COVID-19: Current situation

"Alta via verde" - Teil Ost - Brienzergrat


Published by Ka , 12 September 2012, 12h05. Text and phots by the participants

Region: World » Switzerland » Bern » Berner Voralpen
Date of the hike: 9 September 2012
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: Brienzergrat   CH-BE   CH-LU 
Time: 7:00
Access to start point:Brienz mit Bahn oder PW. Es hat beim Bahnhof einige gebührenpflichtige Parkfelder. Mit der Brienzer Rothornbahn aufs Brienzer Rothorn.
Access to end point:Planalp, mit Brienzer Rothornbahn zurück nach Brienz
Accommodation:Hotel Rothorn Kulm: www.brienz-rothorn-bahn.ch Planalp: www.berghaus-planalp.ch Bei Wanderung von Ällgäuwlicka nach Kemmeribodenbad: Hotel Kemmeribodenbad: www.kemmeriboden.ch

Endlich wieder in die Berge!
Diesen Tag genoss ich  mit meiner Schwester und erfüllte mir einen weiteren gehegten Traum und Plan!
Der Brienzergrat wurde bereits viel beschrieben, mit schönen Bildern, einigen Varianten und verschiedenen Herausforderungen bereichert. Dies machte auch mich "gluschtig" :)!
Ich habe vor, mir die ganze Gratroute "Alta via verde" vom Harder bis Brienzer Rothorn (Hardergrat, Riedergrat, Brienzergrat) in Teilschritte zum Geniessen einzuteilen und nehme mir dafür auch gerne reichlich Zeit, ist doch die Aussicht wirklich herzfüllend!
An diesem Sonntag steht also nun der Brienzergrat an, welcher über 5 Gipfel führt und einige namenlose Höger dazwischen ;).

Route:
Ab der Bergstation Brienzer Rothorn Kulm starten wir und folgen dem deutlichen Pfad auf den Schöngütsch, 2320m. Dort können wir bereits bestens unser Tagesprojekt überblicken und auch die restliche Aussicht an diesem herrlichen Tag geniessen. In westlicher Richtung überquert man nun zwei mit Schrofen durchsetzte Köpfe. Kurz nach dem Gipfel des Schongütschs steigt man leicht ab und hält sich dabei eher links, dann entdeckt man ein kleines Felsfenster! Auf den nächsten "Kopf/Hoger" steigen und dann über den W-Rücken weglos absteigen, zum markierten Pfad, der den Schöngütsch südlch umgeht.
Dem Bergweg folgt man nun ins Lattgässli (kann im Frühsammer schneegefüllt sein) hinunter, ein felsiges Couloir mit Treppen und Ketten, und dann bis zum Chruterenpass. Ab da verlässt man den Bergweg wieder und folgt immer dem Grat. Gut erkennbare Pfadspuren führen nun über das Briefehörnli, 2165m hinweg in den Wannenpass. Dort trifft man auf den markierten Alpinwanderweg, auf diesem man auf die Rotschalp absteigen könnte. Weiter folgen wir dem Grat über die Schulter von Balmi, 2141m, an den Fuss des Tannhorn-NE-Grates. Die Einheimischen nennen diesen Grat "Scharsax". Dort warten wir auf ein paar entgegenkommende Wanderer und können in dieser Zeit auch gerade unsere persönliche Schlüsselstelle des Tages gut überblicken und einschätzen.
Ein dünnes Drahtseil hilft auf den Grat, welches wir aber kaum brauchen, halten wir uns doch lieber am Fels fest. Auf dem Grat leiten gute Spuren zuerst wirklich sehr exponiert, am Schluss doch auch recht steil zum Gipfel des Tannhorns, 2221m. Von diesem steigt man dann über den SW-Grasgrat, nun breit, aber recht steil ab. Weiter gehts teils exponiert auf den nächsten "Hoger" P.2089 und dann auf den letzten Gipfel des Tages das Ällgäuwhoren, 2047m. Zuletzt steigt man in die Ällgäuwlicka hinunter und trifft dort auf den Bergwanderweg.
Ab hier würde nun der Riedergrat die "alta via verde" fortsetzen, welcher ein nächstes Projekt darstellt.
Wir verlassen nun den schönen Grat, steigen ins Bitschi hinunter und folgen dann dem Bergweg den Hang traversierend zur Planalp zurück.

Schwierigkeit & Anforderungen:
T5 im unteren Teil des Tannhorn-E-Grates. Dort sind Schwindelfreiheit und Trittsicherheit von Wichtigkeit!
Sonst T3 und T4.
Ich rate den Brienzergrat E-W zu begehen, denn die schwierigeren Stellen sind im Aufstieg sicher einfacher, wie z.B. der "Scharsax" beim Tannhorn.
Allgemein finde ich es für diese Tour von Vorteil, wenn man sich in exponiertem Gelände sicher fühlt. Wenn man dazu konditionell einigermassen fit ist, sind schwierigere Stellen sicher auch mit grösserer Sicherheit begehbar!
Trotzdem man die grösste Höhe mit der Bahn überwindet, sollte man das "Rauf und Runter" wohl doch nicht unterschätzen, geht dies doch auch in die Beine.

Schlüsselstelle:
Unterer Teil des Tannhorn-E-Grates, weil schmal und exponiert!

Zeitangaben:
Brienzer Rothorn-Kulm - Tannhorn: 3,5h
(Im SAC-Führer wurden 3h angegeben, wir nahmen uns etwas mehr Zeit, besonders ab Balmi bis Tannhorn mit den etwas anspruchsvolleren Passagen für uns)
Tannhorn - Ällgäuwlicka - Planalp: 3h

Varianten:
  • Den Schöngütsch südlich auf dem markierten Bergweg umgehen
  • Beim Wannenpass, über markierten Weg zur Rotschalp und zurück zur Planalp 
  • Beim Wannenpass nordwärts auf markiertem Weg via Arniberg nach Sörenberg oder Kemmeribodenbad

Literatur:
SAC Entlebuch/Emmental 2011

Hike partners: Ka, nifra


Gallery


Open in a new window · Open in this window

T5
T5 I
14 Aug 17
Brienzergrat · amelie
T5
12 Nov 11
Brienzergrat Light · Zaza
T4
28 Aug 11
Brienzergrat · Alpin_Rise
T5
29 Jun 15
Brienzergrat · marc1317

Comments (3)


Post a comment

Aendu says: Gratuliere...
Sent 12 September 2012, 12h24
...zu dieser grasigen Tour:-) Ich fand damals den Blick auf den Brienzersee einfach gigantisch!

Gruss, Aendu

Ka says: RE:Gratuliere...
Sent 12 September 2012, 20h46
Danke :)
Ja allerdings, dieser Blick ist unvergesslich!

Gruess

Felix Pro says:
Sent 1 October 2012, 08h37
in dieser Art schwebt wir diese Teilüberschreitung vor: genussvoll, sich Zeit nehmend und achtsam die exponierten Stellen begehend - gut gemacht, gratuliere dir herzlich zu Tour und Bericht!
lg Felix


Post a comment»