Chli Ruchi 3039m und Ruchi 3107m


Publiziert von Sputnik Pro , 29. Oktober 2006 um 18:02.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:28 Oktober 2006
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   CH-GR   Hausstockgruppe 
Zeitbedarf: 3 Tage
Aufstieg: 2350 m
Abstieg: 2700 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Ziegelbrücke (Bahnlinie Zürich-Chur) mit de S-Bahn bis Schwanden. Von Schwanden mit dem Bus nach Elm.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Von Linthal zurück mit der S-Bahn nach Ziegelbrücke.
Unterkunftmöglichkeiten:Auf dem Panixerpass / Pass dil Veptga Selbstversorgerhütte (Schutzhütte). Beim Muttsee steht die Muttseehütte SAC (75 Plätze); Telefon: 055 643 32 12.

GROSSARTIGE ÜBERSCHREITUNG IN EINEM SEHR ABGELEGENEM GEBIET.

Nachdem ich mit einem kleinen Umweg auf den Hausstock (siehe http://www.hikr.org/tour/post1590.html ) gelangt war, stand mir die Überschreitung Chli Ruchi-Ruchi bevor mit Abstieg zum Muttsee. Das Gelände besteht meist aus riesigen Schuttflächen, Bröselgrate und Geröllhalden. Vom Hausstock gelangt man problemlos über (meist) Gehgelände auf den wenig selbständigen Chli Ruchi. Zwischen dem Chli Ruchi und dem Ruchi Nordostgrat liegt das "Drahtseilfurggeli" (P.3001m), ein 35m tiefer Einschnitt auf dem es auf beiden Seiten über Meter tief hinunter geht. Dank einer Kette im Abstieg vom Chli Ruchi ist diese Stelle jedoch für Schwindelfreie gut machbar (T5). Ohne Kette wäre diese Stelle wegen dem Bröselgestein und dem Schutt auf den Felsen als sehr heikel einzustufen! Bei Vereisung ist von dieser Lücke ebenfalls abzuraten. Der folgende Aufstieg oberhalb der Lücke auf den Ruchi ist dann wiederum meist Gehgelände, der Gipfelfelsen wird am besten Links erstiegen. Der Abstieg zum Muttsee erfolgt über unglaublichen Schutt, zuerst rutschte ich in den Sattel P.2923m hinunter. Danach ging es sehr steil über den Westhang durch Geröll bis auf eine kleinere Ebene auf etwa 2700m hinunter. Nun muss man durch eine Felsstufe (Steinmännlein) nach Norden wenden. Unterhalb der Hintersulzlücke geht es dann eine weiter Geröllhalde zum Muttsee hinunter. Den malerischen Muttsee umrundet man auf seiner Westseite und nach kurzem Gegenanstieg erreicht man dann auch schon die Muttseehütte. Da für Sonntag schlechtes Wetter angesagt war, startete ich bei Tagesanbruch meinen langen Abstieg nach Linthal das ich nach fast 5 Stunden dann bei leichtem Regen erreichte. Auch der Abstieg war nicht ganz ohne, denn der landschaftlich eindrückliche Hüttenweg ist ziemlich abschüssig und bei Nässe musste ich sogar hier noch aufpassen!

Genaue Route:  Nacht 27./28.10.: Elm Skitalstation - Chappelen - Leibach - Unter Erbs - Walenbrugg - Unter Stafel - Jetzloch - Saumen - Ober Stafel - Ringgenchopf - Gurglen - Häxenseeli - P.2285m - Panixer Pass / Pass dil Veptga.  28.10.: Panixer Pass / Pass dil Veptga - P.2393m - Mer Sura - P.2594m - Sattel (östl.) unterhalb 2681m - Glatscher da Mer - Ostgrat (2820m bis etwa 3000m) - Ostflanke - Sattel zwischen Hausstock und Südgipfel - Südgrat  - Hausstock - Abstieg auf Südwestgrat - Sattel bei P.2937m - Chli Ruchi - Drahtseilfurggeli (P.3001m) - Ruchi - P.2923m - Muttsee - Muttseehütte. 29.10.: Muttseehütte - Muttenwändli - P.2402m - Chalchtrittli - P.1860m - Geisstritt - Baumgarten - Tritt - Trittwald - Obbortberg - P.884m - Auengüeter - Linthal.

Tour im Alleingang.


Tourengänger: Sputnik

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