Clariden 3267m (Abstieg via Tüfelsjoch)- ein trauriges Kapitel


Publiziert von Bombo , 15. September 2008 um 00:02.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:11 September 2008
Hochtouren Schwierigkeit: ZS-
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   CH-UR   Claridengruppe   Ortstockgruppe 
Aufstieg: 1320 m
Abstieg: 1320 m
Strecke:Klausenpasshöhe - Iswändli - Chammlijoch - Vorgipfel - Clariden - Claridenfirn - Tüfelsjoch - Chlus
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit PW zur Klausenpasshöhe, Gratis-Parkplatz bei der Kapelle
Kartennummer:LK 1:25000, Bl 1193 "Tödi"

Eine weitere Folge von "bombostische Schlumpfentouren", heute:


"Zwischen Himmel und Hölle, zwischen Engel und Teufel - eine herrliche Tour mit fatalem Ausgang"


Ich schreibe diesen Bericht, während meine Kollegin noch immer im Spital liegt und um ihre beste Gesundheit kämpft. Meine Gedanken sind bei ihr, meine Hoffnung für Sie unendlich gross.

Es sollte eine einfachere Hochtour mit garantiertem Gipfelerfolg werden - hierfür eignet sich die Claridentour bestens. Das Wetter für den 11. September 2008 wurde als schön prognostiziert - aufkommende Gewitter am späten Nachmittag, wo wir dann aber bereits beim Abschluss-Bier sitzen würden. Es kam jedoch anders.

Um 07.10 Uhr starteten wir via "Normalroute" beim Klausenplass 1948m und stiegen dem rot-weiss-markierten Wanderweg vorbei am Rettungsschlitten hoch zum Iswändli 2872m. Ca. beim "Mittleren Band" verloren wir einmal kurz die Markierungen, kamen dann aber wieder rasch auf den Wanderweg. Beim Iswändli genossen wir die erste ausgiebige Rast, bevor wir dann angeseilt und mit Steigeisen bewaffnet hoch richtung Chammlijoch 3021m stiegen. Das Iswändli wie auch der gesamte Gletscher beim Chammlijoch sind mehrheitlich ausgeapert, weshalb man dort öfters auf Blankeis trifft (mit der nötigen Konzentration jedoch ohne Probleme zu begehen).

Nach dem Chammlijoch folgt der erste Felsaufstieg auf den Clariden Vorgipfel 3191m, welcher mit (Zeitersparnis) oder auch ohne Steigeisen einfach erreicht wird. Anschliessend leicht ausgesetzter Abstieg in den Sattel 3155m zwischen Vorgipfel und Hauptgipfel. Von hier dank Unterstützung der Kette in einfacher Kletterei (I-II) rauf auf den Clariden 3267m.

Ganz alleine geniessen wir die Aussicht in alle 4 Himmelsrichtungen. Sehr eindrücklich der breite Hüfifirn wie auch der langgezogene Claridenfirn, welchen wir nach unserer Gipfelrast betreten werden.

Um 12.40 Uhr verliessen wir den Hauptgipfel und wählten als Abstieg die Tour via Claridenfirn - Tüfelsjoch - Chlus (Klausenpassstrasse), welche mir von einem Kollegen empfohlen wurde. Bereits der Abstieg vom Clariden auf den Claridenfirn hat es in sich - es gilt einerseits eine kurze, jedoch sehr steile Fels- und Eisflanke zu überwinden und andererseits wartet am Ende dieser Flanke noch ein Bergschrund, welchen es ebenfalls in akrobatischer Manier zu überlisten gilt. Dank ein bisschen Mut und der mitgeführten Eisschraube bewältigen wir diese beiden "Hürden" mehr oder weniger problemlos und freuten uns umso mehr, als wir erneut ganz alleine den Claridenfirn in nordöstliche Richtung betreten, vorbei am Bocktschingel 3079m und vorallem vorbei an unzähligen Gletscherspalten, welche nicht selten unendlich in die Tiefe führen (Anm. Roger: "die endet in Ausstralien...").

Unmittelbar nach dem Bocktschingel 3079m steigen wir in direkter Linie hoch richtung Tüfelsjoch 2919m. Im Winter ist dieser Sattel dank der Schneemenge sehr einfach zu erreichen, jetzt aber, wo alles ausgeapert ist, gilt es einerseits erneut mehrere Spalten zu queren und andererseits muss man in brüchiger und rutschiger Kletterei mit "4-Rad-Antrieb" hochsteigen. Helm anziehen - ohne Steinschlag geht es hier kaum.

