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Purzelbäume im Gasterntal


Published by Mel , 20 June 2014, 17h04.

Region: World » Switzerland » Bern » Frutigland
Date of the hike:20 June 2014
Mountain-bike grading: PD - Moderate
Waypoints:
Geo-Tags: CH-BE 
Time: 2:30
Height gain: 650 m 2132 ft.
Height loss: 650 m 2132 ft.
Route:Kandersteg - Waldhaus - Gasternholz - Selden - retour (ca. 22 km)
Access to start point:cff logo Kandersteg
Accommodation:Diverse in Kandersteg

Das schönste Tal der Schweiz ist das Gasterntal. Behaupte ich jetzt einfach mal. Gegentheorien sind natürlich gerne willkommen, dürften es aber bei der leicht voreingenommenen Jury (bestehend aus... mir?) nicht ganz einfach haben. Jedenfalls ging es heute endlich wieder mal dorthin, diesmal auf zwei Rädern. Da schlägt mein Herz vor Freude Purzelbäume - und mein Bike ebenfalls....

Vom Bahnhof Kandersteg bis zur Talstation der Sunnbüel-Bahn kann man sich ideal einfahren. Statt die Hauptstrasse nehme ich den Kiesweg entlang der Kander und vorbei am Pfadizentrum. Ich erwische gerade noch das Zeitfenster, welches für die Hochfahrt ins Gasterntal freigegeben ist (immer .45 bis .05) - obschon ich nicht weiss, ob dies für Bikes überhaupt auch gilt?

Jedenfalls finde ich beruhigend zu wissen, dass mir in den kurzen, aber doch recht dunklen, Tunnels keine Autos entgegen kommen können. Dafür rennt doch nach dem zweiten Tunnel tatsächlich ein Gemschi (!) auf mich zu, welches wohl von Wanderen etwas weiter unten aufgeschreckt wurde. Als es mich sah, hatte es gleich den nächsten Schreck. Schwer zu sagen, wer von uns beiden dümmer aus der Wäsche geschaut hat...

Der kurze, aber steile Aufstieg dauert bis zur Höhe des Restaurant Waldhaus. Von da an geht es mehrheitlich flach immer tiefer ins schöne Tal hinein. Ich bleibe für die Hinfahrt gleich auf der Fahrstrasse. Verkehr hat es hier sowieso praktisch keinen, mal vom Alpinbus abgesehen, welcher ein paar Wanderer nach Selden kutschiert. Ich pedale mich dorthin und muss beim Gasternholz nochmal einen kleinen Aufstieg bewältigen. Dafür gibts dann im heimeligen Hotel Steinbock ein Käfeli und ein leckeres Stück Apfelkuchen.

Für den Rückweg biege ich etwas nach dem höchsten Punkt vor Gasternholz links auf den Wanderweg ab. Diese Variante erweist sich als etwas knifflig: enge Kurven und ziemlich technisches Gelände. Bei einigen Spitzkehren oder Stufen gebe ich vorfair, aber alles in allem macht die Abfahrt riesen Spass und ich bin schon fast etwas stolz, sie gemeistert zu haben. Doch dann kommen mir auf der letzten Kurve (!) zwei Wanderinnen entgegen. Ich bin bereits zum Stillstand gekommen, um sie passieren zu lassen, da macht doch mein Bike einfach ein Purzelbaum mit mir! Nun gut, so wäre die letzte Spitzkehre auch überwunden... Ich stehe etwas beduselt auf, spucke mir den Dreck zum Mund raus und lasse mir von der einen Wanderin den Lenker wieder richten. Ich habe den beiden wohl einen ziemlichen Schreck eingejagt (natürlich konnten sie nichts dafür!), aber zum Glück ist nichts weiter passiert ausser ein paar Schürfwunden und blaue Flecken. Ohne Helm wäre ich jetzt aber wohl im Spital...

Unterwegs auf dem nun wieder flachen Weg der Kander entlang, bekomme ich noch von zwei anderen Wanderern etwas Desinfektionsmittel für mein Knie (danke an der Stelle nochmals!) und ich versuche auf der Rückfahrt, die Gegend trotzdem noch in vollen Zügen zu geniessen. Was mir auch gelingt - die Schönheit dieser Landschaft überstrahlt einfach alles! Jedoch beschliesse ich, für heute in Kandersteg Schluss zu machen (geplant hätte ich eigentlich noch die Abfahrt via Blausee nach Frutigen) und - zusammen mit etwa fünf Schulklassen - den Lötschberger nach Hause zu nehmen.

> Homage ans Gasterental auf meinem Blog

Hike partners: Mel


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Comments (1)


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Felix Pro says:
Sent 26 June 2014, 15h37
wir werden wohl bald einmal auch wieder dort zu Gast sein - ein mir altbekanntes Tal, wunderschön!

Dir gute Besserung und noch mehr Glück!

lg Felix


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