sanfte Emmentaler Vorhöger - vor der Haustüre


Published by Felix , 13 December 2010, 14h55. Text and phots by the participants

Region: World » Switzerland » Bern » Emmental
Date of the hike:12 December 2010
Hiking grading: T1 - Valley hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-BE   Napf 
Height gain: 440 m 1443 ft.
Height loss: 425 m 1394 ft.
Route:Wyssachen - Schaber - Guggli - Oberhorn - Underhorn - P. 833.0 - Brunne - Bannholz - Pfaffegrabe - Dürrenroth; Wyssachen, Abzw. Roggengrat - Äbnit
Access to end point:cff logo Huttwil - cff logo Wyssachen, Abzw. Roggengrat
Maps:1148

"Dörfs es bitzeli meh sii?" Nach einer Woche wandermässiger Enthaltsamkeit zieht es uns hinaus, die Festivitäten zu 110 Jahren hinter uns lassend; endlich im neuen Jahrzehnt eine, wenn auch nur kleine, Runde unter die Füsse zu nehmen, ist beinahe ein Muss ... aber eben: darf die lädierte Sehne etwas mehr belastet werden?
So erkundigen wir unsere nächste, vor der Haustür gelegene, Umgebung auf teilweise neuen Wegen, bei "vielfältigem" Wetter ...


Endlich etwas weniger kalt, und doch winterlich - meistens sogar bei Sonnenschein unterwegs - wir starten von Zuhause aus und wandern dem nördlichen Quellbächlein der Wyssachen entlang erst Richtung Roggegrat, dann auf dem Strässchen, welches die Höfe bis zum Schaber miteinander verbindet, zur so genannten Kuppe. Von dieser aus sähe man bei guten Bedingungen einerseits die Berner Grossen, anderseits sogar den Wildhauser Schafberg. Nach dem zwar gemächlichen Aufwärtswandern folgen wir dem Fahrsträsschen ebenaus einige Hundert Meter, bis wir weglos, doch mit deutlichen Tierspuren und einigen Trampelpfad-Andeutungen versehen, den "Gipfel" der Oberwaldflue erreichen. (Ich habe am Heiligabend 2009 diese Erhebung bereits einmal frühmorgens überschritten: *weih-nächtliche Wanderung über die Hornbachegg 1023 m.ü.M.) Nach diesem "Erfolg" holt uns auf dem Guggli, der offenen Weidefläche westlich davon, der Winter ein: die angekündigte kurze Störung lässt sogar Schneeflocken tanzen ... Bald einmal jedoch, nachdem wir Oberhorn (ein äusserst idyllisches Bild eines "Vorzeige-Weilers") passiert haben und nach Underhorn gelangen, klart es wieder auf. Beim dortigen grossen Hof (mitsamt herrlichem Platz und wenigen Gebäuden) überrascht uns Dokumentationsmaterial und eine riesige Flagge, welche auf http://www.stallvisite.ch hinweist. Wir betreten in der Folge den Stall und freuen uns ob des gepflegten Innern und den sauber gehaltenen, friedlichen Kühen - mit denen man reden soll, in adäquater Lautstärke ... Mach ich selbstverständlich; rede ich doch täglich mit Haus- und andern Tieren, welche wir ja ums Kappelhüsli in erfreulich grosser Anzahl antreffen.
Nun, bei wieder schönstem Wetter, wandern wir beinahe ebenaus, mal über Wiesensträsschen, dann im Wald, dem ehemaligen Kaminfeger mit seinem Jagdhund begegnend und Erinnerungen austauschend, zu unserem Mittagsrastplatz: etwas nach 12 Uhr, viel Sonnenschein - so muss es doch sein ...
Dieser gut eingerichtete Aussichtspunkt und Picknickplatz bietet eine superbe Sicht gegen Westen - vor dem wellig-anmutigen Emmental ragt der mit einem eigenen Markierungspunkt versehene Baumriese ins Bild: der Baum hat seinen Triangulationspunkt echt verdient; wohl um Jahrhunderte älter, verdeutlicht er die Lage und Höhe (833.0 Meter) ganz genau.
Bald einmal wandern wir erst wenige Meter, am besagten Baum vorbei, Richtung Oberi Tanne, schlagen ein Haken nordöstlich und streben Brunne zu. Noch vorher beeindruckt uns die riesige Anlage der Firma Bracher, welche in Brunneweid Gemüse, Beeren und andere Spezialitäten (vorwiegend im Sommer) "produziert". Grad die Heidelbeersträucher geben jetzt einen aparten Farbanteil ins Gelände ab. Weiter gehts schliesslich über Brunne, Bannholz und Pfaffegrabe - hier scheint ein hübscher dörflicher Festplatz am Waldrand eingerichtet zu sein, (auch die Abfälle zeugen davon ...). Dürrenroth ist in Sichtweite - bis zur Abfahrt des Busses via Huttwil nach Wyssachen bleibt uns zum Glück etwas Zeit, um im Bären einzukehren (im Jahr 2000 als Historisches Hotel des Jahres ausgezeichnet - ein echter Tipp für Freunde guter Ambiance, was Essen und Baukultur angeht!). 

Hike partners: Ursula, Felix


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