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Monte Rotondo und Lavu d'Oriente


Published by jaschwilli , 16 September 2014, 12h17.

Region: World » France » Corsica » Haute Corse
Date of the hike: 5 September 2014
Hiking grading: T4- - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: F 
Time: 6:15
Height gain: 1690 m 5543 ft.
Height loss: 1690 m 5543 ft.
Route:15 km
Access to start point:100 Meter hinter der ersten Brücke nach der Ponte de Tragone im Restonicatal geht links ein beschilderter Wanderweg ab.
Maps:IGN 4251 OT

Der Monte Rotondo ist der zweithöchste Berg Korsikas und zusammen mit dem sehr sehr schönen Orientesee sicherlich eines der lohnendsten Wanderziele Korsikas.
Dabei ist der Einstieg in die Tour noch nicht sehr reizvoll, marschiert man zunächst auf einer buckligen Forstpiste, später auf Pfadserpentinen steil bergan durch gleichförmigen Kiefernwald, durch den zuletzt ein Bodenfeuer gejagt sein muss, viele Bäume haben schwarze Rußspuren an der Basis. Bei der Bergerie de Timozzu verlasse ich den Wald, der sich teilende Wanderweg vereinigt sich nur wenig später wieder, hier kann man also ganz seiner Lust und Laune gemäß wählen. Es folgt ein sehr steiler und mühsamer Abschnitt durch Erlenbusch auf einen kleinen Rücken, belohnt wird man aber mit zunehmender Weitsicht.
Schließlich ist der Orientesee erreicht, meiner Meinung nach der schönste Bergsee Korsikas, eingerahmt von schönen Rasenmatten und Felsplatten, bergseitig von einem feinen Geäst von zufließenden Bächen und Rinnsalen gespeist sieht es hier oft aus wie ein japanischer Ziergarten. In demokratisch vielen Möglichkeiten ziehen nun verschiedene jeweils mit Steinmännchen markierte Routen durch einen äußerst kurzweiligen Felsengarten mit großen Blöcken, nacktem Fels, kleinen Stufen und Erlenpartien in Richtung Aufstiegscouloir. Angenehmes Bergwandern! Völlig verblüffenderweise überquert vor mir eine große, unbegleitete  Ziegenherde einen Nebenpass - ein beeindruckendes Schauspiel.
Hinter einem kleinen dauerhaften Firnfeld beginnt der recht unschwere Aufstieg im Couloir, entgegen der Beschreibung im Wanderführer ist das Couloir nicht besonders steinschlägig. Vom Pass weg zum Gipfel mit seinem markantem Biwak sind einige Kletterschritte erforderlich, aber allesamt nicht sonderlich schwer. Pünktlich zu meinem Gipfelbesuch zieht nun Nebel herein, sodass ich vom Panorama leider nichts mitbekomme.
Der Rückweg erfolgt auf dem Aufstiegsweg. Ab dem Orientesee komme ich äußerst schnell vorwärts, indem ich nur von Steinspitze zu Steinspitze springe, eine Technik, die nur funktioniert, wenn die Steine einigermaßen fest verankert sind. Da man auf der einzelnen Steinspitze aber nur ganz kurz steht, ist man dank der Masseträgheit aber immer schon weg, wenn ein Stein tatsächlich mal locker ist. So bewältige ich die 1000 Höhenmeter vom See in knapp 70 Minuten und komme auf eine Laufzeit von insgesamt 6 Stunden 15 Minuten, allerdings vollgas gewandert. Normal bräuchte es wohl 8,5 h für die Tour.
An der Strasse angekommen gönne ich mir noch ein Bad und steige zum Restonica hinab, der genau unterhalb einen wunderschönen Badegumpen hat. Jede Wanderung auf Korsika hatte eine Badegelegenheit!

Schwierigkeiten für den Hund gab es keine besonderen, an ein oder zwei Stellen brauchte sie ein wenig Unterstützung

Hike partners: jaschwilli


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