Klettern um die Albignahütte


Publiziert von tricky Pro , 17. September 2018 um 20:20.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Bregaglia
Tour Datum: 8 September 2018
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: V (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 2 Tage
Unterkunftmöglichkeiten:SAC Albigna

Die Gegend im Bergell ist mir gänzlich unbekannt. Das änderten wir an diesem Wochenende. Schon lange wollten wir auf die Albignahütte zum Klettern. Nicht nur wegen der bekannten Fiamma, sondern auch weil ich Martin, der Hüttenwart schon länger kenne.

Start war am Freitag Nachmittag. Mit ÖV ging es bis zur Talstation, danach mit der neuen Gondelbahn hoch und in 45min zur SAC-Hütte. Ein freudiges Wiedersehen und schon bald mal stand ein feines Abendessen auf dem Tisch. Wir hatten ein Zimmer für uns. Am morgen, frisch ausgeruht, starteten wir um 9:00 Uhr am Wandfuss bei warmen Temperaturen in die Route. Wir wählten das Grasband (T5) via NordOst-Grat zur Dennte. Zuerst Seilfrei die grasigen 3a Stufen hoch bis zum Kamin, vor uns zwei Seilschaften am Grat, wir wählten somit das Kamin. Etwas kühl und feucht. Oben, nach dem Kamin gibt es mehrere Routen. Die einfachste mit angeblichen 3b/4a sollte sich rechts befinden, der Einstieg ist kaum zu finden. Etwas weiter oben habe ich einen Stand mit einer Schlinge entdeckt. Dahin zu kommen war allerdings eine gute 5a, alles selber abzusichern. Eine andere Seilschaft versuchte es auch, ist dann aber umgekehrt um die grosse Rinne ganz rechts zu versuchen, was auch nicht klappte. Danach habe ich diese Seilschaft nicht mehr gesehen.
Weiter gingen wir direkt über den Grat. Immer wieder sind Bolts zu sehen. Stände auch ab und zu. Ist sehr gut möglich mit mittleren Friends und Schlingen zu Sichern. Der luftige Grat ist eins der Highlights der Tour. Nach erreichen des Gipfels muss ca. 6m abgeseilt werden. Hier ist eine Abseilstelle eingerichtet. Nach dem Abseilen folgt Gehgelände bis zur Fiamma. Der Weg zur Fiamma muss etwas gesucht werden, wir nahmen die einfache Umgehung links. Wir mussten warten bis zwei Italiener die Fiamma zittrig kletternd runterkamen. Zwei Einheimische gesellten sich zu uns dazu und kommentierten das Klettern :-)
Dank ihnen wissen wir nun die ideale Route zur Fiamma hoch. Der Tipp war anfangs lange rechts zu bleiben nach dem Einstieg, der einzelne Bolt auf der linken Seite zu ignorieren. Erst kurz vor Schluss auf die Kante wechseln. Schon bald ist Dina ebenfalls oben bei mir. Danach Abseilen und das südliche Gehgelände nehmen das immer wieder mit Steinmänner markiert ist. Einmal kommt eine Abseilstelle, mit welcher eine felsige Partie überwunden werden kann. Wir gingen alles seilfrei runter und zurück zur Hütte.

Am nächsten Tag nahmen wir die einfache Route vom Torre del Päl. In 4 Seillängen waren wir schon oben. Schönes Klettern und gut abgesicherten Route, nur leider ein iPhone weniger. Das ist nämlich Dina aus der Tasche gefallen und in der Tiefe verschwunden. Auch nach intensivem Suchen, nicht nur wegen der Sim-Karte sondern auch aus Umweltgründen, leider nicht gefunden. Ein paar Tage später erhielten wir Post von der Hütte mit den Überresten des iPhone. 
Geklettert bin ich noch die vermeintliche 5c am Pfeiler. Das stellte sich jedoch als was ganz anderes raus, ohne fixe Sicherungen im 6b Bereich. Dennoch ein schönes Abenteuer. Nach Kuchen und Kaffee verabschiedeten wir uns von der Hütte. Zusammen mit Martin, der Hüttenwirt und den Kinder wanderten wir zusammen mit Freunden gemütlich runter zur Bahn. Danke Martin für die Mitfahrgelegenheit nach St.Moritz.

Fazit: Sehr schöne Gegend mit schöner SAC Hütte, die toll bewirtet wird. Kommen sehr gerne wieder.

Tourengänger: tricky


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