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Der Cobra am Tannhorn die Zähne gezogen


Published by Wahlkr , 26 September 2013, 14h49.

Region: World » Switzerland » Bern » Berner Voralpen
Date of the hike:22 September 2013
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: Brienzergrat   CH-BE   CH-LU   CH-OW 
Time: 6:00
Route:Schöngütsch - Chruterepass - Briefengrat - Briefehörnli - Wannenpass - Balmi - Tannhorn - Rotschalp Läger - Planalp

Diesmal unterwegs mit Sämi, nachfolgend die Cobra genannt, wollten wir uns bei herrlichem Wetter einen Teil des Brienzergrates genehmigen. Zum Vorbild nahmen wir uns die bestens dokumetierte Tour von Ka, welche wir bis zum Fuss des Tannhorns auch planmässig absolvieren, dort angelangt aber nach Alternativen suchen mussten.

Nach der Fahrt mit der Dampfbahn auf das Rothorn schnüren wir unsere Schuhe und machen uns auf in Richtung Schöngütsch, welcher kurze Zeit später auch bereits erreicht wurde. Der Ausblick auf die heute zu begehende Route machte definitiv Lust auf mehr und die Aussicht auf den leuchtenden Brienzersee und die umliegenden Gipfel motivierte uns zusätzlich.

Im Abstieg vom Schöngütsch begeben wir uns auf den Bergweg, folgen diesem durch das Lättgässli und umgehen den Grat in diesem Teil bis zum Chruterepass. Ab diesem Punkt verlassen wir den markierten Weg und wandern über den Briefengrat aufs Briefehörnli, wo wir uns bei einer Pause verpflegen und zur Stärkung für die folgende Strecke ein Kafi brühen.

Nach dem Abstieg in den Wannenpass und gelegentlichen kurzen, um die Aussicht zu geniessenden Pausen, erreichen wir schlussendlich den Fuss des Tannhorns, welcher für die Cobra zum "Pièce de Résistance" mutieren sollte. Dazu muss angeführt werden, dass die Cobra sonst eigentlich in der Wüste und anderen weit flacheren Gefilden ihr Unwesen treibt und die Höhe nicht zu ihrem natürlichen Habitat zu zählen ist. Da dieser Umstand uns beiden bereits vor Tourstart bekannt gewesen ist, war nicht klar, ob wir die teilweise doch recht ausgesetzen Passagen am Tannhorn gemiensam meistern können. Schon beim Einstieg ist klar, dass sich die Cobra hier nicht hochschlängeln will und wir suchen nach Alternativen. Wir entscheiden uns, dass ich hurtig solo auf den Gipfel des Tannhorns steige, während sich die Cobra südlich unterhalb des Grates einen Weg suchen will.

Zügig steige ich auf den Gipfel, habe den Weg der Schlange meinstens im Blick und kann deren Treiben aus luftiger Höhe mitverfolgen. Recht schnell wird klar, dass sich die Umgehung des Tannhorns als schwieriger als gedacht entpuppt, was die Cobra dazu zwingt, das Vorhaben einzustellen und sich rastenderweise auf einer Steinplatte ihr kaltes Blut aufzuwärmen. Nach kurzem telefonischem Kontakt, steige ich über den Südhang des Tannhorns hinab, wo die Cobra in sich zusammen gerollt bereits auf mich wartet.
Nach kurzer Einschätzung der Lage und Suche nach dem einfachsten Ausweg, beschliessen wir den direkten und steilen Abstieg bis hinunter nach Rotschalp Läger anzugehen. Auf halbem Weg auf einer etwas ebeneren Stelle, zücken wir erneut den Gaskocher und gönnen uns, die Aussicht geniessend und den Weiterweg besprechend, einen wohlverdienten Schluck Kaffee.

Wir entschliessen uns den Rückweg zur Planalp in Angriff zu nehmen und das Ällgäuhorn bis zur Ällgäulücke für diesen Tag sausen zu lassen. Ein erneuter Versuch zu einem späteren Zeitpunkt wird aber von uns beiden für nicht ausgeschlossen betrachtet.
Gemütlich geht es nun über den markierten Weg zurück zur Mittelstation der Rothornbahn. Auf dem Rückweg können wir nochmals die Route der heutigen Tour aus der Froschperspektive begutachten und erreichen schlussendlich zufrieden und auch ein wenig müde die Planalp.

Hike partners: Wahlkr


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