Beim Tüfelsjoch 2919m oben angelangt, wartet einerseits anfänglich eine Kette und später ein Fixseil auf uns, andererseits jedoch auch die Vorboten eines rasch herankommenden Gewitters, welches für uns jedoch nicht unerwartet kam, braute sich doch bereits beim Claridenfirn etwas zusammen. Der Abstieg vom Tüfelsjoch über die angebrachte Kette und das Fixseil stellt sich als schwierigste Stelle der Tour heraus - es lauern Gefahren wie Steinschlag und Ausrutschen. Dazu sollte man schwindelfrei sein - ziemlich exponiert tappelt man in den ersten Metern an der Kette entlang.

Einmal mehr gelingt uns dieser Abstieg dank einer gehörigen Portion Mut aber auch einer angebrachten Sicherung - wir verwendeten je eine Bandschlinge, welche wir "klettersteigmässig" an der Kette mitführten - eine einfache und praktische Lösung. Irgendwann ist die Kette jedoch zu Ende und es folgt das erwähnte Fixseil, welches in einer geraden Falllinie nach unten führt. Achtung, das Fixseil ist unten NICHT angemacht, es darf also keine "Klettersteig-Sicherung" wie bei der Kette verwendet werden. Am besten seilt man dort ab - gemäss Beschreibung von anderen Berichten sollte irgendwo sogar noch eine Abseilstelle vorhanden sein. Da das Gewitter mittlerweilen bereits über unseren Köpfen ist, die Sicht sich stark verschlechtert hat und auch der Regen auf uns herabprasselt, haben wir nach dieser Abseilstelle gar nicht erst gesucht. Wir wählten den direkten Abstieg am Fixseil ohne Sicherung - ausrutschen wäre hier äusserst ungesund, ebenso sollten die Nach(ab)steiger auf Steinschlag aufpassen.

Unten warten schon bereits das nächste Abenteuer - ein über 1m breiter Bergschrund empfängt uns und verlangt erneut höchste Konzentration beim Sprung über das tiefe Unbekannte. Hier hilft auf jeden Fall die Unterstützung des Seilführers, welcher am besten als erster hinüberspringt und anschliessend eine Eisschraube setzt - welche wir jeodch unterlassen haben. Achtung, bereits bei der "Landung" des Sprunges besteht höchste Ausrutschgefahr!! Auch dieses Hindernis haben wir erfolgreich hinter uns gebracht und sind nun bereit für die Querung des Firnhanges, welcher zwischen Tüfelsjoch und Roten Nossen sich steil in die Tiefe zieht. Die Tour führt in nördliche Richtung, rechts vorbei am Roten Nossen.

Für uns endete der schöne Teil der Tour genau hier beim Losmarschieren auf dem Firnfeld. Mit zuviel Schlappseil sowie ohne Eisschrauben-Sicherung bin ich als erster losgelaufen, nach ca. 4 oder 5 Schritten rutschte ich aus mir unbekannten Gründen aus und die Rutschpartie nahm ihr Anfang. Der Seilruck an unserer Kollegin riss sie regelrecht aus dem Stand, ich konnte mich mittlerweilen dank Pickelbremse wieder zum Stillstand bringen. Als Folge riss die Kollegin noch Roger aus dem Stand, welche nun beide an mir vorbeirutschten und somit auch mich wieder aus dem Stand rissen. Ich hatte keine Chance, uns 3 mit dem Pickel aufzufangen. Die rund 80m lange Rutschpartie endete für meine Kollegin und mich ungebremst in einer rund 8m tiefen Gletscherspalte, während Roger es geschafft hat, sich mit einem gekonnten Sprung am Spaltenrand auf die andere Seite der Gletscherspalte zu werfen. Dank einer Seilverwicklung an seinem Bein blieb unsere Kollegin rund 1m - bevor sie wie ich ungebremst am Grund der Spalte aufgeschlagen wäre - im Klettergurt hängen.

Weil über uns noch eine riesige Schneewächte war, welche mind. 3 bis 5 Meter talabwärts bei uns unten eine "Höhle" bildete, hatten wir wenigstens Schutz vor dem Unwetter, welches mittlerweilen über dem Kopf von Roger sein Unwesen trieb. Leider aber hielt die Wächte dem Gewicht des Rettungseinsatzes nicht stand, sodass dann auch noch die gesamte Wächte auf uns zusammenbrach und uns lawinenmässig teilverschüttete.

