe ich nun beim letzten Blick hinauf sehr genossen.


Hike partners: dulac


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Comments (4)


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Sent 7 July 2019, 15h06
Hallo Wolfgang
Immer wieder erstaunlich, wie gut ein Bier (oder ein Saft) nach einer Wanderung schmeckt. ;-) Muss ein Bilderbuchtag gewesen sein, fotomässig jedenfalls super eingefangen.
LG, Yves

dulac says:
Sent 8 July 2019, 18h01
Hallo Yves,

ich trinke Bier sonst ja eher selten, aber in Situationen wie hier am Ende einer zwar sehr schönen, aber auch sehr schweisstreibenden Tour gibt es kaum etwas Besseres.
Herzlichen Dank auch für Dein anerkennendes Feedback!
Konnte ich Dich mit dem Bericht vielleicht am Ende sogar dazu animieren, dem Froni I noch einen Froni II folgen zu lassen? Falls Dich die Hm von und nach ganz unten etwas abschrecken sollten, Motorisierte können stattdessen auch am Naturfreundehaus starten.

LG Wolfgang

countryboy says: RE:
Sent 8 July 2019, 19h44
Du wirst lachen, Wolfgang, aber meine Route ist seit rund zwei Wochen bereits geplant und jawohl: mit Ausgangspunkt Naturfreundehaus! Wenn man sich mit dem einen Froni befasst, gerät man automatisch auch an den anderen. Nebst Fronalpstock (II) würde ich bei meiner Wanderung vermutlich auch Schilt & Tristli mit reinpacken. Mal sehen, wie schnell (oder auch nicht) es sich ergibt... Ein dulac Bericht zum Froni II giesst jedenfalls zusätzlich Öl ins Feuer. ;-)

Gruss, Yves

dulac says:
Sent 12 July 2019, 12h59
Freut mich sehr zu hören, dass ich Dir zu diesem bereits geplanten Projekt noch eine weitere Anregung liefern durfte.
Schilt und Tristli mit reinzupacken ist jedenfalls eine sehr gute Idee!

Viel Erfolg und LG
Wolfgang


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