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Berglauf am Hohgant


Published by Bergamotte Pro , 16 November 2018, 15h35.

Region: World » Switzerland » Bern » Berner Voralpen
Date of the hike:10 November 2018
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-BE 
Time: 4:15
Height gain: 1775 m 5822 ft.
Height loss: 1775 m 5822 ft.
Access to start point:cff logo Innereriz, Säge od. Parkplatz nach der Brücke
Accommodation:Hohganthütte
Maps:1188 Eggiwil / 1208 Beatenberg

Den Hohgant habe ich seit längerem im Visier. Doch die Reise von Zürich nach Innereriz oder Kemmeribodenbad ist für eine Tagestour einfach zu umständlich. Heute aber packe ich die Gelegenheit beim Schopf, denn wir verbringen ein verlängertes Wochenende in Thun. Während sich meine Partnerin an der Yonamo auf der Thun-Expo die Füsse platt steht, mache ich mich ab Innereriz an einen Berglauf über das stattliche Massiv.

Der Parkplatz nach Innereriz (1040m) ist verwaist, als ich um halb zehn Richtung Grüenenbergpass aufbreche. Den Nebel habe ich bereits bei der Anfahrt längst hinter mir gelassen. Der Wanderweg ist meist gut angelegt oder verläuft auf der Alpstrasse, ideal also zum Einlaufen und Aufwärmen. Erst bei P. 1521, wo ich mich von der Passroute verabschiede, übernimmt König "Trail". Nach Arni steilt das Gelände massiv auf, an Rennen ist im Wald nicht mehr zu denken. Bald öffnet sich die Sicht wieder und über recht felsige Unterlage - weiterhin kaum Flow - erreiche ich das Trogenhorn (1973m). Man überblickt von hier das gesamte Hohgant-Massiv im Norden, im Süden thronen das Sigriswiler Rothorn und die Siben Hängste.

Der Weiterweg ist gegeben und durchgehend markiert. Nach dem rauen Abstieg in die Chrinde (1968m) kann ich endlich wieder aufdrehen und überschreite zügig den Hohgant West (2062m). Wobei, vom Widderfeld weiter dem Grat zu folgen, erweist sich mit den Trailrunnern als schlechte Idee. Also Rückzug und durch die Südflanke steil zum Wanderweg runter. Dann in wunderschönem Flow dem Wysschrüzgrat entlang, über den Aff (2035m) und hoch zum grosszügigen Gipfelplateau vom Hohgant (2164m), wo ich auf erste Wanderer treffe.

Die Überschreitung der Drei Bären in Turnschuhen reizt mich nicht, also kurzer Abstieg und (vermeintlich) letzte Höhenmeter zum Furggengütsch (2197m). Hier ist es Zeit für eine Pause. Diese fällt (leider) nicht allzu lange aus, denn es ist empfindlich kalt. Und während im Osten Väterchen Föhn für einen perfekten Martinisommer sorgt, drücken sich hier zeitweise Wolken vor die Sonne.

Der wilde, felsige NE-Grat wirkt aus der Distanz furchteinflössend. Vor Ort erweist er sich dann als recht gutmütig, die T5/II wird nicht überschritten und in den Flanken wären auch Umgehungen möglich. Eine komplette Überschreitung des Hohgants würde nun natürlich weiter nach Kemmeribodenbad führen. Aber der Rückweg nach Innereriz wäre dröge, schattig und extrem weitläufig. Das schenke ich mir und wähle stattdessen den direkten Nordabstieg über die Luterschwändiegg. Es handelt sich hier um einen alten Bergweg, der nicht mehr unterhalten wird und - abgesehen von der Chrinde - meines Wissens die einzige Ausstiegsmöglichkeit nach Norden darstellt. Bei guten Verhältnissen sind die Schwierigkeiten bescheiden (kurz T4), aber bei Nässe oder gar Schnee wird die Affiche schnell heikel.

Bei P. 1397 treffe ich wieder auf den Bergwanderweg, der mich wenig prickelnd zurück nach Innereriz bringt. Die Distanz und Gegenanstiege sollten hierbei berücksichtigt werden... Trotz Laufschritt bin ich deutlich länger unterwegs als erhofft. So bin ich doppelt froh, dass ich mich gegen die Variante via Kemmeribodenbad entschieden habe.


Zeiten
1:15  Trogenhorn
0:20  Hohgant West
0:30  Hohgant
0:15  Furggengütsch
1:50  Innereriz

Hike partners: Bergamotte


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Comments (1)


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Sent 16 November 2018, 20h05
Bezüglich des Direktabstiegs nach Luterschwändiegg kann ich sagen, dass ich im Frühsommer nach einem feuchten Tag da hochgegangen bin. Die Feuchtigkeit wäre ja noch so gegangen, aber zusammen mit der furchtbaren Vegetation und der Steilheit was das tatsächlich eine prekäre Angelegenheit. Im oberen Teil bin ich beide Routen gegangen, die alte untere und die markierte obere. Ich empfand die untere als einfacher. Die angeblich abgerutschte Stelle war für mich überhaupt kein Problem. Ich war nicht mal ganz sicher, welches die Stelle überhaupt war.


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