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Schäfler und Seealpsee - Gipfelbiwak bei besten Verhältnissen


Published by boerscht , 31 May 2017, 00h09.

Region: World » Switzerland » Appenzell
Date of the hike:25 May 2017
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: Alpstein   CH-AI 
Time: 2 days
Height gain: 710 m 2329 ft.
Height loss: 710 m 2329 ft.
Route:14 km
Access to start point:Über Appenzell nach Wasserauen; kostenlose PP in Massen vorhanden

Ein wettertechnisch wunderbares Wochenende sollte bevorstehen, dies muss ausgiebig ausgenutzt werden, bevor die Klausuren in der Uni wieder anstehen und ich am Schreibtisch festsitze. Also wird der Rucksack mit Biwakutensilien, Essen und Trinken fürs ganze Wochenende vollgestopft.

Tag 1: Bergstation Ebenalp - Schäfler, T2, 1 h:

Mit der letzten Bahn um 17:45 Uhr gehts für uns auf die Ebenalp hoch, da der Rucksack mit Foto-Kram, Zelt, Schlafsack, Kocher, Kaffeekanne etc. doch gut Gewicht auf die Wage bringt, ist diese Abkürzung heute ausnahmsweise mal erlaubt.
Wir sind die einzigen in der Bahn und auch auf der Ebenalp treffen wir niemanden an, welch ein Glück, morgen sollte dies genau anders herum aussehen. 
Voll bebackt gehts also über die Wanderautobahn über die Ebenalp in richtung Chlus. Hier liegt nordseitig noch etwas Schnee, welcher nach diesem Wochenende wohl weg sein sollte und auch jetzt kein Problem darstellt.
Einfach gehen wir weiter hinauf zum Schäfler. Der "Appenzeller Biancograt" welcher hier im Winter zu sehen ist, ist noch im Endstadium vorhanden, kann jedoch leicht umgangen werden.
Zu unserem erstaunen hat das Berggasthaus heute den ersten Tag geöffnet, damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet, bzw. nicht nachgeschaut. Naja das Biwak muss trotzdem gehen.
Nach Essenspause am Gipfel und einem leckeren Bier im Gasthaus warten wir auf den Sonnenuntergang
Mit uns sind noch einige andere fotografie begeisterte hier oben, mit denen wir uns gut Unterhalten. Die nächtigen jedoch alle im Gasthaus. 
Der Sonnenuntergang und die Stunde davor ist der Wahnsinn, das Licht leuchtet wunderbar auf die äußere Alpsteinkette mit Öhrli, Altenalptürmen etc.
Auch ein paar mutige Gleitschirmflieger genießen den Abend und ziehen nur einige Meter am Gipfel vorbei ihre Bahnen.

Läden Nordgipfel ? T5, 20 min:

Ich kraxle unterhalb des Schäflers noch den Grat entlang. Der Wanderweg zum Hoch-Niederi Sattel ist bis vor die Altenalptürme komplett schneefrei. 
Der Grat schnürt sich immer wieder eng zusammen und der Stein-Fels mix ist höllisch brüchig. An einer geeigneten Stelle steige ich nach einigen Fotos, die der Kollege vom Schäfler aus macht über steiles Gras wieder zum Wanderweg ab. Ich bin mir nicht sicher ob ich es bis zum Läden Nordgipfel geschafft habe, bzw. welche Erhebung diese genau ist. Von der Schwierigkeit her definitiv T5.


Unser Zelt stellen wir am vorgelagerten Gipfel mit Aussichtsbank auf einer schön ebenen Fläche etwas entfernt vom Gasthaus auf.
Nach Ravioli und Tee, wird's durch strengen Wind ziemlich kalt und wir legen uns ins Warme Zelt. Eigentlich wollten wir noch Fotos von der Milchstraße machen, das haben wir jedoch verpennt.


Tag 2: Schäfler - Wasserauen - Seealpsee, T2 ; 3 h:

Um halb 5 klingelt der Wecker, die Nacht war durch starken Wind recht unruhig. Nach Kaffee und Frühstück warten wir auf den Sonnenaufgang, welcher rasch kommt und ebenso schnell zu Ende ist. Auch die Fotografen-Meute aus dem Gasthaus ist schon wach und stellt die Stative auf dem Gipfel auf.
Nach wiederum sehr schöner Morgenstimmung und super Panorama in den Alpstein, sowie etlichen Fotos später, packen wir unsre Sachen und steigen wieder zur Ebenalbahn Bergstation ab.
Auf dem Weg kommen uns die Massen entgegen, die mit den ersten Bahnen hochkommen. Das Grüßen wird hier richtig anstrengend. 
In Wasserauen glauben wir unsren Augen nicht was hier los ist. Die Schlange zur Ebenalpbahn reicht über die Brücke, noch lange die Straße hinauf. 
Einen Abstecher zum Seealpsee lassen wir uns jedoch nicht nehmen, da heute Abend noch ein Biwak auf dem Programm steht und eine Dusche nicht verkehrt wäre.
Im strammem Tempo ohne viel Gepäck gehts in 40 min rauf zum Seealpsee. Hier ist so viel los, dass wir die Dusche dann lieber in einem der drei, hinter dem Seealpsee auf der linken Seite gelegenen Wasserfälle nehmen.
Über den ungemütlichen Fahrweg gehts wieder zurück zum Auto. Alles verstaut fahren wir ab in Richtung Kanisfluh, wo es heute Abend noch rauf gehen soll.


Das Biwak auf dem Schäfler war ein einzigartiges Erlebnis, der Sonnenuntergang hier oben ist der Wahnsinn. Sollte man jedoch außerhalb der Saison des Gasthauses machen und das Zelt nach Sonnenuntergang auf und vor Sonnenaufgang ab bauen, wie eigentlich selbstverständlich sein sollte keinen Müll da lassen und sich angemessen verhalten, dann sollte sich hier niemand gestört fühlen.

Hike partners: boerscht


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