Pass Lunghin oder die größte Wasserscheide Europas


Publiziert von passiun_ch , 22. Juni 2013 um 22:36.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Oberengadin
Tour Datum:12 Oktober 2007
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 816 m
Abstieg: 816 m
Strecke:Maloja - Lägh dal Lunghin - Pass Lunghin - Maloja
Zufahrt zum Ausgangspunkt:St.Moritz - Silvaplana - Maloja Cadlägh
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Maloja Cadlägh - Silvaplana - St.Moritz

Heute stand eine Wanderung ins Quellgebiet des Inns auf dem Programm mit der Gipfelbesteigung des Piz Lunghin, den Gipfel erreichte ich an diesem Tag zwar nicht, doch dazu später mehr.
Von Maloja Cadlägh, am Westende des Silser Sees, führt der Weg gleich zu Beginn doch recht steil mit gutem Höhengewinn den Hang hinauf zum Via Engiadina. Es geht nun immer weiter die steilen Weidehänge hinauf, mit schönen Tiefblicken auf den Silser See.
Über eine letzte Steilstufe steht man dann doch relativ unverhofft am Lägh dal Lunghin, aus dem der Inn "entspringt" der dem Engadin seinen Namen gibt.
Am Lägh da Lunghin biete sich nun die Möglichkeit die Bernina-Gruppe und den Silser See in Ruhe auf sich wirken zulassen. Nach einer kleinen Rast und Verschnaufpause ging es dann die letzten gut 200 Höhenmeter zum Pass Lunghin hinauf.
Der Pass Lunghin ist eine dreifache Wasserscheide und vermutlich die größte Europas und orographisch wohl einer der bedeutendsten Punkte der Alpen.
Das Wasser des Inns fließt über die Donau in das Schwarze Meer, die Ova dal Sett fließt in Richtung Norden in den Rhein und somit in die Nordsee, und die Maira als dritte über den Comer See und Po ins Mittelmeer. Es ist schon interessant wenn man überlegt das auf so kleinem Raum sich die Regentropfen schon fast aussuchen können wo sie später mal landen werden. :-)
Am Pass Lunghin zweigt der weiss-blau markierte Weg auf den Piz Lunghin ab. Der Weg verläuft über die Schattenseite hinauf zum Gipfel. Am Anfang noch nicht zu steil hinauf auf guten Wegspuren bis es in den felsigeren Abschnitt geht, und dort waren die Felsen alle mit einer dünnen Eisschicht überzogen so das ich einen Rückzug machte. Das Risiko war mir einfach zu groß. Ich stieg ein kurzes Stück wieder hinab zu einer aussichtsreichen Stelle mit grandiosem Tiefblick ins obere Bergell, es geht an diesem Punkt gut 1200m. in die Tiefe. Der Blick auf die grandiosen Bergeller Granitriesen ist schon beeindruckend trotz der mittlerweile aufgezogenen Wolkenfelder. Nach einer aussichtsreichen Rast ging es auf dem gleichen Weg wieder hinunter nach Maloja.



Tourengänger: passiun_ch

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