Mönch, 4107 m


Publiziert von HBT , 9. Juli 2009 um 18:23.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Jungfraugebiet
Tour Datum:13 Juni 2009
Hochtouren Schwierigkeit: WS+
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-VS 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 700 m
Abstieg: 700 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem PW oder öV nach cff logo Lauterbrunnen, grosses Parkhaus bei der Talstation der Jungfraubahnen, mit dem Bähnli auf die cff logo Kleine Scheidegg und mit der Jungfraubahn auf das cff logo Jungfraujoch - Top of Europe.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:siehe Zufahrt zum Ausgangspunkt
Unterkunftmöglichkeiten:Mönchsjochhütte (3650 m)

Mönch - Mittelpunkt des Dreigestirns

Der Mönch ist ein bekannter Viertausender im UNESCO-Weltnaturerbe und der Mittelpunkt des weltberühmten Dreigestirns Jungfrau, Mönch und Eiger. Des weiteren ist er auch der einfachste dieser drei Gipfel, jedoch gibt es auch hier ausgesetzte Grate und Kletterstellen im II. Schwierigkeitsgrad.



Der Mönch von der Station Eigergletscher (links) und von der Sphinx beim Jungfraujoch (rechts).


Wir haben den Mönch als Zweitagestour gemacht. Man kann ihn auch gut als Eintagestour machen. Doch mit einer Übernachtung in der Mönchsjochhütte ist man sicher einer der Ersten auf der Normalroute und kann so dem grossen Andrang ausweichen. Auch geniesst die Mönchsjochhütte den Status als höchste bewartete Berghütte in der Schweiz und der Sonnenuntergang und das Eindunkeln auf dieser Höhe aus der sicheren Wärme zu erleben, ist eindrücklich. Immerhin steht die Hütte über der Gipfelhöhe von bekannten hohen Gipfeln wie Tödi oder Dammastock. In den letzten Berichten wurde der unfreundliche Hüttenwart kritisiert. Dieser wurde, so weit ich weiss, in den letzten Tagen ausgewechselt. Das neue Hüttenteam fand ich freundlich.

Start um 06.40 Uhr in der Mönchsjochhütte (3650 m). In etwa fünf Minuten zum Einstieg des Südarms vom Ostgrat, der Normalroute, auf gut 3620 m. Über einige plattige Felsen, mit Sicherungsstangen ausgestattet, die bei Vereisung sinnvoll sind, gewinnt man den ersten Schneegrat. Die ersten Felsen werden links im Schnee umgangen, teils können sie auch direkt überklettert werden. In der Mitte wird der Grat weniger steil, dafür schmaler. Ab hier gibt es immer wieder Sicherungsstangen. Eine kurze Felsstufe (II) überkletternd, gelangt man auf ein letztes steiles Schneefeld. Leider hüllen uns genau hier einige Wolken ein und die Sicht beschränkt sich auf einige Meter. Immer wieder windet es böenartig aus den Flanken hinauf. Der Gipfelgrat ist ziemlich schmal. Die Spur ist recht gut, es hat aber eine kurze Traverse, bei der sie nur fussbreit ist. Um 08.40 Uhr stehen wir nach zwei Stunden Aufstieg mit null Aussicht auf der kleinen Firnkuppe, dem höchsten Punkt des Mönch (4107 m).

Die Gipfelrast fällt kurz aus, es ist wegen des Nebels und der Windböen nicht sehr gemütlich auf dem Gipfel. Hätte es keine Wolken, hätten wir wahrscheinlich Alpin_Rise und Co. im Aufstieg oberhalb des Nollens gesehen. Hier der Gipfel aus seiner Perspektive, während wir oben waren... Der Gipfelgrat fordert auch im Abstieg äusserste Konzentration. Zurück auf der Schneerampe unterhalb des Gipfelgrats reissen die Wolken wieder auf und der Tiefblick wird frei. Am unteren Ende des Grates ist der Himmel wieder blau, dafür weht der Wind nun auch schon viel stärker.

Auf dem Weg vom Jungfraujoch zur Mönchsjochhütte sind schon zahlreiche Touristen im Anmarsch. Kein Wunder, denn die Sonne scheint und der Himmel ist stahlblau... Ein schöner Abschluss einer wunderschönen und eindrücklichen Hochtour!

Tourengänger: HBT

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Kommentare (5)


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alpstein Pro hat gesagt: Klasse Fotos und
Gesendet am 10. Juli 2009 um 06:53
Bericht aus einer grandiosen Hochgebirgslandschaft ! Es muss ein erhebendes Gefühl sein von diesen Gipfeln herunterschauen zu können.
Grüße und unfallfreie Touren
Hanspeter


Alpin_Rise Pro hat gesagt: Wer zu spät kommt...
Gesendet am 10. Juli 2009 um 23:39
Ich dachte schon, uns würde die Aussicht vorbehalten, wie zwei Tage zuvor auf dem Fletschhorn... durch den Stau am Nollen waren wir das entscheidende Quäntchen später dran.
Der Mönch wurde an diesem Tag von hikrs regelrecht überrannt, auf deinem Abstieg müsstest du Matthias Pilz gekreuzt haben?
Tolle Fotos!
Gruss, Rise

HBT hat gesagt: RE:Wer zu spät kommt...
Gesendet am 10. Juli 2009 um 23:57
Ja ihr hattet da mehr Glück mit den Wolken. Eiger etc. hätte ich gerne gesehen. Als wir in der Mitte des Abstiegs waren, war der Himmel wieder blau, dafür wars windiger.
Von der Zeit her müssten wir Matthias Pilz gekreuzt haben. Ich habe ihn aber leider nicht erkannt. 3 Hikrs unabhängig voneinander am gleichen Berg gibts wohl selten.

Weiterhin schöne Touren, hoffen wir auf besseres Wetter in den nächsten Wochen...

Lg HBT

Clouseu hat gesagt:
Gesendet am 23. Juli 2009 um 13:04
Sehr schöner Bericht und tolle Fotos!
das ist ein Wunschberg für 2010 für mich.

Lg Clouseu

HBT hat gesagt: RE: Viel Glück!
Gesendet am 25. Juli 2009 um 18:33
Merci! Viel Glück am Mönch 2010!
Lg und schöne Touren
HBT


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