" Gratwegs und rautenlos von Bärschwil nach Meltingen


Publiziert von kopfsalat Pro , 4. Februar 2009 um 20:40.

Region: Welt » Schweiz » Solothurn
Tour Datum: 3 Februar 2009
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SO   CH-BL 
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 1444 m
Abstieg: 1325 m
Strecke:Bärschwil - Burghollen - Nettenberg - Rüti - Reben - Erschwil - Riedberg - Hochstelleli - Chäsel - Meltingen
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Postauto von Laufen nach Bärschwil Dorf
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Postauto von Meltingen nach Laufen
Kartennummer:1086 Delémont (nur kurzes Stück am Anfang), 1087 Passwang

eigentlich wollte ich ja nur meine neu erworbenen kahtoola "micro spikes" (eine art schneekette für wanderschuhe) sowie die ultraleicht steigeisen vom selben hersteller, welche auch für trail-running schuhe geeignet sein sollen, ausprobieren.

dass daraus aber eine herrliche winterwanderung werden würde, lag wohl zu einem nicht kleinen teil am phantastischen wetter gestern.

Burghollen (SO), T2, 632m

los gings um 10:20 von bärschwil dorf auf die burghollen. auf der rechten seite talauswärts bis kurz vor müli, wo ein forstweg rechts abbiegt. diesem folgend stetig aufwärts bis auf die westliche gratschulter - mit bänkli und grillstelle. dann auf schmalem pfad dem grat entlang zu pt. 632. auf der ostseite steil aber auf gutem pfad abwärts bis zum waldrand, dann quer-wald-ab zum kurzdistanz-schiessstand.

Nettenberg (BL/SO), T2, 703m

etwas nördlich davon zweigt der pfad zum nettenberg rechts ab. alles dem grat folgend zu pt. 703. auf  der ostseite absteigen bis zum forstweg. diesem entlang nach nordwesten bis zur wiese. nach rechts ins tälchen queren und auf gutem weg zur kantonsstrasse pt. 502 hinunter.

Birgel (SO), T2, 755m

den bach bei der brücke queren und auf der anderen seite gemächlich nach horlangen aufsteigen. beim ersten haus des weilers rechts die wiese hinauf und auf dem grat über pt. 697 zu pt. 755. erst dem grat entlang, dann nach nordwesten in den sattel bei pt. 682 absteigen.

Chienberg (SO), T3, 769m

durchs gestrüpp nach norden bis unter die felswand des chienberg. einem schmalen pfad folgend, erfolgt der aufstieg steil auf der westseite. der rundblick ist grandios! der abstieg erfolgt auf der ostseite durch lichten wald und wesentlich weniger steil. auf jeden fall schaften es ein rehbock und zwei rehkühe mühelos an mir vorbei den hang hinaufzuspringen. auf einem forstweg nach süden bis zur asphaltstrasse.

Reben (SO), T2, 631m

dann nicht den gelben rauten folgen, sondern auf dem rebengrat bleiben und in stetem auf und ab zu pt 631. erstaunlicherweise, denn auf der karte nicht eingezeichnet, führt von dort ein bestens ausgebauter pfad via den markanten mühliholenfels pt. 569, mit einer einmal mehr grossartigen aussicht, nach erschwil hinunter.

Riedberg (SO), T3, 812m

nach kurzer verschnaufpause, es war mittlerweile doch schon 16:00 und die schatten wurden immer länger im tal, nahm ich teil 2 unter die turnschuh-sohlen. bei pt. 455 der asphaltstrasse nach osten folgen und an ein paar einfamilienhäusern vorbei aus dem dorf hinaus. bei einer ehemaligen mergelgrube den forstweg nach rechts  nehmen und nach ca. 100m wieder nach links auf einem weg den wald hinauf bis zu einem weiteren breiten forstweg auf ca. 610m. von dort weglos nach süden erst leicht dann immer steiler ansteigend bis zum grat des riedbergs (achtung: die felsrippe ist in der LK 1:25'000 nicht vollständig eingezeichnet). oben angekommen merkt man, dass der aufstieg von der südseite wohl einiges leichter gewesen wäre! dann unschwierig dem grat entlang bis pt 812.

Hochstelleli (SO), T3, 907m

über die wiese nach süden zum waldrand queren und dichtes unterholz umgehend, steil zum grat des hochstelleli hinauf. kleine felsnase bei ca. 820m. dem grat entlang bis pt. 907, dann eher rechts halten um den abstieg zur lichtung nicht zu verpassen. ansonsten könnte es passieren, dass man eine ganz spezielle erfahrung macht, wenn die im unterholz in die enge getriebene wildsau plötzlich rechtsumkehrt macht und mit 50km/h alles niedertrampelt, was sich ihr in den weg stellt z.b. mich.

im zweiten anlauf hab ich den abstieg dann doch noch gefunden, immer schön abstand nehmend von dichtem unterholz. dann auf gutem weg zu pt. 841. da es mittlerweile schon am einnachten war, beschloss ich den geplanten weiterweg via dich, mettenberg, spanholz auf ein andermal zu verschieben.

der abstieg nach meltingen erfolgte über den sattel zwischen dich pt. 924 und horüti pt. 912. am unteren ende der wiese führt ein bei dunkelheit nur schlecht erkennbarer weg bei pt. 835 um die südflanke des dich. vom waldrand nach norden in den sattel bei pt. 667 und hinunter nach meltingen.

noch ein paar punkte:
- der weg ist durchwegs NICHT markiert
- in den zur zeit zum teil stark vereisten steil-auf- und abstiegen war ich froh ein paar eiserne zacken unter der schuhsohle zu haben (d.h. die kahtoolas haben sich bestens bewährt!)
- diese stellen dürften auch sonst eher einem T3 als einem T2 entsprechen
- ausser in erschwil gibts keine möglichkeit unterwegs einzukehren oder verpflegung zu kaufen

hier nochmals die route in kurzform:

bärschwil pt 466 (postautohaltestelle) - burghollen pt 488 - pt 632 - kd-stand 450m - nettenberg pt 459 - pt 703 - kantonsstrasse pt 502 - neuweid pt 697 - pt 755 - birgel pt 682 - chienberg pt 769 - birgel weggabel 630m - reben pt 631 - mühliholenfels pt 569 - erschwil pt 455 - riedberg nordflanke 610m - riedberg pt 706 - pt 812 - hochstelleli pt 907 - chästel pt 841 - sattel zw. dich und horüti 895m - dich pt 835 - schattenfeld - meltingen pt 586 (postauto haltestelle)

Tourengänger: kopfsalat

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Geodaten
 1944.xol Bärschwil-Meltingen

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