Uri Rotstock - mit Kilifreunden: ab Gitschenhörelihütte


Published by Felix Pro , 12 November 2018, 22h20. Text and phots by the participants

Region: World » Switzerland » Uri
Date of the hike: 9 September 2018
Hiking grading: T4- - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-UR 
Time: 5:15
Height gain: 810 m 2657 ft.
Height loss: 1650 m 5412 ft.
Route:Gitschenhörelihütte - P. 2428 - (P. 2659) - Sattel Chlitaler Firn - Uri Rotstock - Sattel Chlitaler Firn - Rotstocksattel - P. 2740 - P. 2695 - Moräne - P. 2428 - Gitschenhörelihütte - Im Lauberz - Schaffirenboden - Wilderbutzen - Biwaldalp - P. 1748 - Sassigrat - Äbnet - Musenalp
Access to end point:LSB Musenalp - Neihüttli, PW via Isenthal - Isleten - Seedorf, Autobahn Altdorf - Horw, Kriens und Wolhusen nach cff logo Menznau - cff logo Wyssachen, Abzw. Roggengrat
Maps:1191 - Engelberg

Nach dem etwas früheren Aufstehen in der Gitschenhörelihütte meinerseits - um den Ofen anzufeuern - stärken wir uns für unsere Gipfeltour; mit grosser Freude können wir konstatieren, dass das Wetter uns wohlgesinnt ist - wir erleben Richtung  Chaiserstuel und Schlossstock hin, wie die Gipfel allmählich ins Sonnenlicht getaucht werden.

 

Der zeitige Abmarsch ab der Hütte leitet uns rasch auf die ehemalige Seitenmoräne hoch; bis zu P. 2428 laufen wir auf deren Gratkante, danach wenden wir uns dem direkten Aufstieg (ebenso wbw markiert) zu. Bereits an der Sonne können wir die etwas gerölligen Aufstiegsmeter bis zur Felsstufe auf ~ 2493 m zurücklegen; hier beginnt der wohl attraktivste Abschnitt unserer Bergwanderung. Teils ketten- oder seilgesichert gilt es einfach die hier gutgriffigen und -trittigen Felsstufen zu überwinden - nur zu kurz dauert das „Vergnügen“.

Im stets wieder einfacheren Gelände steigen wir unschwierig auf zum Felshöcker (P. 2659); ab hier erwartet uns die mehrheitlich in den Schatten getauchte Passage im Fels-Geröllkessel bis zur Felsrippe, welche südlich von P. 2826 in wsw-Richtung hinunterzieht.

Wenn auch anschliessend die Wegführung (wie auch Markierungen) gewisse Zweifel ob der besten Spur offenlassen, so ist schliesslich der Anstieg über nun weitläufige Geröllfelder ein einfacher - so erreichen wir nach der längeren schattigen Passage die Sonne auf dem Sattel Chlitaler Firn.

 

Wenn wir hier unser Gipfelziel auch noch nicht erblicken können - so sind wir doch bereit hocherfreut ob des Anblicks in dessen Richtung, und des nur noch geringfügigen „Schlussspurtes“ - dieser erordert doch noch einige Minuten auf dem hier rutschigen Untergrund - dann stehen wir oben: Uri Rotstock - ein weiteres Mal, und heute mit den Kilifreunden, ein jedes Mal ein tolles Erlebnis, heute mit der Freude mit lieben, vertrauten, Gefährten zusammen!

Für mich nach wie vor der „Traumgipfel über dem Urnersee“, gefällt der Gipfelerfolg und v.a. die phänomenale Rundsicht sowie der Tiefblick zum Urnersee nach Brunnen auch meinen „Gspänlis" ausserordentlich - auf der windgeschützten Ostseite lassen wir uns zu einer längeren Rast nieder.

 

Eher ungern mache ich wieder (von meinem Lieblingsberg aus) mit meinen lieben Begleiter|innen auf den Rückmarsch - lange könnte, möchte, ich hier verweilen …

Rasch sind wir zurück am Sattel Chlitaler Firn; nun jedoch folgen wir dem „einfachen“ Gipfelzustieg für unseren etwas längeren, weiter ausholenden, Weg zurück. Südwestlich unter der felsigen Erhebung, P. 2826, hindurch benutzen wir den weiterhin (auch hier) wbw markierten Weg. Nur wenige Bergwanderpassagen leiten uns über zum flachen Rücken und zum Rotstocksattel.

Ein beschauliches Gehen über den flachen Rücken wird bereichert mit herrlichen Ausblicken zum attraktiven Gitschen zur Urnerseeseite, wie auch zum Blüemlisalpfirn zur andern, zudem überrascht uns unmittelbar nach P. 2740 der kühne Tiefblick zum östlichen, auch dahinschwindenden, Chlitaler Firn.

 

Wenig später beginnt der Abstieg über weite Geröllflanken - unschwierig zu begehen - zu P. 2694, danach steiler, weiterhin problemlos Richtung Seitenmoräne. Erst jedoch suchen wir die besten Möglichkeiten, in der Senke zwischen dieser und dem Hang, entweder auf Geröll oder auf doch noch beträchtlichen Altschneefeldern, den Weiterweg zu gestalten. Endlich gelangen wir auf den „Grat“ der Moräne, zu des Gletschers Seite hin bricht sie doch etliche Male sehr steil ab - wie lange wohl sie noch Bestand hat?...

 

Wie wir unseren Abzweig auf P. 2428 erreichen, werden wir uns auch unserer gemütlichen Hütte und Nachtlagers wieder gewahr; vergleichsweise zügig streben wir der Gitschenhörelihütte zu - wo wir Reste unseres Abendessens aufwärmen und verzehren, die Hütte wieder benutzerfreundlich einrichten, und letzte Augenblicke auf dieser exzellenten Loge verbringen.

 

Ab hier deckt sich unser Rückweg mit der gestrigen Aufstiegsroute: erst schreiten wir hinüber nach Im Lauberz, und begeben uns dann in die steile, geröllige, Flanke, welche uns zurück leitet nach Schaffirenboden.

Eine teils etwas ruppige Steilstufe führt hinunter unter den Felsaufbau zwischen Ober Mälchboden und In den Bändern; anschliessend leitet der BWW wieder zurück nach Wildbutzen; kurz darauf trennen sich Frauen und Männer - jene verfolgen die abkürzende Wegstrecke über der Biwaldalp, während diese absteigen zum gastlichen Haus; hier gebe ich den Schlüssel der Gitschenhörelihütte zurück - und legen wir letzte Wasservorräte an …

 

Später, kurz nach P. 1748, treffen wir wieder auf unsere Frauen; bald erreichen wir gemeinsam wieder den Sassigrat.

Bereits zeichnet sich unser Bergwanderabschlusspunkt ab; es sind zwar noch einige letzte, teils etwas kräfteraubende, Höhenmeter im Abstieg zurückzulegen, bis wir uns auf der Musenalp zum Einkehrschwung niederlassen können - die sympathische „Aushilfe“ der Hütte schiesst auch unser abschliessendes Gruppenfoto.

 

Mit der offenen, luftigen, „Seilbahnkiste“ gondeln wir schliesslich wieder zu Tal nach Neihüttli - um fantastische Erlebnisse reicher.

 

▲ 1 ¾ h (inkl. 20 min Pause)

 

▼ 1 h 55 min (inkl. 20 min Pause) bis Gitschenhörelihütte

 

▼▲▼ 2 h 50 min bis Musenalp (inkl. 40 min Pausen)

 

unterwegs mit Nadia, Fränzi, Irene und Markus


Hike partners: Felix, Steve8, Munggi13


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