NAAFKOPF 2570m, AUGSTENBERG 2365m


Publiziert von Wolfenstein Pro , 18. Juli 2009 um 20:34.

Region: Welt » Liechtenstein
Tour Datum:16 Juli 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: FL   CH-GR   A 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 860 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:Sareis - Sareiserjoch - Spitz - Augstenberg - Bettlerjoch - Naafkopf - Bettlerjoch - Valüna - Steg
Zufahrt zum Ausgangspunkt:über Vaduz nach Malbun, dort mit der Bergbahn nach Sareis hoch
Zufahrt zum Ankunftspunkt:über Vaduz nach Steg, Parkplatz beim Gänglesee
Unterkunftmöglichkeiten:Pfälzer Hütte, 62 Plätze - Telefon: +423 263 36 79

     
 

Erneut musste eine große Tour wegen schlechten Wetterprognosen verschoben werden. Am heutigen Tag sollte es allerdings schön bleiben und so beschlossen wir, dem Fürstentum von Hans-Adam II. einen Besuch abzustatten. Da ein Teil unserer heutigen Gruppe nicht bis abends Zeit hatte, kürzten wir die Tour durch Bahnbenützung etwas ab.
Abmarsch also kurz nach 11 Uhr am Berggasthaus Sareis (2003m). Gemütliche Wanderung auf dem Fürstin-Gina-Weg übers Sareiser Joch (2000m) und an Pt. 2075 vorbei bis zum Fuß des kleinen Klettergipfels Spitz (2186m), welcher nur Minuten später problemlos im I. Grad erklommen war. Schöne Aussicht nach Malbun herunter sowie auf die noch bevorstehenden Ziele.



Der Weg führt weiter über einen gut zu gehenden Wiesengrat und bietet erst kurz unter dem Gipfel des Augstenberges (2359m) einige Felsblöcke, die sich wie eine natürliche Treppe gestalten. Nach 1h 20min war das Gipfelkreuz also erreicht und eine verdiente Rast wurde eingelegt. Der eigentlich höchste Punkt des Berges befindet sich übrigens etwas weiter südlich bei Pt. 2365, welcher direkt am Bergweg zum Bettlerjoch liegt und so ebenfalls mühelos mitgenommen werden kann.



Von hier geht es auf schmalem Pfad gleich etliche Meter bergab, bevor das Gefälle bis zum Pt. 2251 kurzfristig abnimmt und schließlich - wieder etwas steiler - dasm Bettlerjoch (2108m) erreicht wird, wo wir es uns auf der Terrasse der Pfälzer Hütte nach gut 2 Stunden Wanderzeit bequem machten. Nach netter Unterhaltung verabschieden sich dann wie angekündigt die beiden Besucher Richtung Steg, während wir unser letztes Ziel für heute fast gegen weiteren Gerstensaft eingetauscht hätten. Da aber Schnapsi sowieso hier bleiben wollte, vertrauten wir ihr unsere Rucksäcke an, und machten uns für eine Schnellbegehung des Naafkopfs gepäcklos auf die Socken.



Der durchgehend gut markierte Weg verläuft anfangs meist dem wenig steilen Grat entlang, bis er den Turm bei Pt. 2318 links umgeht. Ab hier nimmt die Steigung abrupt zu und man wechselt in vielen Kehren immer wieder von Geröll auf felsigen Untergrund. Hie und da will noch ein Restschneefeld überquert werden. Die letzten Meter führen nochmals über einige Blöcke. So standen wir nach grade mal 40 Minuten auf dem 3-Länder-Gipfel des Naafkopf (2570m) mit seinem prächtigen, auf gemauertem Podest thronenden Gipfelkreuz, das offensichtlich schon einige Blitzschläge hinnehmen musste.
Der Abstieg war dann keine große Sache mehr - gamsgleich nahm mein Partner sicheren Trittes jede sich bietende Möglichkeit zum Abkürzen. So saßen wir nach - eigentlich nur für den Aufstieg angegebenen - fünfviertel Stunden schon wieder vor der Pfälzer Hütte und genossen das vorhin verschobene Bierchen. Leider hatte sich auch heute der Wetterbericht einmal mehr nicht bewahrheitet: Es zogen von allen Seiten Wolken auf, die uns schon auf dem Naafkopf einen Großteil der sonst grandiosen Aussicht genommen hatten.



Trotzdem ließen wir den Abstieg nach Steg gemütlich angehen, beobachteten eine Vielzahl von geschäftigen Murmeltieren, wichen auf dem fast zugewucherten Wanderweg abseits des Fahrsträßchens unterhalb von Hötta (1900m) immer wieder Brennesselstauden aus und kehrten zu guter Letzt noch auf der schönen Alp Valüna (1409m) ein, wo man unter anderem frisches selbstgemachtes Milcheis ordern kann.



Der Rest der Tour verlief dann unspektakulär am Valünerbach entlang zum Gänglesee, von wo aus der Blick letztmals zurück auf den schönen Höhepunt des heutigen Tages schweifen konnte.

(Tour mit Schnapsi bis Pfälzer Hütte und Imseng)

 
 
     
 
reine Aufstiegszeit: 2:00
Entfernung ungefähr (ebenenprojiziert): 15,1 km
Wetterverhältnisse: erst vorwiegend sonnig, später zunehmend bewölkt aber trocken
Gipfelbuch: -
Hilfsmittel: keine
Sonstiges: der Naafkopf stellt das Dreiländereck CH-A-FL dar
 
 

Tourengänger: Wolfenstein, schnapsi, Imseng

Galerie


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