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Getschung (2863m) - Einsamer Gipfel hoch über dem Mattertal


Published by Alpenorni , 28 July 2015, 13h09.

Region: World » Switzerland » Valais » Oberwallis
Date of the hike:10 July 2015
Hiking grading: T3+ - Difficult Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-VS 
Height gain: 1450 m 4756 ft.
Height loss: 1450 m 4756 ft.
Maps:TK 25 Blatt 1328 Randa

Getschung, 2863m - Was für ein schöner einsamer Geheimtipp mitten im Oberwallis, mitten im Reich der Viertausender !
Auch auf dieser Tour waren wir wieder ganz alleine unterwegs. Weit und breit keine Menschenseele zu sehen - bis auf 2 Locals, die Ausschau nach den Schafen  hielten...

Der Getschung (2863m) ist der kleinere nördliche Nachbar des allseits bekannten und beliebten Mettelhorns (3406m), das als einer der höchsten Trekkinggipfel der Schweizer Alpen von Zermatt aus, meist mit dem charmanten Hotel du Trift als Stützpunkt, häufig bestiegen wird.

akka`s inspirierender Bericht schlummerte schon länger in der Schublade, und nun ergab es sich wie von selbst, dass diese Tour auf den Tagesplan rückte, denn unser Basislager im Camping Attermenzen (1426m) ist ein optimaler Ausgangspunkt für diese lohnende Besteigung :

Vom Mattertal aus startet man am Südrand des Golfplatzes zwischen Randa und Täsch, wo ein feiner Bergweg emporführt, erst durch den Wald, dann nahe heran an die Schlucht des Schalibachs, später dann in einer langgezogenen Schlaufe bei sich immer mehr weitender Aussicht hinauf zum seinerseits bereits sehr empfehlenswerten Aussichtspunkt Arigscheis auf 2240m.(lt. Wegweiser 3 Std. ab Tal, Zustieg auch direkt von Täsch machbar, für eine Rundwanderung siehe z.B. Willems Bericht).
Hier erblickt man nun die Lawinenschutzbauten, die sich auf der östlichen Flanke des Getschungs auf 2400 bis 2600m Höhe befinden. Auf schmalem Pfad geht es über eine steile Wiese hier am wenig ausgeprägten NO-Kamm empor, man gewinnt schnell an Höhe, und stößt dann bei etwa 2640m auf den felsigen Teil des Grates, der mit einer schroffen Felswand zunächst einigen Eindruck macht.
Man sollte sich hier nicht beirren lassen : Links der Felsbarriere geht es erstaunlich gut über Bänder im Schrofengelände aufwärts, kurze Felsstufen wechseln mit aussichtsreichen Vorsprüngen ab, und zuguterletzt lehnt sich der breite Gratrücken auch noch etwas zurück und wenn das Mettelhorn in Großformat hinter dem Kamm auftaucht, dann ist man auch schon so gut wie am Ziel.
Am Gipfel erwarten uns ein paar Holzstangen, ein herrlicher gemütlicher Rastplatz und ein Panorama vom Feinsten !
Ein weiterer einsamer Walliser Leckerbissen auf meiner Lebensliste, so wie das tolle Sparruhorn ein paar Tage zuvor. Es mag unglaublich klingen, aber auf meinen letzten ca. 50 Gipfeltouren in den Berner und Walliser Alpen war ich fast ausschließlich ganz alleine am Berg unterwegs. Es wird schon langsam unheimlich - aber Geheimtipps sind und bleiben wohl auch welche, die Massen folgen dem Mainstream. Gut, dass dem so ist ! :-)

Anmerkung :
Wir haben diesen ziemlich komfortablen Aufstieg, der sich an den NO-Grat hält, erst im Abstieg begangen. Es hat einige Steinmänner auf der Route !
Schwierigkeit : T3+
Im Aufstieg schwenkten wir an der o.a. Felsbarriere nach rechts (Westen) ab, wo deutliche Pfad- und Tierspuren auf die Hänge von Zen Spichern hinausführen. Hier gibt es noch eine zweite günstige Gelegenheit, nach links ansteigend auf den Grat hinüberzusteigen (Pfadspuren). Wir ließen uns allerdings zunächst weiter westlich mehr auf die Nordflanke ein, durch die wir nach einiger Kraxelei (Stellen T4, I) dann aber alsbald am NO-Rücken landeten und diesem bis zum Gipfel folgten.







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Comments (2)


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Willem says: Schöne Bilder...
Sent 30 July 2015, 14h01
...hast Du da gemacht, Martin, und eine sehr interessante Tour. Interessant zu wissen, dass man bei richtiger Routenwahl relativ einfach diesen Gipfel von Arigscheis aus erreichen kann. Und welch ein Wetter hast Du da erwischt, gratuliere!

LG Willem

Alpenorni says: RE:Schöne Bilder...
Sent 30 July 2015, 20h50
Ja, nachdem wir uns im Aufstieg in der Flanke noch abgemüht hatten, war dann der Abstieg über den kompletten Gratrücken ganz erstaunlich einfach, mit etwas Routengespür.
Ehrlich gesagt, hätten wir gegen ein paar Wolken so ab und an auch nichts einzuwenden gehabt. So zur Abwechslung mal...

LG Martin


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