Einsam auf dem Rinderhorn 3'448m


Publiziert von markus1968 , 17. Oktober 2017 um 08:49.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum:14 Oktober 2017
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS   CH-BE 
Zeitbedarf: 1 Tage
Aufstieg: 1388 m
Abstieg: 1388 m
Strecke:Sunnbüel - Schwarenbach - Daubensee - Rindersattel - P3'197m - Gipfel - gleicher Weg zurück
Unterkunftmöglichkeiten:Berghotel Schwarenbach, Biwak auf der Weide
Kartennummer:www.map.geo.admin.ch

Das Schöne Wetter diese Woche machte mir gute Laune. Der Ausblick auf das Wochenende war auch gut, so fragte ich in unserer Hochtourengruppe ob Interesse besteht das Rinderhorn zu versuchen. Die Sunnbüel Seilbahn fährt noch und das Berghotel Schwarenbach hat ebenfalls noch geöffnet. Dieses nahmen wir im Gegensatz zu unserem ersten Versuch als Ausgangspunkt für die Tour.

Manuela und Micha, waren mit dabei und wir starteten am Samstagmorgen 6:45 am Berghotel Schwarenbach im Schein der Stirn- und "Ironman" - Lampen in Richtung Daubensee. Alsbald waren wir schon beim Abzweiger Richtung Rindersattel kurz vor dem Daubensee. Der schöne Tag begann zu erwachen. Auf der Weideebene vor dem Rindersattelaufstieg, benötigten wir die Lampen bereits nicht mehr. Der gesamte Zustieg zum Rindersattel Schneefrei war. Die Sonne hatte wie erhofft ihre Arbeit getan. Nach der Überquerung der Weide führt ein gut ersichtlicher Pfad langsam steigend Richtung Rindersattel. Gegen den Sattel hin steilt der Anstieg immer mehr an. Doch da der Boden gefroren war, ging der Aufstieg bis zum Sattel wunderbar.
Am Sattel P2'909m angekommen sieht man gut den weiteren Verlauf. Nach ca. 100m war es ratsam die Steigeisen anzulegen, denn der Grat war ab dort schon eingeschneit und der Schnee Dank den letzten warmen Tage und Abstrahlung zu Firn geworden. Sehr schön zu gehen mit den Steigeisen.
Am P3'197m war zu entscheiden ob wir in den Grat direkt über den Fels einsteigen oder lieber im Firn neben dem Gratrücken, welcher bis fast zum Gipfel hinauf zieht hochsteigen sollen. Wir zogen den Firn vor, denn er war schön hart und gut zu begehen (am Felsgrat hätten wir die Eisen vermutlich besser wieder kurz ausgezogen).
Vom P3'197 kurz nach rechts hinunter um im Firn zu bleiben, dann nach links Querend bis es unter dem Felsriegel durch auf dessen rechte Seite geht. Dort weiter im Firn ansteigend, welcher immer mehr aufsteilt (schätze wir hatten stellenweise bis zu 40-45° dort in dieser Rinne neben dem Felsriegel). Danach wieder flacher werdend und nochmals etwas steiler bis zum Gipfelgrat, welcher nach links zum Gipfelkreuz führt.

Wunderbar wir hatten den Gipfel erreicht in knapp 4:15h inkl. Pausen. Das hat gepasst. Wir waren ganz alleine! Keine weiteren Bergsteiger waren unterwegs.
Nach den üblichen Fotos, haben wir kurz etwas gegessen, zusammen mir der "fast üblichen zutraulichen "Gipfel-Dohle". Danach machten wir uns an den Abstieg, wieder über die Firnflanke. In dieser Richtung ging es gefühlt in Bruchteilen von Minuten wieder zurück zum P3'197m. So schnell sollte man aufsteigen können :-). Danach wieder zum Rindersattel hinab (kurz vorher Steigeisen ausziehen...) und im Stech-/Geröllrutschschritt hinunter auf die Weide und zum Daubensee. Dieser gibt derzeit ein klägliches Bild ab, zur Hälfte ausgetrocknet.
Beim Schwarenbach angekommen stärkten wir uns nochmals mit Kaffee für die bevorstehende Rückreise mit dem PKW und verabschiedeten uns vom sehr freundlichen Gastwirt.
Auf dem Rückweg zur Seilbahn saugten wir nochmals alle Bergeindrücke auf und beratschlagten noch welcher Gipfel denn nun der nächste sein soll...der Altels oder das Balmhorn...mal sehen welcher es wird.

Schöne Tour, super.
Vielen Dank an Manuela und Micha.

Tourengänger: markus1968


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Kommentare (1)


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joe hat gesagt:
Gesendet am 22. Oktober 2017 um 12:34
Gratulation zum Gipfelerfolg und gesunder Rückkehr. Ich kenne den Gipfel nur als Skitour.

Gruss. joe


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