Gratwanderung am Alpstein


Published by Sherpa , 7 July 2013, 17h04.

Region: World » Switzerland » Appenzell
Date of the hike: 7 July 2013
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: Alpstein   CH-AR   CH-SG   CH-AI 
Time: 5:00
Route:Schwägalp - Tierwies - Grenzchopf - Silberplatten - Tierwies - Grauchopf - Himmelsleiter - Säntis

Der Blick nach Draussen; wolkenverhangen, trüb, herbstlich. Aber eine Wanderung soll es doch noch werden. Der erste Gedanke war die Chammhaldenroute auf den Säntis. Aber das musste ich zuerst von der Schwägalp aus begutachten.

Eine Herausforderung als ich den Bericht verfasste war, in welche Region ordne ich den Bericht ein. St. Gallen oder Appenzell?
Ich wählte mich für letzteres, weil ich Heute mehr Gipfel im Appenzell erobert hatte.


Grat- und Gipfelerlebnisse im Alpstein

Als ich das Auto auf der Schwägalp geparkt hatte, warf ich ein Blick auf die Chammhalden-Route. Unten grün, oben noch etwas weiss. Weil ich alleine unterwegs war und auch kein Pickel dabei hatte, verwarf ich den Plan. Der neue Plan war hoch zur Tierwis (2085m) und dann die Verhältnisse in Richtung Silberplatten (2158m) zu beurteilen.
Ich denke die Wandersaison auf den Säntis (2502m) ist definitiv angelaufen. Es sind schon etliche Leute unterwegs. Leider auch immer wieder Turnschuh-Aspiranten! Es hat doch immer noch Schnee auf der Route!!
Ich komme gut voran und befinde mich um 11.00 Uhr bei der Tierwis. Hier ein Blick zur Silberplatte. Alles i.O . Noch einige Schneefelder sind zu queren. Aber ich wähle die schneefrei Variante. Von der Tierwis alles dem Grat folgend zum Grenzchopf (2193m). Immer wieder geniesse ich die Tiefblick in Richtung Schwägalp.

Angekommen auf dem Grenzchopf mache ich mal Pause und geniesse die Ruhe. Ein Blick zum Säntis zeigt die Gipfelaspiranten im Schneefeld nach der Stütze 2. Wie Ameisen kämpfen sie sich zum Gipfel hoch. Und meine Gipfelroute; ich bin allein. Nur ein paar Schafe sind einige Meter unter mir und geniessen eine Abkühlung im Schnee.

Nach der Rast mache ich mich weiter auf dem Grat in Richtung Silberplatte. Plötzlich komme ich auf dem Grat nicht mehr weiter. Eine Platte versperrt mir den Weg. Ich mache mich deshalb auf zum Wanderweg wenige Meter unter mir. Der Wanderweg ist noch teilweise mit Schneefelder überzogen. Doch es geht gut diese zu queren. Ich komme an den Einstieg in die Silberplatten. Der Weg hoch zum Gipfel ist schneefrei und ich mache mich durch die Kalkscheiden auf zum Gipfel. Um ca. 12.05 Uhr komme ich beim Gipfel an. Beim Gipfelkreuz hat es sich gerade eine Seilschaft gemütlich gemacht, welche die Silberplatt enköpfe überschritten hatten.

Auch hier darf ich die Ruhe auf dem Gipfel abseits des "Grüezi Weg" geniessen. Nach der Mittagsrast mache ich mich gestärkt auf den Weg zurück zur Tierwis. Für die Route wählte ich den Wanderweg.

Bei der Tierwis beschliesse ich noch einmal den Säntis mitzunehmen, obwohl ich bereits vor einer Woche oben war (*Säntis - via Normalroute). Doch diesmal zieht es mich noch hoch zum Grauchopf. Ich wähle nach dem Drahtseil etwas oberhalb der Tierwis die Direttissima und klettere die Felsen am Grat hoch bis ich die Gipfelsteimanndli  um 13.15 Uhr erreiche. Auch hier habe ich den Gipfel wieder für mich alleine. Nach dem kurzen Stopp klettere ich herab und gelange über Schneefelder und grosse Felsblöcke auf die Normalroute.
Gemächlich (die Kondition lässt nach...) nimm ich das grosse Schneefeld bei der Stütze 2 unter die Füsse und gelange schliesslich zum Sattel zwischen Girenspitz und Säntis. Über die Himmelsleiter gelange ich mit all den vielen Gipfelaspiranten auf den Säntis.

Nach dem obligaten Saft im alten Säntis mache ich mich knieschonend mit der Bahn auf zur Schwägalp.

Fazit.
Wer den Menschenmassen etwas die Stirn bieten will, schwenkt bei der Tierwis ab und macht sich auf den Weg zu den Silberplatten.

Hike partners: Sherpa


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Comments (1)


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Seeger Pro says: Die Alphörner vom...
Sent 8 July 2013, 10h18
Jubiläumsgottesdienst auf der Bollenwees hast Du wahrscheinlich nicht hören können :-)))
Gruss
Andreas


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