Kleiner Mythen und Grosser Mythen NW-Flanke (Chrüzplangg)


Publiziert von HBT , 13. Oktober 2008 um 20:05.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:13 Oktober 2008
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Mythengruppe   CH-SZ   Nördliche Muotataler Alpen   Alptaler Berge 
Aufstieg: 1120 m
Abstieg: 1120 m
Strecke:Ibergeregg - Holzegg - Zwüschet Mythen - Zwüschet Mythen Chrüz - Kleiner Mythen Vorgipfel - Kleiner Mythen - Kleiner Mythen Vorgipfel - Zwüschet Mythen Chrüz - Chrüzplangg - Rot Grätli - Grosser Mythen - Grosser Mythen Normalweg - Holzegg - Ibergeregg
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Ibergeregg oder PW
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Ibergeregg oder PW

Schöne und anspruchsvolle Halbtagestour in den Mythen.

Von der Ibergeregg (1406 m) auf breitem Weg zur Holzegg (1405 m) am Fuss des Grossen Mythen. Weiter den Grossen Mythen nordöstlich umgehend nach Zwüschet Mythen (1356 m) und auf einem Waldweg zum Zwüschet Mythen Chrüz (1438 m; ohne Namen auf der LK; Bild unten), dem tiefsten Punkt zwischen dem Grossen und dem Kleinen Mythen. Herbststimmung wie aus dem Bilderbuch!

Zwüschet Mythen Chrüz

Kleiner Mythen, 1811 m, Normalroute:
Direkt beim grossen Kreuz beginnt der Weg. Zuerst über eine Wiese hinauf, dann im Wald. Viele Gemsen gesehen! An einer Stelle geniesst man einen fantastischen Blick in die Ostflanke des Berges. Der Weg ist perfekt markiert und ohne besondere Schwierigkeiten. Die letzten hundert Meter führen über einen steileren Wiesenhang mit fantastischem Tiefblick. Zuoberst verschmälert sich der Hang zum P. 1763, dem Vorgipfel des Kleinen Mythen (T2 - T3).

Vom Vorgipfel der Gratschneide nach, kurz links ausweichend und später eine Felsrinne (I; nicht ausgesetzt) hinunter. Von hier wieder auf gutem Weg einfach in der Westflanke bis unter den Gipfelaufbau. Hier wieder leichte Kraxelei, es sind verschiedene Wege möglich. Schnell steht man beim Gipfelkreuz des Kleinen Mythen (1811 m).

Beim Abstieg über den Gipfelaufbau habe ich eine direktere Linie gewählt, ein kleines Wändchen (III) muss abgeklettert werden. Danach gleicher Weg zum Vorgipfel (P. 1763) zurück. Nach einer ausgiebigen Mittagsrast gleicher Abstieg wie Aufstieg zum Zwüschet Mythen Chrüz (1438 m).

Fazit: Schöne, abwechslungsreiche Route. Einfache Kraxelei kurz vor dem Gipfel. T5-, I

Kleiner Mythen und Haggenspitz
Kleiner Mythen (1811 m) und Haggenspitz (1761 m).
Kleiner Mythen und Haggenspitz (1761 m).
Kleiner Mythen (1811 m) und Haggenspitz (1761 m); auf diesem Bild ist die grosse, breite und flach geneigte Grasrampe, die zum Vorgipfel (1763 m) des Kleinen Mythen führt, gut zu sehen.
Vorgipfel-Hauptgiofel
Gratstrecke vom Vorgipfel (1763 m; knapp nicht sichtbar) zum Hauptgipfel des Kleinen Mythen (1811 m; rechts).
Kleiner Mythen und Haggenspitz
Blick vom Grossen Mythen (1899 m) auf den Kleinen Mythen (1811 m) und den Haggenspitz (1761 m). Gut sichtbar sind die Kehren des Normalweges auf den Kleinen Mythen auf der Wiese vor dem Vorgipfel (P. 1763; ohne Name auf der LK).

Grosser Mythen, 1898 m, Chrüzplangg:
Vom Zwüschet Mythen Chrüz (1438 m; ohne Namen auf der LK) auf spärlichen Pfadspuren links an den Felszacken vorbei zum Einstieg der Chrüzplangg. Der erste Teil ist unbewaldet, über eine trichterartige Rampe gelangt man knapp auf die Höhe des Sattels zwischen P. 1585 und der Chrüzplangg.

Nun links haltend auf schwach ausgeprägten Trittspuren (eher von Gämsen als von Menschen) in steilem Rasen zwischen Felsbändern hindurch. Danach steil an Legföhren und Grasbüscheln halt findend aufwärts. Nach einiger Zeit zu einem 3 m hohen senkrechten Felsaufschwung (III). Heikel über den nassen, moosigen Fels aufwärts. Hier war ich ziemlich sicher nicht auf der Idealroute, im Führer ist von der Felsstufe keine Rede. Die Stufe lässt sich wahrscheinlich auch links oder rechts umgehen. Nachher weiter durch Legföhrengestrüpp zu einer glatten Felsplatte (2 m; III-; im Führer erwähnt). Die Felsplatte lässt sich am besten in der Mitte an Gras- und Moospolstern überwinden. Danach legt sich das Gelände kurz zurück und man verlässt das Legföhrengelände. Über einen letzten steilen Grashang etwa 50 m aufwärts, danach trifft man auf dem obersten Teil der Mythenmatt auf die blauen Markierungen der Schafweg - Rot Grätli-Route. Ich folge den Markierungen aufwärts über das Rot Grätli (T5) zum Gipfel. Zum Schluss führt ein felsiger Kamin mit grossen Griffen zur grossen Schweizer Fahne auf dem Grossen Mythen (1898 m).

Fazit: Die Chrüzplangg ist im Gegensatz zur Chalberstöckliroute sicher weniger abwechslungsreich, ständig befindet man sich in steilen Grashängen zwischen Legföhren. Die heikle Felsstufe, die ich im Mittelteil überkletterte, lässt sich mit Sicherheit umgehen. Die Kletterschwierigkeiten lassen sich so ziemlich sicher auf II  reduzieren. Wahrscheinlich ist es auch besser, nicht zu stark an den östlichen Rand der Plangg zu gehen, wie es im SAC-Führer angeraten wird, da der Legföhrenbewuchs dort stärker ist als in der Mitte. Die ganze Plangg ist im Herbst ziemlich oft feucht, da sie sich wegen der Nordwest-Expositoion meist im Schatten befindet. Die Grashänge sind teils über 50° steil.

Abgestiegen bin ich dann zügig über den Normalweg in 20 min zur Holzegg (1405 m) und weiter zurück zu Ibergeregg (1406 m).

Holzegg
Holzegg (1405 m).


Tourengänger: HBT

Galerie


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