Auf die genauen Einzelheiten sowie die Rettung möchte ich hier aus persönlichen Gründen nicht eingehen. Ebenso beantworte ich dazu in der Oeffentlichkeit auch keine Fragen. Es sei jedoch soviel gesagt, dass wir dank Rega-Funkgerät, Rettungsdecke, unermüdlichem Einsatz aller Beteiligten, viel viel viel Glück und Schutzengel alle noch am leben sind. Leider wurde unsere Kollegin bei diesem Unfall schwer verletzt und wir drücken Ihr alle Daumen, sodass sie schon bald wieder den Zauber der Berge erleben und geniessen darf.


Dank:

Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Rettungsspezialisten des SAC, den Rega-Aerzten, dem Helipilot sowie dem Bergführer von ganzem Herzen danken - ohne diesen Einsatz bei schwierigen Bedingungen hätte diese Tour trotz allem Uebel ein anderes, nicht auszudenkendes Ende genommen. Ein Kompliment auch an das Notfall-Aufnahme-Team des Spital Glarus, welches uns mit viel Herz, Geduld, Geschick und Freundlichkeit behandelt hat.


Fazit:

Clariden - wahrhaftig eine sehr schöne Tour.
Tüfelsjoch - Unabhängig vom Unfall kann ich diese Tour im Sommer infolge zuviel Steinschlag und weiteren Gefahren NICHT empfehlen.


Was haben wir aus diesem Unfall gelernt bzw. was können wir für Nachahmer dieser Tour empfehlen?

- Beim Bergschrund unterhalb des Tüfelsjoch unbedingt eine Eisschrauben-Sicherung anbringen
- Trotz Spaltensturz-Gefahr am Kurzzeil gehen - die Gefahr eines Ausrutschers ist dort grösser
- Der Seilerste (im Abstieg) darf nur mit straff gespanntem Seil losmarschieren
- Alle Beteiligten müssen sich der Gefahr von Ausrutschen bewusst sein, weshalb es die volle Konzentration auf die Füsse sowie auf den festen Griff des Pickels gilt.
- Rutscht jemand aus, müssen ALLE sofort reagieren, sei dies durch Pickelbremse oder falls möglich oben durch einen Sprung in den Bergschrund. Hat man jedoch erfolgreich Eisschrauben gesetzt, ist die grösste Gefahr bereits verbannt.
- Setzt der Seilerste kontinuierlich insgesamt ca. 2 bis 3 Eisschrauben, kann die Querung ohne Probleme bewältigt werden.



Tour mit Schlumpf und N.

Bericht von Schlumpf



Tourengänger: Schlumpf, Bombo

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ZS- II
11 Sep 08
Clariden 3267m (Überschreitung) · Schlumpf

Kommentare (22)


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mali hat gesagt: Alles Gute ...
Gesendet am 15. September 2008 um 00:36
... an Euch 3. Und Kopf hoch ...

dominik Pro hat gesagt:
Gesendet am 15. September 2008 um 08:06
Wünsche euch gute Besserung und hoffe, dass euch der Unfall nicht den Spass am Berg genommen hat!

MaeNi hat gesagt:
Gesendet am 15. September 2008 um 08:31
Dein Bericht berührt sehr! Wir wünschen alles alles Gute und gute Genesung!


bulbiferum Pro hat gesagt:
Gesendet am 15. September 2008 um 08:44
Ich kenne das hilflose Gefühl, wenn du den Pickel im Eis verankert zusehen musst, wie die Kameraden an dir vorbei rutschen und du dir bewusst bist, dass du den Sturz nicht aufhalten kannst und wartest bis der grosse Ruck kommt. Bei uns ist es zum Glück glimpflich ausgegangen.

Deiner Kameradin wünsche ich alles Gute und dass sie wieder vollkommen gesund wird. Die Freude am Bergsteigen wird wieder zurückkommen. War bei mir auch so.

ossi hat gesagt: RE:Herzlichst...
Gesendet am 15. September 2008 um 10:02
alles Gute.

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 15. September 2008 um 11:37
Wünsch N. gute und schnelle Besserung so dass ihr 3 nächstes Jahr wieder auf Touren gehen könnt!

Und mach Dir nicht zu viel Gedanken darüber, Schuld ist niemand - jedem kann ein Unfall passieren! Kurz nicht Aufgepasst und schon fällt man auf die Nase, bin ja im Januar beim Panorama anschauen auch vom Giri-Gipfel runtergefallen, zum Glück gings ohne Verletzung aus...

Viele Grüsse

Andrej

Baldy und Conny Pro hat gesagt: ebenfalls
Gesendet am 15. September 2008 um 13:17
die besten Wünsche zur schnellen Genesung.
Gruss Angelo

Razerback hat gesagt: Gute Besserung
Gesendet am 15. September 2008 um 13:23
Gute Besserung

Habe deinen Bericht gelesen und er hat mich berührt. Obwohl wir alle wissen dass die Berge diese Gefahren haben. Wünsche euch allen gute Besserung und wünsche euch dass das Herz für die Berge wieder voll aufflammen wird.

