Aletschhorn - Nur bis zum Vorgipfel


Publiziert von jfk , 25. August 2012 um 18:44.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:11 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS+
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 2250 m
Abstieg: 2250 m
Unterkunftmöglichkeiten:Mittelaletschbiwak

Das Aletschhorn stand schon lange auf meiner Wunschliste und so musste ich nicht lange überlegen, als am Freitag die Tourenanfrage von Philipp kam. So packte ich am nächsten Morgen meine sieben Sachen und ab gings auf die Fiescheralp, wo ich mich mit meinem Tourenpartner traff.

Der Weg hinauf zum Mittelaletschbiwak zeichnet sich vor allem durch seine Länge und landschftliche Schönheit aus, wobei man auf dem Grossen Aletschgletscher die richtige Route durch das Spaltenlabyrinth finden muss und der Aufstieg vom Mittelaletschgletscher zum Biwak  über schuttbedeckte Platten und  steile Gröllfelder etwas mühsam ist.  

Im Biwak warteten schon zwei andere Seilschaften und so war die kleine Hütte mit unserer Anwesenheit  fast voll. Zum Z'Nacht gabs noch eine feine Pesto und ein Bier und dann krochen wir auch schon in unsere Schlafsäcke.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Essen um halb vier leider etwas spät los und so galt es auf dem Weg ins Aletschjoch keine Zeit zu verlieren. Wir kamen ganz gut voran und so standen wir kurz vor Sonnenaufgang am Joch. Auf dem darauf folgenden ziemlich ausgesetzten und schönen Grat durften wir einen herrlichen Sonnenaufgang miterleben. Der kälteste Berg der Alpen machte unterdessen seinem Namen alle Ehre und zudem setzte in etwas einfacherem Gelände bei P. 3718 noch ein orkanartiger Wind ein, so dass sich der Weiteraufstieg ziemlich ungemütlich gestaltete. Das zu Anfang noch so gute Wetter verschlechterte sich immer mehr und die angekündigte Kaltfront schien schneller zu kommen als Vorausgesagt. Daher und weil wir etwas schlecht in der Zeit waren entschieden wir uns auf dem Vorgipfel
zur Umkehr und so brachen wir unsere Tour auf 4078m etwa 120m unter dem Gipfel ab.

So stiegen wir hinunter zum Mittelaletschbiwak, wo sich das Wetter dann auch promt wieder besserte und  machten uns etwas missmutig ob dem wohl falschen Entscheid auf den nicht enden wollenden Weg zurück auf die Fiescheralp. Die Laune besserte sich spätestens wieder bei der feinen Käseschnitte in der Gletscherstube und wir mussten uns eingestehen, dass man lieber einmal zu viel als zu wenig Umkehrt und dafür wieder heil zu Tale kommt.  

Tourengänger: jfk

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