Massaweg im Herbst


Publiziert von Baeremanni Pro , 27. September 2012 um 16:34.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:23 September 2012
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 3:45
Aufstieg: 214 m
Abstieg: 352 m
Strecke:Blatten - Massaweg - Ried
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Postauto ab Brig nach Blatten
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Seilbahn ab Ried nach Mörel, Dann MGB nach Brig
Kartennummer:2516T Aletschgebiet

Erst auf der Fahrt ins Wallis kristallisierte sich unser heutiges Ziel heraus. Wir, das heisst Hansruedi und ich starteten einfach mal allgemeine Richtung Wallis. Die Idee war es, eine Bisse oder Suone abzuwandern. Welche wussten wir noch nicht. Dafür hatte ich das feine Wanderbuch von Johannes Gerber „ Wandern an sagenhaften Suonen“ im Rucksack. Bis Brig war denn auch klar, wohin die Tour führt. Hansruedi meinte, er wäre noch nie durch die Massaschlucht gezogen.  Also was soll’s, los ins Postauto und hinauf nach Blatten. So was geht mit dem GA natürlich bestens.
Nach dem obligaten Kaffee bei schönstem Wetter nun durch das Dorf hinauf. Dort wo im Winter die Skipiste herunter kommt war Ende Asphaltstrasse.  Ein schöner Holzsteg  bringt uns über den Bruchibach. Nun auf dem schönen Wanderweg durch das recht bizarre  Gelände erst hinauf und schon bald wieder bergab. Noch ist es feucht im Wald und die Wurzen sind recht rutschig. Dann ein Stück auf der Dienststrasse für die Staumauer des Gibidumsees.
Kurz vor P. 1336 überschreiten wir auf der Strassenbrücke den Fluss Massa, welcher der Schlucht den Namen gegeben hat. Es ist nur noch ein kümmerliches Rinnsal was da fliesst. Ob wohl die Restwassermenge eingehalten wird?
Beim genannten Punkt führt der Alpweg nach Süden und damit talauswärts. Im Gebiet „Gragg“ ist für heute Ende Strasse und ab jetzt ist es ein Bergweg. Ein Holzkännel etwas neben und unter dem Weg deutet darauf hin, dass wir uns auf einem Suonenweg befinden. Es ist denn auch die „Riederi“ welche uns durch die Massaschlucht führt. Die Landschaft verändert sich, es wird doch schluchtartig. Über dem Weg hohe Felswände und unter dem Weg das gleiche. Dort wo es heikel werden könnte sind Handketten montiert. An der prekärsten Stelle führt der Weg durch einen Tunnel. Aussen herum, da hätte ich passen müssen. Der Verlauf des Weges ist im „hikr.org“ und andernorts unzählige Male beschrieben, so lasse ich die Bilder sprechen. Hoch über Brig kommt der Wanderer zum relativ engen Tal hinaus und nun auch an die Sonne. Nach dem eher kühlen Schatten ist es angenehm warm.
Der Pfad führt nun nordostwärts. Ungefähr ab P.1274 ist eine Wasserfassung oder „Schöpfe“. Nun führt auch die Suone wieder Wasser. Es macht Spass, entlang dem Wässerchen zu wandern. Diese ist übrigens richtig weiss gefärbt vom Sand, eben Gletscherwasser. Bis kurz vor dem Dorf können wir dem Wasserlauf folgen.
Das Wasser fliesst nun hinunter, ob es weiter zum Bewässern (event.Mühle) genutzt wird, können wir nicht feststellen. Für uns geht der Weg auch hinunter zur Station der Seilbahn. Hier endet unsere schöne Herbstwanderung. Nach einem Schluck Gerstensaft in Mörel geht es wieder per Bahn heimzu.

PS. Das Höhenprofil nach SwissMap Online entspricht nicht den Tatsachen. Warum weiss ich auch nicht. Die gleiche Route in der Karte von SchweizMobil bringt insgesamt "nur" 214 m Auf- und 352 m Abstieg. Dürfte in etwa der Wirklichkeit entsprechen. Habe nun am5.10. diese Profil eingefügt

Tourengänger: Baeremanni

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