Grüsse
Dani

Bruno70 hat gesagt: Vor allem gute Besserung
Gesendet am 15. September 2008 um 13:48
Hallo Zusammen

Trotz der grossen Tragödie vielen Dank für den Bericht.
Zeigt mir wieder einmal mehr, dass die Gefahr in den Bergen überall lauert.

Suche nicht die Schuldigen, sondern lehrne aus dem Verursacher.

Gruss Bruno

ABoehlen Pro hat gesagt: Gute Besserung
Gesendet am 15. September 2008 um 13:54
auch von mir alles Gute und baldige Genesung. Schade, wenn eine schöne Tour so enden muss...

Grüsse,
Adrian

lafa hat gesagt: Gute Besserung
Gesendet am 15. September 2008 um 19:09
Ich wünsche euch allen gute Besserung.

Gruss Fabian

Fenek hat gesagt: auch von mir...
Gesendet am 15. September 2008 um 20:35
von Herzen Gute Besserung euch Dreien. Besonders an N. Der Bericht berührt schon sehr, denn wir wissen alle, wie schnell das gehen kann.
Bin in Gedanken mit euch......

Grüsse
Christoph

eugen hat gesagt: Gute Besserung
Gesendet am 15. September 2008 um 21:16
wünsche ich allen nach diesem tragischen Unfall. Jedermann weiss, wie leicht so etwas in den Bergen tragisch ausgehen kann. Und wohl niemand bleibt vor Unfällen immer verschont. Da kann man aufpassen, wie man will. Und sehr oft passiert es im dümmsten Moment, auf die blödeste Art. Dann, wenn man meint, alle Hindernisse überwunden zu haben. Später ist man dann jeweils viel weiser - hätten wir doch ... Das nützt aber dann nichts mehr. Ob man sich darob die Freude an den Bergen nehmen lassen will oder nicht, muss jeder selber entscheiden. Alles Gute und Dank an alle Schutzengel.

RomanKoch hat gesagt: Gueti Besserig!
Gesendet am 15. September 2008 um 21:39
Es ist nicht leicht, einen solchen Unfall wegzustecken. Hoffen wir das Beste für N. Und danke für den offenen und ehrlichen Bericht. Vor lauter Gipfelerfolgen und Heldengeschichten auf hikr.org dürfen wir nicht vergessen, dass ein Stück Gefahr, ein Stück Risiko immer mit uns unterwegs ist und jeden, jede treffen kann.

Bombo hat gesagt: Danke...
Gesendet am 16. September 2008 um 00:23
Puuhh... Ich bin sprachlos, überwältigt, sehr berührt und vorallem auch sehr dankbar.

Danke für all diese Gedanken und Zeilen, welche zeigen, dass es richtig war, mit dem Erlebten gegen aussen zu treten und über diesen Misserfolg zu berichten.

Berührt bin ich deshalb, weil gerade Ihr - Alpinistinnen und Alpinisten - genau so fühlt, wie ich es tue und wir wissen, wohin wir gehören. Wir tanken dort auf, wo andere ihr "Tanklager" leeren - wir fühlen uns dort wohl, wo andere kein Verständnis dafür mehr haben.

Damit verbunden bleibt das Thema Restrisiko, welches Ihr ebenso immer wieder unterstreicht, wie auch ich es vorallem meinen "Nicht-Alpinisten-Kollegen" versucht habe, zu erklären. Ganz ohne geht einfach nichts auf dieser Welt - das müssen wir uns stets bewusst sein.

Ich möchte Euch allen im Namen unserer gesamten Seilschaft danken und freue mich, hoffentlich schon bald wieder von schönen und unvergesslichen Berg- und Skitouren oder Wanderungen zu berichten.

Dominik

saebu hat gesagt: auch von mir
Gesendet am 16. September 2008 um 09:42
die besten Wünsche und vorallem gute Besserung euch 3en. Dieser Bericht fährt richtig ein und erinnert an ähnliche, selbsterlebte Vorkommnisse.Ich kann ganz gut mitfühlen wie's euch geht und welche Gedanken euch plagen. Manchmal geht's so schnell und unverhofft, weil man denkt man hat das Heikelste hinter sich.Hoffe ganz fest, dass ihr neuen Mut findet und schon bald wieder die schönen Berge geniessen könnt!

