Zellerhorn (1396 m) Überschreitung - der Klassiker im Priental


Published by Nic , 1 June 2016, 09h21.

Region: World » Germany » Alpen » Chiemgauer Alpen
Date of the hike:26 May 2016
Hiking grading: T3+ - Difficult Mountain hike
Climbing grading: I (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: D 
Time: 5:30
Height gain: 1300 m 4264 ft.
Height loss: 1300 m 4264 ft.
Route:Hohenaschau - Hofalm - Hammerstein - Zellerhorn - Zellerwand - Jägerwand - Laubensteinalmen - Abereck - Heuraffelkopf - Abereck - Laubenstein - Hofalm - Hohenaschau
Access to start point:Über Bernau und Aschau nach Hohenaschau. Kostenfreier Parkplatz an der Festhalle
Maps:Kompass Nr. 10

Die Prien gehört zu den längsten Wildbächen im bayrischen Alpenraum und ist neben der Tiroler Achen der bedeutenste Zufluss des Chiemsees. Sie entspringt am Spitzstein und mündet bei Rimsting in die Schafwascher Bucht. Das gleichnamige Tal ist bei Naturfreunden überaus beliebt und darf ohne Frage zu den schönsten Gebieten im Chiemgau gezählt werden. Neben bekannten Bergen wie Spitzstein & Co, sticht dem aufmerksamen Beobachter vor allem der mehrgipflige Zellerkamm ins Auge. Seine Überschreitung bietet dem trittsicheren und Schwindelfreien Bergeher eine spannende Tour mit wunderschönen Weit- und Einblicken in die faszinierende Welt der Chiemgauer Alpen.

Troz der relativ humanen Bewertung sollte die Überschreitung nur von wirklich erfahrenen Bergsteigern durchgeführt werden. Es gab schon zahlreiche Unfälle, einige davon endeten tragisch! Bei Nässe oder gar Schnee ist die Tour absolut tabu!


Tourenbericht:

Start und Zielpunkt der Rundtour ist der kostenfreie Parkplatz an der Festalle in Hohenaschau. Zunächst folgt man der Beschilderung durch schönen Bergwald hinauf zur schön gelegenen Hofalm. Kurz vor der Alm hält man sich links und folgt der ansteigenden Wiese in südlicher Richtung hinauf zum Rücken, der zum ersten Gipfel, dem Hammerstein hinaufzieht. Weiter oben trifft man auf gute Steigspuren, die einen rasch an Höhe gewinnen lassen. Vor dem Gipfel gilt es noch eine kurze und versicherte Rinne (I) zu überwinden. Kurze Zeit später steht man auch schon am Kreuz mit schönen Ausblicken zum Chiemsee.

Nach einem kurzen Abstieg in eine Senke, gelangt man an einem Gedenkkreuz (Stelle I) vorbei zur Schlüsselstelle der Überschreitung. Die folgende grasige Steilflanke hinauf zum Zellerhorn ist im oberen Bereich mit einem Stahlseil versehen. Trotz Versicherung ist jedoch ein wenig Kraxelei (I) erforderlich. Ohne Benutzung des Seils gestaltet sich der Anstieg schon recht anspruchsvoll und dürfte sich im oberen T4-Bereich bewegen.

Der anschließende Weiterweg ist landschaftlich großartig und bietet immer wieder schöne Ausblicke. Wer der Überschreitung noch ein wenig Würze verleihen möchte, hält sich wenn möglich direkt an der Gratkante und kommt so in den Genuss einiger einfacher aber luftiger Kraxelstellen. Es besteht allerdings jederzeit die Möglichkeit, die Schwierigkeiten etwas unterhalb auf guter Pfadspur zu umgehen.

Viel zu schnell erreicht man nach der Zellerwand (Kreuz, GB) mit dem Zellerwandl (Jägerwand) auch schon den letzten Gipfel der Überschreitung. Der folgende Abstieg hinunter in den Sattel zwischen Laubenstein und Heuraffelkopf gestaltet sich weglos aber unschwierig.

Wer möchte folgt nun der Beschilderung zurück zur Hofalm, oder macht wie wir noch einen Abstecher auf die lohnenden Aussichtsgipfel Heuraffelkopf und Laubenstein. Besonders letzterer bietet nochmal einen phänomenalen Blick auf den Chiemsee.

Nach einem schnellen Radler an der urigen Hofalm (nette Wirtsleut), gelangen wir zuletzt auf dem Anstiegsweg zurück zum Ausgangspunkt am Parkplatz in Hohenaschau.


Schwierigkeiten:

Hammerstein T3 I
Überschreitung übers Zellerhorn zur Jägerwand T3+ I (Ohne Seilbenutzung deutlich anspruchsvoller. Direkt am Grat T4- I)
Abstecher über das Abereck zum Heuraffelkopf T2
Abstecher zum Laubenstein T1


Fazit:

Wunderschöne und teils luftige Überschreitung. Ein Highlight der Chiemgauer Alpen!

Hike partners: Nic, Tom81


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Comments (1)


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Sent 12 February 2021, 13h41
Interessante Tour, aber T3+ halte ich für unterbewertet! Ich war allerding bei Schnee dort unterwegs.


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