Mazzaspitz 3164,2 m - Blumenpracht im grünen Schiefer


Publiziert von Ivo66 Pro , 2. August 2009 um 17:03.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Avers
Tour Datum: 1 August 2009
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: L
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 1100 m
Abstieg: 1100 m
Strecke:Juf - Südostmulde - Südgrat
Kartennummer:1:25000 Bivio

Eindrücklicher Berg mit prächtigem Panorama, der in seiner weiteren Umgebung nur vom imposanten Piz Platta überragt wird. Die Tour auf den Mazzaspitz ist erstaunlich einfach und der Gipfel bequem erreichbar und trotzdem wird dieser phantastische Berg nur selten besucht, wohl wegen des vermeintlich mühsamen Schutts und Gerölls. Aber weit gefehlt! Selbst die schuttigen Abschnitte am Mazzaspitz sind angenehm zu begehen.

Eine solche Einsamkeit, atemberaubende Berglandschaften, Gratkletterei und Gipfelglück, auf den ersten Blick trostlos scheinende Schutthalden, die sich in der Nähe als unendliche, farbenprächtige Blumenteppiche entpuppen: Das gibt es so wahrscheinlich nur in Graubünden.

Aufstieg zum Südgrat

Start in Juf - dem höchstgelegenen Dorf Europas (2117 m. ü. M.). Man folgt bei der ersten Abzweigung dem in Richtung "Fallerfurgga" markierten Bergwanderweg, den man unterhalb des Bergsees südlich der westlichen Fallerfurgga auf ca. 2700 m.ü.M. nach links gegen Westen verlässt. Man geht recht bequem über schiefrigen Schutt und etwas Geröll, zeitweise auf deutlichen Wegspuren, in die Südostmulde des Mazzaspitzes. Den Südgrat erreicht man, in dem man in westlicher Richtung gegen die Scharte zwischen P. 2941 und dem Mazzaspitz aufsteigt - alles über Geröll, aber immer noch bequem und ab und zu auf Wegspuren. Kurz unterhalb der offensichtlichen Scharte - oberhalb des zur Zeit noch vorhandenen längeren Schneefelds - quert man nach rechts unterhalb der Felsen und biegt dann gleich über die erste, gegen oben schmaler werdende Rampe gegen links (Steinmännchen). Schliesslich erreicht man - nur wenig ausgesetzt und über kurze, sehr einfache Kletterstellen - den Südgrat.

Via Südgrat zum Gipfel

Zu Beginn ist der Südgrat recht flach und sehr breit. Eine deutliche Wegspur führt zum ersten Felsaufschwung hinauf. Diesen umgeht man linker Hand in die Flanke ausweichend; ein grosser Steinmann weist den Einstieg. Nach diesem unproblematischen Ausweichen in die Flanke kehrt man an der offensichtlich optimalsten Stelle über Geröll auf den Grat zurück und folgt diesem - zunächst eher in die Ostflanke ausweichend - ziemlich direkt und ohne Probleme zum Gipfel.

Der Gipfel bietet ein überwältigendes Panorama. Leider trübten während unserem Gipfelaufenthalt viele Quellwolken die Weitsicht. An klareren Tagen soll man jedoch sogar das Matterhorn erkennen können.
 
Abstieg / Abstecher zum Foppaspitz (2697 m)

Gleiche Route. Wir statteten dem unbedeutenden Foppaspitz noch einen Besuch ab, vorbei an kleinen Bergseelein und über mit wunderschönen Blumen übersähte, angenehm zu begehende Schuttfelder. Vom hintersten Punkt geniesst man ein wunderschönes Panorama über das Avers und kann den Anblick des wunderschönen und majestätisch wirkenden Mazzaspitzes nochmals richtig geniessen.

Hinweise zum Zeitbedarf / Schwierigkeit

Wir benötigten für den Aufstieg von Juf aus netto 2 Stunden 30 Minuten. Der Berg würde sich also gut für eine Halbtagestour eignen. So blieb viel Zeit zum Geniessen! Aufgrund von wenigen, kurzen Stellen muss die Tour als T4 gewertet werden, wobei der überwiegende Teil der Tour sich im T2 - T3 - Bereich bewegt.

Die Route wird generell selten begangen. Zu unserer Überraschung trafen wir heute 3 junge deutsche Mitbesteiger, die uns wertvolle Tips zur bestmöglichen Route gaben. Herzlichen Dank! Ebenfalls bedanken möchten wir uns bei pilato1 für die hervorragende Tourenbeschreibung.

Tourengänger: Ivo66, Lena

Galerie


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