Schlumpf hat gesagt: Danke!
Gesendet am 16. September 2008 um 14:23
Danke für Eure Anteilnahme!

Es tut gut nach so einem Vorfall solche Worte zu hören.

In den Bergen setzt man sich einem gewissen Risiko aus, dass lässt sich nicht vermeiden. Durch diesen Unfall haben wir wieder etwas dazu gelehrnt um das Risiko so klein wie möglich zu halten.

Den Spass an unserem schönen Hobby haben wir nicht verlohren und wollen so bald wie möglich wieder auf Touren gehen.

Wünsche Euch weiterhin schöne und vorallem unfallfreie Erlebnisse in der Natur.

Gruess Roger

Bruno70 hat gesagt: Macht weiter so.
Gesendet am 16. September 2008 um 16:05
Freut mich sehr, dass ihr den Spass an den Bergen nicht verloren habt.
Zeigt doch von Respekt.

Gruss Bruno

Aendu hat gesagt: Alles Gute!
Gesendet am 16. September 2008 um 19:32
Krass! Dieser Bericht ging ganz schön unter die Haut! Irgendwie bekam ich aber das Gefühl, dass sich plötzlich alles gegen Euch verschworen hatte! Schlechte Verhältnisse, Bruchgelände, Fixseil, Gewitter...und und...Wünsche Euch ALLES GUTE und vor allem der Verletzten gute Besserung!!!

Grüsse aus Belp

Aendu

Janine hat gesagt: gute Besserung und Kopf hoch!
Gesendet am 17. September 2008 um 12:24
..auch von mir.
liebe Gruess us Bärn
Janine

Haas hat gesagt: Danke für den Bericht
Gesendet am 18. September 2008 um 17:47
Auch von meiner Seite möchte ich euch dreien gute Besserung wünschen. Ich kann nur zu gut Mitfühlen und kenne auch die Vorwürfe, die man sich selber macht. Dabei wünsch ich euch viel Kraft und allen Beistand den ihr braucht. Eins könnt ihr euch gewiss sein, denn der Alpinisten habt ihr.

Ich finde es toll, dass ihr den Schritt gewagt habt und auch einmal über die nicht so tolle Seite des Alpinismuses sprecht. Leider muss ich in der letzten Zeit immer heufiger feststellen, dass die Berge zum Modetrend geworden sind. Die meisten hatten schon Erlebnisse, wo "Anfänger" (zum Teil nennen sie sich auch "Profis") andere Seilschaften oder sich selbst durch Fehler gefährdet haben. Darum möchte ich jedem (sei er noch so gut) empfehlen, sein Handeln und seine Entscheidungen in den Bergen stets zu überdenken. Auch ich muss mich jedes Jahr an der Nase nehmen, dass ich mich in eine Spalte werfe, damit ich die Spaltenrettung trainieren kann.

Ich hoffe, dass durch diesen Unfall eure Seilschaft mehr zusammenwächst und schon bald wieder schöne, unvergessliche Momente in den Bergen erleben kann.

Wenn irgendwo, so lernt man einen Menschen in den Bergen kennen, sei es in den Stunden beschaulicher Freude oder des Glücks, das die Berge geben, sei es im einfachen Durchhalten bis zum Äußersten oder gar im Kampf um Sein oder Nichtsein

Eleonore Noll-Hasenclever,1932


Ich verbleibe mit kameradschaftlichen Grüssen

Andreas

Bombo hat gesagt: RE:Danke für den Bericht
Gesendet am 18. September 2008 um 22:52
Salü miteinander

Auch für die später dazugekommenen Kommentare, Gedanken und Zeilen möchte ich mich gerne nochmals herzlich bedanken. Wie bereits von mir und Schlumpf erwähnt, tut es sehr gut, solche Zeilen zu lesen und zu hören.

Andreas hat dies mit dem Zitat von E. Noll sehr schön ausgedrückt - ich danke Dir vielmals dafür.

Es ist tatsächlich so - die Freundschaft nimmt gleich nochmals an Stärke zu - ich für mein Teil habe sowieso das Glück, dass ich mit Schlumpf nicht nur einen Seilpartner, sondern eben auch einen Seilfreund gefunden habe. Das macht vieles auch einfacher - gerade dann, wenn es um das gegenseitige Vertrauen oder um die Kameradenhilfe geht. Solche Freundschaften wünsche ich uns allen und ich glaube, gerade hier auf hikr ist es ein guter Ort, wo solche Lebensbindungen entstehen und gepflegt werden können.

Nochmals danke und allen weiterhin unfallfreie und unvergessliche Touren!

Dominik



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